Schwangerschaftsstreifen: Was kann man dagegen tun?

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Während sie schwanger sind, machen Frauen drastische Veränderungen des Körpers durch. Die Gewichtszunahme in der Schwangerschaft kann zwischen 10 und 20 kg betragen, welches sich vorwiegend auf die Brüste und den Bauch legt. Wenn die Haut am Bauch während der Schwangerschaft stark gedehnt wird, entstehen Risse im Bindegewebe der Unterhaut. Umgangssprachlich sind diese als Schwangerschaftsstreifen (Striae gravidarum) bekannt.

Was die Ursachen sind und wie Mütter diese unschönen Streifen am Bauch mildern oder loswerden können und welche Behandlungsmethode am besten hilft, verrate ich im folgenden Beitrag.

Ich bin schwanger und habe Schwangerschaftsstreifen – Was sind die Ursachen?

Wenn Frauen in der Schwangerschaft eine zu schnelle Gewichtszunahme haben, kommt es häufig zu Schwangerschaftsstreifen. Im medizinischen Fachjargon heißen die Streifen Striae gravidarum. Die Streifen am Bauch entstehen während der Schwangerschaft, weil die Haut sich nicht schnell genug an die Ausdehnung anpassen kann und die Elastizität nicht mehr ausreichend ist, während du schwanger bist.

Nicht nur die Hautdehnung, sondern auch ein erhöhter Cortisolspiegel durch die Schwangerschaft, beeinflussen die Beschaffenheit der Haut, was sie schwächt und so können die blau-roten Dehnungsstreifen in vielen Fällen nicht vermieden werden. Cortisol führt zu Speicherung von Wasser in der Haut und vermindert ihre Dehnungskapazität.

Frauen haben häufig ein Problem mit Rissen, wenn sie schwanger sind.

Wenn die Körperveränderung in der Schwangerschaft aufgrund eines genetisch bedingten schwachen Bindegewebes unterstützt wird, zeigen sich oft parallel angeordnete Risse, die sich durch die Gewebedehnung zu blauen bis roten Streifen verändern. Die Unterhaut trägt einen dauerhaften Schaden davon und es bleiben auch nach der Geburt helle Narben zurück.

Schwangerschaftsstreifen beziehungsweise Dehnungsstreifen verursachen keine Beeinträchtigung der Gesundheit, doch werden als hässlich empfunden. Frauen, egal ob schwanger oder nicht mehr schwanger, leiden in vielen Fällen unter den Streifen und denken, sie seien nicht mehr attraktiv.

Wie kannst du Schwangerschaftsstreifen vorbeugen?

Schwangerschaftsstreifen vorbeugen ist generell positiv, auch in der Zeit, in der man schwanger ist. Es ist günstig, auf eine gesunde, abwechslungsreiche Ernährung zu achten, damit das Gewicht nicht zu schnell steigt. Auch Sport hilft sehr, ebenso Ölmassagen haben einen guten Effekt.

Zur guten Ernährung gehören:

  • Obst
  • Gemüse
  • viel Wasser
  • Nüsse
  • Öle
  • Samen
  • Vitamine
  • Proteine, idealerweise pflanzlich

Diese Lebensmittel helfen zusätzlich der Haut und der Effekt ist positiv.

Wohltuende Massage

Dehnungsstreifen lassen sich gut mit Massageölen, zum Beispiel Mandelöl, verhindern oder vorbeugen, die auch die Durchblutung fördern. Das Massageöl sollte idealerweise zweimal am Tag benutzt werden.

Mein Lieblingsöl ist übrigens dieses Weleda Schwangerschaftsöl*. Ich habe es bei meinen 2 Schwangerschaften benutzt.

Die Zupfmassage ist eine geeignete Methode. Die Haut wird bei der Zupfmassage mit Zeigefinger und Daumen behutsam hochgezogen und gerollt. Das Massageöl hilft damit die Haut elastisch bleibt und Feuchtigkeit erhält. Das hilft dabei, dass die Narben schneller verblassen.

