Wo soll mein Baby schlafen? Was soll es anziehen? Zeit für Babyshopping!


Mittlerweile bin ich ja im dritten Trimester angelangt und die Wahrscheinlichkeit, dass unserem Kleinen noch etwas zustößt, sinkt von Tag zu Tag. Wir stellen uns immer öfter vor, wie es wird, wenn er bei uns ist und freuen uns auf den Alltag mit ihm. Damit wird es natürlich auch langsam Zeit, an all die Dinge zu denken, die wir noch besorgen müssen. Von der Baby-Erstausstattung über Kinderwagen & Co. bis hin zu der Frage, wo unser Baby schlafen soll.

Erster Shopping-Schock

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Gestern bin ich aus diesem Grund frohen Mutes in einen Baby-Second-Hand-Shop im Prenzlauer Berg, wo es ja von diesen wie auch von werdenden Mamas und Familien bekanntlich nur so wimmelt. Der Beste Ort also, um auf gebrauchte Schätze zu stoßen. Dachte ich. Bewaffnet mit einer Liste bin ich also in den kleinen Laden – und keine drei Minuten später wieder raus. Was mich erwartete, war das unfreundliche Gesicht der Verkäuferin, ein kurzes ‚Hallo‘ und ansonsten Totenstille. Mit den Blicken der Dame im Rücken versuchte ich verzweifelt, mich zwischen den Kisten an Babyklamotten in verschiedensten Formaten und Größen zu orientieren. Was war das Richtige für meinen Kleinen? Wie groß würde er sein? Ist das von der Qualität des Stoffes ok? Vergebens, ich war komplett überfordert. Was bin ich nur für eine Mama, die nicht mal Klamotten für das eigene Baby einkaufen kann? Schuhe? Braucht ein Säugling schon Schuhe?

Entnervt lief ich nach draußen und zum Drogeriemarkt um die Ecke. Zumindest konnte ich hier noch einige Kleinigkeiten sowie zwei süße Strampler besorgen. Hier sieht mir nämlich niemand ständig über die Schulter, sondern ich konnte in Ruhe alles ansehen.

Wo soll mein Baby schlafen?

Ein paar andere Dinge auf der Liste konnte ich zum Glück vorher schon abhaken, dazu gehört auch ein Babybett bzw. eine Wiege. Denn auch hier ist es gar nicht so einfach, sich zu entscheiden. Wir kennen natürlich die klassischen Gitterbettchen mit dem Schleier oben drüber. Allerdings habe ich gelesen, dass das für ganz kleine Babys gar nicht so gut ist. Sie frieren sehr schnell und mögen es gerne weich und kuschelig – der Durchzug zwischen den Gitterstäben ist da nicht gerade hilfreich. Wir haben uns deshalb entschieden, dass unser kleiner Prinz für die ersten Monate in einer Wiege schlafen soll. Genauso, wie ich als kleines Baby.

Also genau genommen sogar in genau derselben, wie ich als kleines Baby. Meine Eltern haben die Korbwiege, die wir damals als Kinder hatten, all die Jahre aufbewahrt und mir zum Anfang meiner Schwangerschaft vermacht. Dazu gab es natürlich eine neue, maßgeschneiderte Matratze aus reiner Schafwolle und ein weiches Schaffell. Die Wiege soll bei uns im Schlafzimmer mit Seilen an der Decke befestigt werden und innen noch mit hellem, rötlichen Stoff ausgekleidet werden. Warum rötlich? Wenn Licht durch den Stoff fällt, soll sich unser Kleiner genauso wohl fühlen, wie jetzt gerade, wenn er in meinem Bauch die Augen aufmacht.

Baby schlafen

Für später, wenn die Wiege einmal zu klein geworden ist, bekommen wir von einem sehr lieben Arbeitskollegen meines Mannes, der ebenfalls vor kurzem Vater geworden ist, ein Beistellbettchen. So kann unser Kleiner auch weiterhin ganz nah bei uns schlafen und wir merken sofort, wenn er etwas braucht. Wenn er dann alt genug ist, ins eigene Kinderzimmer zu ziehen, darf er ebenfalls genauso schlafen, wie seine Mama: auch unser Gitterbettchen aus Holz aus Kindertagen haben meine Eltern nämlich aufbewahrt. Mein Papa, der handwerklich bekanntlich alles kann, möchte es für uns soweit wieder in Schuss bringen.

Zudecken werden wir ihn übrigens ausschließlich mit einer Decke aus Wolle. Die hält warm, ist aber gleichzeitig atmungsaktiv und saugfähig.

Mit dem Kleinen spazieren gehen

Auch in Sachen Kinderwagen haben wir uns schon entschieden und bestellt: Der Kombi-Kinderwagen Turbo 6S von ABC Design soll es werden. Er hat eine praktisch abnehmbare Trageschale für kleine Babys und kann ganz einfach zu einem Buggy umfunktioniert werden. Aus leichtem Aluminium und mit schwenkbaren Vorderrädern ist er ideal für Wege in der Stadt. Sollten wir meine Eltern auf dem Land besuchen, kann man die Räder auch feststellen und er ist gut gefedert. Außerdem lässt sich die Griffhöhe verstellen, sodass er auch für große Nutzer wie meinen Mann geeignet ist. Ich weiß nicht, was ein Kinderwagen sonst noch können muss.

Außerdem haben wir von meiner Tante, die diesen zufällig noch zu Hause hatte, einen nagelneuen Baby-Tragesack der Marke Glückskäfer bekommen. Damit können wir unseren Kleinen ganz nah bei uns tragen und z.B. statt dem Kinderwagen einen Einkaufswagen schieben. Angeblich fühlen sich Babys darin auch richtig wohl.

 

Trotzdem ist die Liste noch lang und in den nächsten Wochen gibt es noch viel zu tun – von Baby-Badewanne über Wickelunterlage zur ersten Strampler-Kollektion. Der Shopping-Spaß geht weiter. Das nächste mal vermutlich am Sonntag mit einem Kinder-Flohmarkt im Prenzlauer Berg. Diesmal aber mit meinem Mann als Verstärkung!

 



Alle Kommentare (2)

    diese glückskäfertrage hatte ich beim ersten baby auch. genau einmal benutzt. ich fand sie sehr unbequem, und diese bindebänder schneiden auch fies ein an den schultern. vor vielen, vielen jahren waren diese tragen wohl mal echt „beliebt“, aber mittlerweile gibt es eine riesige auswahl an wesentlich besseren und auch bequemeren tragen! mein favorit war immer die emeibaby trage. aber auch mit der manduca habe ich viele kuschelige tragestunden mit unserem nachwuchs verbracht. am aller-, aller-, allerkuscheligsten ist es aber tatsächlich mit dem tragetuch. auch wenns auf den ersten blick ein bisschen öko erscheint…
    gibt da einige facebookgruppen zum thema babys-tragen…. oder wenn du noch mehr wissen möchtest, darfst du dich ganz herzlich gerne bei mir melden!!! ich war die letzten jahre lang eine tragemama mit herz und seele…!! alles, alles liebe für euch!!

    Danke für den Hinweis 🙂 wir werden sie auf jeden Fall mal auspobieren. Sollten wir nicht zufrieden sein, wissen wir immerhin, dass es an der Trage liegen kann und nicht am Konzept an sich!

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