1000 Fragen: 83 Antworten im April


Und schon ist es wieder so weit und ein weiterer Monat ist rum. Mann, wie die Zeit rast. Im April ist aber auch wirklich viel passiert. Wir leben jetzt auf Bali, aus Rucksäcken. Alles anders. Trotzdem möchte ich weiterhin jeden Monat die Zeit finden, 83 der „1000 Fragen an dich selbst“ zu beantworten. Ich freue mich, wenn noch jemand außer mir Spaß an den Antworten hat.

1000 Fragen und 83 Antworten im April

250. Würdest du dich heute wieder für deinen Partner entscheiden?

Natürlich. Und wenn nicht, würde ich es nicht ins Internet stellen ;). Tatsächlich hat mein Mann mir irgendwie das Leben gerettet und mich aus einem sehr dunklen Ort herausgeholt.

251. In welcher Sportart bist du deiner Meinung nach gut?

Sport. Hm. Ich glaube nicht, dass ich in irgendeiner Sportart besonders gut bin.

252. Heuchelst du häufig Interesse?


Nein. Das würde auch nichts bringen, denn ich bin ein dermaßen schlechter Lügner, dass das Gegenüber es sofort merken würde. Interesse heucheln und leere Höflichkeitsfloskeln habe ich nie gelernt, so etwas gibt es in meiner Familie nicht.

253. Kannst du gut Geschichten erzählen?

Mittelmäßig.

254. Wem gönnst du nur das Allerbeste?

Den meisten Menschen. Wenn ich länger mit jemandem spreche, stelle ich oft fest, dass irgendetwas mein Gegenüber belastet oder er / sie sich selbst wahnsinnig im Weg steht. Dann wünsche ich mir, dass er / sie an der Situation wachsen und glücklich werden kann.

255. Was hast du zu deinem eigenen Bedauern verpasst?

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256. Kannst du dich gut ablenken?

Nein. Wenn mich etwas beschäftigt, verfolgt es mich auch.

257. In welcher Kleidung fühlst du dich am wohlsten?

In meiner Alltagskleidung.

258. Wovon hast du geglaubt, dass es dir nie passieren würde?

Dass ich eines Tages selbständig arbeiten würde.

259. Würdest du gern zum anderen Geschlecht gehören?

Nein.

260. Wer nervt dich gelegentlich?

Ich gehe mir manchmal selbst auf den Zeiger.

261. Über welche Themen unterhältst du dich am liebsten?

Themen, bei denen sowohl ich, als auch das Gegenüber viel zu sagen haben. Zur Zeit sind das Kinderthemen, Online-Marketing, Reisen, Persönlichkeitsentwicklung, chronische Krankheiten, Partnerschaft.

262. Kannst du leicht Fehler eingestehen?

Eingestehen ja. Aber dann weiter darüber reden fällt mir sehr schwer. Da werde ich dann schnell aggressiv.

263. Was möchtest du nie mehr tun?

Mich körperlich so übernehmen, dass meine Krankheit zurückkommt. 

264. Wie ist dein Gemütszustand üblicherweise?

Es gibt zwei Grundzustände in meinem derzeitigen Leben: Übermüdet und gereizt – ausgeglichen und fröhlich. Alles steht und fällt mir dem Maß an Schlaf, den ich bekomme. 

265. Sagst du immer die Wahrheit?

Natürlich nicht, wer tut das schon? Aber ich bemühe mich, nicht böswillig zu lügen.

266. Was bedeutet Musik für dich?

Musik konsumiere ich schubweise. Und dann unzählige Male dasselbe Lied oder dieselbe kleine Auswahl. Dann hilft sie mir aus einem Stimmungstief heraus und gibt mir neue Lebensfreude.

267. Hast du schon einmal einen Weinkrampf vorgetäuscht?

Ich habe früher aus jedem kleinsten Grund geweint. Vortäuschen nicht nötig.

268. Arbeitest du gern im Team oder lieber allein?

Ich denke, ich arbeite lieber allein, was meine Aufgaben angeht. Allerdings bin ich dazu nicht unbedingt gerne allein, genieße es also, wenn um mich herum Menschen mit ähnlichen Aufgaben sind.

