Meine Blogger-Tipps für mehr Reichweite und Spaß beim Bloggen

In letzter Zeit werde ich immer mal wieder gefragt, wie ich es geschafft habe, mit dem Blog Geld zu verdienen und welche Tipps ich für Anfänger habe, die denselben Weg gehen möchten.

Tipp 1: Schreibt kein Blog

Der erste Ratschlag, den ich immer gebe, wenn jemand sein eigenes Blog schreiben möchte:

TU. ES. NICHT.

Ein Blog ist eine wirklich ganz miserable Einnahmequelle. Wenn Du also auf der Suche bist nach einer Selbständigkeit im Internet, mach alles andere, nur kein klassisches Blog. Nischenseiten zum Beispiel funktionieren immer noch oder E-Mail-Marketing. Verkaufsseiten in Kombination mit Facebook Ads. Alles besser als ein Blog.

Warum es bei uns trotzdem funktioniert? Weil wir nicht aus monetären Gründen angefangen haben, sondern weil es unser gemeinsames Hobby ist. Wenn ich all die Stunden, die mein Mann und ich vor dieser Seite saßen, ins Verhältnis setze zum bisherigen Verdienst, dann würden wir alle lachen und dann das Projekt einstampfen.

Tipp 2: Social Media richtig nutzen

Facebook

Jeder anständige Seitenbetreiber braucht auch eine Facebook-Seite. Allerdings drängt der Facebook-Algorithmus die Sichtbarkeit von Unternehmensseiten immer weiter zurück.

Besser als eine Marke, also einen Blog-Namen zu etablieren, wäre daher, Dich selbst als Marke zu sehen und auch einen “normalen” Facebook-Account zu nutzen. Leser, die Dir folgen möchten, können dann entweder eine Freundschaftsanfrage schicken, oder Dich als Person abonnieren.

Eine andere gute Alternative wäre, eine eigene Gruppe zu gründen, der Deine Leser betreten können.

Egal welche Art von Profil Du auf Facebook besitzt, die Follower werden nicht kommen, nur weil Du hin und wieder einen Artikel von Dir oder anderen teilst. Auch das Einbinden in die Sidebar Deines Blogs wird daran wenig ändern. Facebook-User werden Dir nur dann folgen, wenn Du

a. wirklich gute, amüsante und diskussionswürdige Beiträge postest und

b. diese Beiträge auch sichtbar werden.

Am besten klappt das anfangs über entsprechende Facebook-Gruppen. Neben den gängigen Blogger-Gruppen gibt es auch themenrelevante Gruppen für jede Nische. Wenn ich ein Blog zum Thema Entenzucht schreibe, sollte ich entsprechenden Gruppen beitreten und dort regelmäßig posten – ganz normale Beiträge zu Diskussionen ebenso wie Artikel von mir.

Wenn es eine thematische Gruppe auf Facebook noch nicht gibt, ist das übrigens umso besser: Gründe Deine eigene!

Instagram

Instagram ist ein visuelles Netzwerk. Mir macht es Spaß, aber Leser bringt es kaum.

Twitter

Twitter funktioniert nur, wenn Du entweder viel Zeit oder verdammt viel pointierten Humor hast. Mir fehlt beides.

Pinterest

Ob Pinterest nun ein soziales Netzwerk ist oder eine Suchmaschine, sei mal dahin gestellt. Jedenfalls lohnt es mehr als alle anderen Medien zusammen und als absoluter Anfänger solltest Du damit als erstes anfangen. Denn wenn Du es richtig anstellst, ist es ganz egal, ob Du erst fünf Artikel oder fünftausend auf dem Blog hast. Wie du es richtig anstellst? Mir hat das kostenlose Tutorial von Caroline Preuß sehr weitergeholfen und regelmäßiges Pinnen auf Gruppenboards. Meine Pin-Grafiken erstelle ich mit Canva.

