Kinderbeschäftigung bei Regen: 16 kreative Ideen & Spiele für Eltern und Kinder für drinnen


Wie kann ich eine Beschäftigung für Kinder bei schlechtem Wetter finden?

Manchmal gibt es diese Tage, an denen wir einfach nicht lange raus können: Das Wetter ist kalt, es regnet draußen und ist nass. Nach spätestens 45 Minuten an der frischen Luft macht es einfach keinen Spaß mehr. Dann sitze ich mit dem Rubbelbatz in unserer 64m²-Wohnung drinnen fest und frage mich, wie ich bei Regenwetter mein Kleinkind zu Hause beschäftigen kann den ganzen lieben langen Tag? Abseits von Spielzeug, Malen und Vorlesen bin ich nach und nach auf diese 16 Ideen gekommen, die ich gerne mich euch teile:

16 Ideen, um ein Kleinkind zuhause zu beschäftigen

1. Musik machen und singen

Wie wahrscheinlich alle Kinder liebt unser Kleiner Musik – vor allem, wenn sie nicht aus den Lautsprecherboxen, sondern direkt von uns kommt. Bei Liedern, die er häufiger hört, versucht er mitzusingen und wenn mein Bruder auf seiner Gitarre spielt, steht er staunend daneben.

2. Tanzen

In der Kita gibt es eine Erzieherin, die morgens mit den Kindern tanzt. Wenn der Rubbelbatz der erste ist, fordert er lautstark “Bik an” (Musik an) und tanzt dann wie wild los. Die Bewegungen sind teilweise wirklich zu komisch, manche sind aber auch schon richtig showreif. Auch zu Hause tanzt er liebend gerne, manchmal alleine, manchmal mit uns zusammen.

3. Schatzsuche

Sobald die Kinder verbal so weit sind, kann man sie prima schicken, um Dinge zu holen. Das können Sachen sein, die man wirklich braucht wie ein Taschentuch oder ein Couchkissen – oder man spielt das nur zum Spaß. Probiert es mal aus und ihr werdet sehen, wie wahnsinnig stolz eure Kleinen sind, wenn sie das richtige gefunden und zu euch gebracht haben!

4. Gemeinsam kochen und backen

Mit einem unserem Lernturm (Anleitung für einen günstigen Ikea-Hack) ist unser Kleinkind immer ganz fix auf Höhe der Arbeitsplatte und kann fleißig mitmischen, wenn es um’s Kochen und Backen geht. Und das tut er auch wirklich gerne. Wenn ich koche, darf er von den meisten frischen Zutaten probieren und wenn es was zu rühren oder mischen gibt, ist er auch gerne dabei. Natürlich braucht das mehr Zeit als das Kochen ohne Kleinkind, aber die nehme ich mir manchmal sehr gerne.

Wenn wir backen, dann am liebsten vegane Rezepte. Denn darin kommt kein Ei vor und er kann problemlos Teig naschen soviel er möchte. Wir backen nach wie vor ohne Zucker und Süßungsmittel.

5. Ausmisten

Niemals war eine Kühltasche so wichtig und interessant wie in dem Moment, in dem sie auf dem weißen Teppich liegen soll, weil ich sie für eine Kleinanzeige fotografieren möchte. Plötzlich hat er das Bedürfnis, alle Reißverschlüsse zu untersuchen in jede Öffnung zu fassen und sich das Ding umzuhängen. Solange man ein wenig flexibel bleibt und dann einfach woanders weiter machen kann, ist Schränke ausmisten für unser Kind das Größte.

6. Hängematte bauen

Aus unserem Didymos Tragetuch, das ich schon seit längerem nicht mehr verwende, baue ich ab und an eine Hängematte unter unserem Schreibtisch (siehe Beitragsbild). Für einige Zeit ist das dann absolut neu und spannend und er muss ständig raus- und reinklettern – ein Spektakel, das sich noch einige Male wiederholt, bis ich das Tuch nach ein paar Tagen wieder abnehme.

7. Höhle bauen

Auch mit einer großen Decke kann sich der Rubbelbatz lange beschäftigen, wenn ich ihm daraus eine Höhle baue. Anscheinend, daran kann ich mich aus meiner eigenen Kindheit gut erinnern, haben Kinder ein innewohnendes Bedürfnis, da hinein zu kriechen und alles zu untersuchen. Genauso verhält es sich übrigens, wenn ich unsere Couch zum Ausziehen öffne – dann muss er nämlich unbedingt und ziemlich lange in der entstandenen Öffnung herumturnen.

8. Verstecken spielen

Verstecken spielen mit einem Kleinkind ist ziemlich einfach. Man nimmt einfach ein Tuch oder einen Schal, legt es über den Kopf des Kindes und legt los: “Wo ist denn jetzt….? Oh Gott, er ist weg!” Unser Kleinkind findet das zum Schreien und wir können das ziemlich oft und lange wiederholen.

9. Auf der Couch liegen

Klingt nicht nach einem Spiel? Probiert es mal aus! Wenn ich mir die Zeit nehme, mich einfach mal hinzusetzen und z.B. ein Buch zu lesen (oder so zu tun), fallen meinem Kind die tollsten Dinge ein, die es mit mir spielen möchte. Und das beste daran: alle finden auf der Couch statt. Er bringt Bücher, die ich vorlesen soll, möchte einfach nur neben mir sitzen und selbst lesen oder wir spielen mein Lieblingsspiel: Schlafen. Dabei muss ich die Augen zumachen und idealerweise mit Schnarchgeräuschen unterstützen, bis ich durch sein Gesicht, das ganz nah an meines kommt, “geweckt” werde und ganz fürchterlich erschrecke. Endlich ein Spiel nach meinem Geschmack!