269. Welchen Fehler verzeihst du dir immer noch nicht?

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270. Welche Verliebtheit, die du empfindest, verstehst du selber nicht?

271. Denkst du intensiv genug über das Leben nach?

Wenn ich das tun würde, würde ich wahrscheinlich in eine Depression verfallen. Daher habe ich mich entschieden, es einfach zu leben, statt darüber nachzudenken.

272. Fühlst du dich manchen Leuten gegenüber sehr unsicher?

Ja, das tue ich tatsächlich. Mir fällt es schwer, mich in fremden Gruppen zu bewegen und Initiative zu zeigen.

273. Bist du autoritätsgläubig?

Nein, das nun wirklich nicht. Ich bin sicherlich respektvoll gegenüber Autoritätspersonen, das bin ich aber auch gegenüber Menschen, die mich als Autorität betrachten würden. Ich weiß, dass wir alle mit ähnlichen Problemen kämpfen und niemand „besser“ ist, nur weil er in der Karriereleiter weiter oben ist oder mehr Geld hat.

274. Bist du gern allein?

Ja.

275. Welche eigenen Interessen hast du durchgesetzt?

Wenn sich etwas durchsetzen lässt, dann finde ich einen Weg. Im Ausland leben zum Beispiel.

276. Welchen guten Zweck förderst du?

PLAN International, ein Kinderhilfswerk. Ich habe dort zwei Patenkinder, die wir mit einem monatlichen Betrag unterstützen. Auch in meiner Studentenzeit oder jetzt, wo wir von relativ wenig Geld leben, weigere ich mich, die Patenschaften aufzugeben. Nicht, solange es irgendwie anders geht. Weil ich glaube, dass die Welt ein besserer Ort wäre, wenn jeder, dem es so leicht oder noch leichter fällt, für mindestens einen anderen Menschen die Verantwortung übernehmen würde.

277. Wie sieht dein Traumhaus aus?

Das ist ein wirklich wunder Punkt. In meinem Kopf (und auch auf dem Bauplan) gab es dieses Traumhaus schon einmal. Ich kann die Bilder in meiner Erinnerung abrufen, als würde es wirklich dort stehen. Weil die damalige Beziehung auseinander ging und sich meine Lebenspläne geändert haben, musste ich mich vom Traumhaus verabschieden. Heute habe ich keines mehr. Denn jede Art von Haus ist verbunden mit einem festen Ort und einigen Unabänderlichkeiten in der Bausubstanz. Davon träume ich nicht mehr.

278. Machst du leicht Versprechungen?

Nur, wenn ich sie vermutlich auch halten kann. Meinem Sohn verspreche ich sehr viel, das meiste davon tritt dann auch ein.

279. Wie weit gehst du für Geld?

Nicht weiter, als es mir leicht fällt. Geld ist für mich ein Mittel zum Zweck, ansonsten aber nicht weiter erstrebenswert. Reichtum per se hat keinen Wert, wenn ich nicht Lebensqualität damit erreichen kann.

280. Bist du häufig eigensinnig, auch wenn es zu deinem Nachteil ist?

Oh. Ja. Wenn ich nur mal an letzte Woche denke, als wir kilometerweit zu Fuß gelaufen sind, nur um nicht in ein bestimmtes Taxiunternehmen zu steigen. (s. „Transport“)

281. Malst du oft den Teufel an die Wand?

Nein. Ich gehe meist davon aus, dass schon alles klappen wird. Dann kommt oft mein Mann und malt den Teufel samt seiner ganzen Familie an die Wand. Das macht mich meistens ziemlich wütend.

282. Was schiebst du zu häufig auf?

Anrufe! Ich weiß nicht, warum, aber telefonieren fällt mir oft wahnsinnig schwer.

283. Sind Tiere genauso wichtig wie Menschen?

Nein. Wir essen Tiere. Zumindest die meisten von uns. Da fände ich es heuchlerisch zu behaupten, dass Tiere genauso wichtig wären.

284. Bist du dir deiner selbst bewusst?

Hm. Manchmal vielleicht.

285. Was war ein unvergesslicher Tag für dich?

Unvergesslich schön? Unsere standesamtliche Hochzeit. Unvergesslich anstrengend? Der Tag der Geburt.