Tipp 3: Rechtliches beachten

Würde ich noch einmal von vorne anfangen, würde ich von Anfang an eigenes Bildmaterial benutzen. Denn auch wenn bei Pixabay und Co. steht, dass die Bilder lizenzfrei sind und ohne Kennzeichnung verwendet werden dürfen, kommt es immer wieder zu fällen, in denen Seitenbetreiber doch zur Kasse gebeten werden. Denn schließlich wissen wir nicht, wer die Bilder dort hochgeladen hat. Ganz nebenbei wirken eigene Bilder auch authentischer.

Sobald Du für etwas wirbst, musst Du es auch als Werbung kennzeichnen. Das gilt für Aussagen und Bilder, für die Du Geld von einem Unternehmen erhalten hast, aber im Zweifelsfall auch für Artikel, die Du schreibst, damit Menschen über Affiliate-Links etwas kaufen. Ebenso wird über kurz oder lang verlangt werden, dass Affiliate-Links als solche gekennzeichnet werden. Vorausgesetzt, Du möchtest Dich an gesetzliche Regelungen halten und kein Risiko eingehen, nimm die Kennzeichnungen gleich vor.

Das nachträgliche Bearbeiten all dieser Dinge kostet viel Zeit und Nerven und kann Dich für eine ganze Weile in Deiner Schreiblust ausbremsen.

Tipp 4: Klein anfangen

Ganz ehrlich, ich kann die Heul-Tiraden mancher Blogger einfach nicht mehr hören, dass ihnen die Unternehmen viel zu wenig Geld zahlen, sie ausnützen würden oder unverschämte Angebote machen. Wie jeder Markt ist auch die bezahlte Leistung eines Bloggers die Schnittmenge aus Angebot und Nachfrage. Wenn jemand dieselbe Leistung für weniger Geld oder kostenlos macht, dann werden Unternehmen Deinen Preis nicht zahlen. Daran ist nichts unfair oder falsch, so ist unsere Welt. Einen Anspruch auf einen guten Stundenlohn, nur weil Du ein Blog hast, gibt es nicht – auch wenn Dir manche Konversationen in Facebook-Gruppen etwas anderes suggerieren. Ich habe manchmal das Gefühl, dabei geht es primär darum, neue und kleine Blogs davon abzuhalten, überhaupt mit Bloggern zu kooperieren.

Ich persönlich habe mich anfangs auch über Kleinigkeiten gefreut und bin damit gut gefahren. Ich habe viele hilfreiche Kontakte geknüpft und wenig Zeit damit verschwendet, mich über irgend etwas zu ärgern. Auch wenn die ersten Kooperationen wahrscheinlich unterirdisch bezahlt waren, sind daraus wichtige Erfahrungswerte entstanden und die Beträge schnell gewachsen. Aus Texter-Aufträgen, die ich anfangs fast umsonst, also nur gegen Testprodukte, erledigt habe, ist mittlerweile ein 1a Pro-Wort-Verdienst geworden. Einfach, weil ich zeigen konnte, dass ich zuverlässig und gut arbeite.

Lass Dich also von niemandem davon abhalten, auch einen kleinen Betrag, einen Amazon-Gutschein oder ein Produkt als Bezahlung anzunehmen, wenn Du Dich darüber freuen kannst und die Sache dadurch einfach mal anläuft.

Tipp 5: Affiliate-Programme

Unsere Einnahmen über das Amazon Affiliate Programm laufen gut. Diese kommen auf unserem Blog vor allem durch ausführliche Produkttests bzw. Produktvergleiche zusammen, auf die die Leser über Google kommen. Als Laie würde man das vielleicht nicht glauben, aber viele Menschen googeln Produkte und lesen dann die Berichte. Und klicken auf Affiliate-Links.

Wir haben auch Affiliate-Programme anderer Shops ausprobiert und festgestellt, dass die insgesamt recht wenig bringen. Auf Amazon hat fast jeder ein Konto und die Preise sind selten anderswo günstiger.

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Alle Kommentare (2)

    Das stimmt…besser noch: Grade zu Beginn keine Erwartungen hegen, sondern vor allem Spaß am Bloggen haben. Die Ansprüche kommen und wachsen automatisch…wie bei unseren Kindern halt auch. 😉

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