Erste Reaktionen – Freude von allen Seiten


Bei meinem ersten Arztbesuch, bei dem ich mich noch in einer Art Schock-Zustand befand und mich noch nicht so richtig freuen konnte, erhielt ich einen gut gemeinten Rat, den wohl die meisten Mütter kennen: In den ersten 12 Wochen kann in einer Schwangerschaft sehr viel schief gehen. Wenn man das Kind in dieser Zeit verliert, was ganz natürlich sein kann, ist das sehr traurig und man möchte nicht ständig daran erinnert werden. Daher sollte ich bis zum nächsten Termin wenn möglich niemandem von der Schwangerschaft erzählen.

Das Prinzip habe ich verstanden, daran gehalten habe ich mich aber nicht. Ich habe noch auf der Rückfahrt meine Eltern angerufen und meine beste Freundin. In den kommenden Wochen habe ich all diejenigen Freunde und Familienmitglieder eingeweiht, mit denen ich auch sprechen würde, wenn es mir nicht gut geht. Zu meiner Überraschung war das genau das Richtige: je öfter ich live hörte oder sah, wie sehr sich meine Familie und Freunde freuen, dass ich schwanger bin, desto mehr konnte ich auch selbst sehen, dass das, was da passiert, ein Grund zur Freude und etwas ganz Wunderbares ist. Natürlich dauerte der Zustand der Überforderung und Panik noch ein paar Tage an. Schließlich muss ich jetzt mein ganzes Leben umstellen, dazu noch die andauernde Übelkeit. Aber ganz allmählich wurde das Gefühl der Vorfreude stärker und stärker und ich hörte auf zu hoffen, dass alles nur ein Traum war und ich in meinem „normalen“ Leben aufwachen würde…


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