286. Was wagst du dir nicht einzugestehen?


287. Bei welcher Filmszene musstest du weinen?

Oh, etwa bei jeder, bei der man weinen könnte. Zuletzt haben wir „Wonder“ geschaut, da hab ich einige Male geweint.

288. Welche gute Idee hattest du zuletzt?

Nach Bali auszuwandern.

289. Welche Geschichten würdest du gern mit der ganzen Welt teilen?

Unsere Geschichte darüber, wie man sein Leben so gestaltet, wie es passt.

290. Verzeihst du anderen Menschen leicht?

Jein. Ein wenig „Reue“ braucht es meistens schon…aber wenn ich dann verziehen habe, vergesse ich auch schnell.

291. Was hast du früher in einer Beziehung getan, tust es heute aber nicht mehr?

Versuchen, das Gegenüber stark zu verändern. Heute vertraue ich darauf, dass wir gemeinsam einen Weg finden, dass mein Mann von sich aus einen Schritt geht. Früher hätte ich versucht, ihn emotional dazu zu „erpressen“.

292. Was hoffst du, nie mehr zu erleben?

Eine Trennung, die von mir selbst ausgeht.

93. Gilt für dich das Motto „Was ich nicht weiss, macht mich nicht heiss“?

JA! Zum Beispiel beim Thema Treue. Ich sage schon immer zu meinem Mann, wenn mal irgendetwas passieren sollte, dann soll er wenigstens die Höflichkeit haben, mir nichts davon zu sagen. Denn was ich nicht weiß, kann mich auch nicht verletzen.

294. Wie wichtig ist bei deinen Entscheidungen die Meinung anderer?

Sie spielt natürlich mit, immerhin können andere Menschen wertvollen Input geben und Blickwinkel haben, an die ich selbst vielleicht noch nicht gedacht habe. Aber letztendlich ist es doch meine eigene Entscheidung. Ich allein muss ja mit den Konsequenzen leben. Wenn nicht, ist es nicht meine Entscheidung, sondern eine gemeinsame.

295. Bist du ein Zukunftsträumer oder ein Vergangenheitsträumer?

Zukunft!

296. Nimmst du eine Konfrontation leicht an?

Ja, wahrscheinlich sogar ein wenig zu leicht. Mein Mann sagt oft, ich soll die Dinge nicht so persönlich nehmen.

297. In welchen Punkten unterscheidest du dich von deiner Mutter?

Arbeitsmoral, Sparsamkeit.

298. Wo bist du am liebsten?

Immer woanders.

299. Wirst du vom anderen Geschlecht genug beachtet?

Ja, definitiv.

300. Was ist dein Lieblingsdessert?

Eis.

301. Worin bist du ein Naturtalent?

Geschickte Manipulation anderer. Allerdings tue ich das sehr, sehr selten, weil ich das Gefühl nicht mag, dass andere „nach meiner Pfeiffe tanzen“.

302. Welche Person um dich herum hat sich in letzter Zeit zum Positiven verändert?

Mein Sohn.

303. In welcher Situation warst du unfair?

Jeden Morgen, wenn ich wütend bin, dass ich nicht ausschlafen darf.

304. Fühlst du dich fit?

Mal so, mal so. Hängt von Schlafpensum und Tagesform ab.

305. Sind deine finanziellen Angelegenheiten gut geregelt?

Was heißt gut geregelt…wir haben wenig und brauchen wenig. Aber ausgehen wird uns das Geld in der Regel nicht.

306. Von welchem Buch warst du enttäuscht?

Effi Briest (Theodor Fontane). So berühmt und dabei passiert eigentlich fast nichts.

307. Welchen Grund hatte dein letzter Umzug?

Wir zogen von Berlin zu meinen Eltern nach Bayern, um gemeinsam Zeit zu verbringen, bevor wir ins Ausland gingen.

308. Neigst du zum Schwarz-Weiss-Denken?

Auf Anhieb ja, aber bei zweitem Hinsehen fällt mir meist der Graubereich auf.

309. Was fühlst du, wenn du verliebt bist?


310. Gehört es zum geselligen Beisammensein, viel zu essen und zu trinken?

Irgendwie schon.