10. Großer Pappkarton

Ein Gegenstand, mit dem man Kinder in fast jedem Alter beschäftigen kann: ein großer Pappkarton. Unser Kleiner ist noch in dem Alter, in dem er einfach nur reinklettern, darin sitzen und wieder rausklettern möchte. Später werden daraus Häuser, Kaufläden oder Spielküchen, die aufwändig bemalt werden wollen.

11. Werkzeugkiste

In unserem Schrank, ganz oben, gibt es eine Werkzeugkiste. Mittlerweile ist daraus alles entfernt, was unmittelbar gefährlich ist. Denn sobald ich die Schranktüre öffne, fordert er lauthals die Kiste ein. Dann werden Dübel sortiert und Schraubendreher untersucht. In der Kiste befindet sich auch ein kleines Holzbrett, in das wir verschieden große Löcher gebohrt haben. Da kann er nach Herzenslust alles reinstecken, was klein genug ist. Wenn Farben in der Nähe sind, wir das Brett auch noch künstlerisch gestaltet.

ACHTUNG: Mit Gegenständen wie Schraubendrehern lasse ich meinen Sohn zwar spielen, aber nicht herumlaufen. Wenn er nämlich darauf fällt, könnten ernsthafte Verletzungen entstehen.

12. Körbe ausräumen

In unserer Wohnung gibt es noch an ein paar weiteren Orten Körbe, in denen wir Dinge aufbewahren, die sonst nur herumfliegen. Darin tummeln sich Dinge wie Sonnenbrille, Babyfon, Impfpass oder Geldbörse. Wenn ich mal eine kurze Auszeit brauche und er gerade nicht fähig scheint, sich alleine zu beschäftigen, gebe ich ihm einfach einen Korb, überprüfe kurz, ob etwas gefährliches darin ist, und gehe dann meiner Wege. Er ist erstmal beschäftigt.

13. Töpfe und Deckel

Schon mal die Schublade mit Töpfen, Pfannen und Deckeln für euer Kleinkind geöffnet? Wenn nicht, probiert es aus. Unser Kind kann sich wahnsinnig lange damit beschäftigen, die Töpfe ineinander zu stellen, den richtigen Deckel zu suchen, oder mit einem Holzlöffel darin zu rühren.

14. Keller oder Speicher aufräumen

Ihr könnt nicht nach draußen? Macht nix, es gibt im Haus ja noch andere Räume als die Wohnung, die für alle frei zugänglich sind. Wir haben zum Beispiel einen Keller, in dem die einzelnen Kellerabteile zwar abgetrennt, aber einsehbar sind. Heißt konkret: Null Gefahrenpotential, aber maximales Entdeckerpotential. Zugegeben, die Frustration ist groß, wenn er zu dem Bobbycar im Nachbarskeller einfach nicht hinein kann, dafür ist er mit dem Versuch lange beschäftigt. Und ich kann in Ruhe unseren Keller aufräumen.

15. Kerzen ausblasen

Ein Kind darf nicht mit Feuer spielen? Wer sagt das? Wir sind der Meinung, dass genau die kontrollierte Erfahrung mit einer kleinen Kerzenflamme für mehr Sicherheit im Umgang mit Feuer sorgen wird. Denn wenn er eines Tages irgendwo eine Kerze findet und fähig ist, sie alleine anzuzünden (und das wird er irgendwann), kann er damit gut umgehen. Und Spaß hat er dabei sehr viel!

16. Gemeinsam putzen

Ihr habt keine Zeit, das Bad zu putzen, weil ihr das Kind beschäftigen müsst? Macht einfach beides gleichzeitig! Es sind sicherlich genügend feuchte Lappen für alle da und ein wenig Kehren oder Staubwedeln hat auch noch keinem Kleinkind geschadet – im Gegenteil, die meisten Kinder wollen sogar mithelfen und das tun, was die Erwachsenen tun. Und je nach Alter und Kleidervorat kann man seinem Kind ja vielleicht auch einen Eimer mit sauberem Wasser auf dem Flieseboden gönnen…

 

Was habt ihr noch für Ideen auf Lager, ein Kleinkind drinnen zu beschäftigen?



Alle Kommentare (4)

    Lieber anonymer Leser,

    schön, dass Du trotz deiner manchmal leicht negativen Einstellung zu Kindern und deren Eltern, die ich da zwischen den Zeilen lese, zu uns gefunden hast.

    Ich würde mich freuen, wenn Du unsere 16 Vorschläge, wie Eltern Deinem Wunsch nach ruhiger Betätigung der Kleinsten nachkommen können, über die sozialen Medien oder in Deinem Freundeskreis teilst!

    Liebe verfickte Grüße,
    Hanna

    Was gibt es doch für kaputte Menschen. Bin immer wieder erschrocken über solche Kommentare, sind diese Menschen doch scheinbar erwachsen auf die Welt gekommen. Bleibt nur zu hoffen, dass solche (Un)Menschen so schnell wie möglich die Tiefe des Erdreichs besser kennenlernen weil sie definitiv unnütze auf der Welt sind weil sie scheinbar eh so kaputt sind, dass sie keine Freude mehr kennen!!!

    Eine sehr schöne Liste! Wenn die Kinder schon gut laufen können, geht auch ein kleines Wettrennen oder ein kleiner Krabbelparcour. Zumindest macht das unserem Sohn viel Spaß – und auch ziemlich platt ;-).

    Liebe Grüße

    Jan

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