311. Welche Dinge stehen noch auf deiner To-do-Liste?

Oh, da ist so vieles. Durch ein blühendes Lavendelfeld in der Provence laufen zum Beispiel. Im Studium habe ich mal mit einer Freundin nachts, angetrunken, als wir illegal über den Zaun im örtlichen Schwimmbad geklettert waren, eine Liste gemacht. Auf dem Karton einer leeren Zigarettenschachtel geschrieben. Eine Liste an Dingen, die wir noch erleben wollen, bevor wir älter werden. Wir haben die Listen mit Adressen unserer Eltern versehen und ausgetauscht. Etwa 10 Jahre später haben wir sie hervorgekramt und uns gegenseitig geschickt. Ist schon lustig, wie sich die Vorstellung von dem, was man noch erleben möchte, verändert hat in diesen 10 Jahren. Einige Dinge davon hatte ich bereits abgeharkt, andere fand ich so gar nicht mehr erstrebenswert. Das Lavendelfeld blieb.

312. Hegst du oft Zweifel?

Ja, immer wieder.

313. Womit bist du unzufrieden?

Mit meinem Bauch. Mit meinem Gesundheitszustand. Mit der Menschheit. Mit dem Zustand unserer Erde.

314. Mit welchem Gefühl besteigst du ein Flugzeug?

Aufregung. Vorfreude. Ungeduld.

315. Gilt für dich die Redensart „Eine Hand wäscht die andere“?

Ich würde eher sagen, „Jede Hand wäscht eine andere“. Ich bestehe nicht darauf, Gefälligkeiten von derselben Person zurückzubekommen. Aber ich bewege mich in einem Umfeld und unter Freunden, die gerne helfen oder etwas geben, wenn sie können. So kommt gefühlt alles irgendwie zurück – wenn auch nicht unbedingt von dem, dem ich es gegeben habe.

316. Bist du schon mal schikaniert worden?

Nein. Das sollte mal jemand wagen!

317. Wie spontan bist du?

Sehr. Man könnte es auch sprunghaft nennen. Sag mir eine bessere Idee und bin dabei…

318. Unterstützt du bestimmte Menschen bedingungslos?

Ja. Meine Familie.

319. In welcher Angelegenheit hast du Schuldgefühle?

Manchmal plagt mich die Tatsache, dass wir so unbekümmert leben können, während Menschen in anderen Ländern hart arbeiten, hungern oder vor Krieg flüchten müssen. Dann fühle ich mich nicht gut, weil ich nicht aktiv etwas dagegen tun kann.

320. Wie viele Jahre schon dauert deine längste Freundschaft?

Etwa 27 Jahre.

321. Was gibt dem Leben Sinn?

Zeit.

322. Was hättest du gern frühzeitiger gewusst?

Dass ich mit Mitte 20 krank werde und nicht viel Zeit habe, „die Jugend“ zu genießen.

323. Wie alt fühlst du dich?

Körperlich? Ungefähr 50. Geistig eher so Anfang 20 😉

324. Was siehst du, wenn du in den Spiegel schaust?

Graue Haare, die immer mehr werden. Falten. Und ein freundliches Lächeln.

325. Kannst du gut zuhören?

Ja, wenn ich mir Mühe gebe. Mein erster Impuls treibt mich schnell dazu, in den Modus einer psychologischen Beratung zu verfallen, statt dem anderen einfach aufmerksam zuzuhören. Wenn ich mich darin bremse, bin ich ein guter Zuhörer.

326. Welche Frage wurde dir schon zu häufig gestellt?

Wie man im Internet Geld verdient.

327. Ist alles möglich?

Nein. Es gibt einige physikalische Gesetze, z.B. die von Zeit und Raum. Auch wenn manche Menschen das Gegenteil behaupten.

328. Hängst du an Traditionen?

Nein. Aber Traditionen aus der Kindheit können schon ein sehr schönes Gefühl erzeugen.

329. Kennt jemand deine finstersten Gedanken?

Nein.

330. Wie sieht für dich der ideale Partner aus?


331. Wonach sehnst du dich?

Gesundheit.

332. Bist du mutig?

Ich höre zur Zeit oft, dass ich sehr mutig sei. Ich selbst empfinde das nicht unbedingt so.



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