Kneippanwendungen oder Wechselduschen mit warmem und kaltem Wasser regen ebenfalls die Durchblutung an. Das ist leicht im Alltag anzuwenden und kann durch eine Massage mit Bürsten und Handschuhen ergänzt werden. Diese Anwendungen haben auch einen Effekt, der positiv für das Bindegewebe in der Unterhaut ist. Zusätzlich wird dadurch jeden Morgen der Kreislauf in Schwung gebracht und das Immunsystem gestärkt, was auch eine Art Sport für den Körper ist. Wer schwanger ist, geht einfach ein bisschen vorsichtiger vor.

Die Behandlung von Schwangerschaftsstreifen

Wenn es dir in der Schwangerschaft nicht gelungen ist, die Dehnungsstreifen oder Schwangerschaftsstreifen durch Sport, Ernährung oder Creme zu verhindern, brauchst du keine Panik zu bekommen. Die Dehnungsstreifen verblassen nach der Geburt oft ziemlich schnell, aber noch ist es nicht möglich, sie komplett zu entfernen. Sie können aber deutlich abgeschwächt werden, damit sie nicht so sehr stören.

Tipps für die Pflege

Wenn die Haut in der Schwangerschaft nicht elastisch und trocken ist, ist sie häufiger für Dehnungsstreifen anfällig als jene, die genug Feuchtigkeit enthält. Mit Ölen sowie Creme kann den Streifen und Cellulite der Kampf angesagt werden. Für jeden Hauttyp gibt es die passenden Produkte zur Pflege, wie Peelings, Creme, Massageöle (Mandelöl) oder Bodylotions. Produkte mit Hyaluronsäure, Biotin und Vitamin A sind besonders geeignet, um die Haut ordentlich zu pflegen und mit wichtigen Wirkstoffen zu versorgen.

Besonders beliebt sind dabei Produkte der Sparte Naturkosmetik, da sie häufig keine oder nur wenig Zusatzstoffe enthalten. Massagen mit Öl fördern die Durchblutung der Haut und sorgen für ihre Entspannung und mehr Elastizität. Beim Kauf sollte auf Produkte ohne Silikone, Mineralöl, Farbstoffe und Tierprodukte geachtet werden. Solche Produkte können die Schwangerschaftsstreifen abmildern, aber sie garantieren nicht ihr Verblassen. Die Anwendung ist risikolos.

Schwangerschaftsstreifen entfernen beim Arzt

Du bist schwanger oder warst schwanger und nichts hat gegen die nervigen Dehnungsstreifen geholfen?

Beim Wunsch, sich die Dehnungsstreifen entfernen zu lassen, kann ein Arzt zurate gezogen werden. Er berät über verschiedene Möglichkeiten. Die Dehnungsstreifen sind besser behandelbar, wenn sie frischer sind. Frauen, die schwanger sind, sollten diesen Schritt dennoch erst nach der Geburt gehen, damit der Körper den Eingriff gut verträgt.

Solch eine Behandlung beim Arzt ist außerdem ziemlich kostenintensiv, da diese kosmetischen Behandlungen meist nicht von den Krankenkassen übernommen werden.

Behandlung mit Laser

Diese Behandlungen zur Entfernung der Schwangerschaftsstreifen sind effektiv, aber bringen auch Schmerzen mit sich. Der Laser dringt in die Hautschichten ein und durch Lichtimpulse entstehen minimal kleine Löcher, die die Neuentstehung von Bindegewebe stimulieren sollen. Es kommt zu einem natürlichen Heilungsvorgang und durch die Bildung von neuem Kollagen verbleichen Schwangerschaftsstreifen und die Wirkung der Haut ist straffer und positiv.

Das Prozedere erstreckt sich über mehrere Anwendungen, die in einem Abstand von 2 oder 4 Wochen stattfinden. Der Körper benötigt nach einer Sitzung eine Schonzeit von 1 Woche, da sich noch Rötungen und Schwellungen auf der Haut befinden können.

Direktes Sonnenlicht sollte vermieden werden. Die Nebenwirkungen halten sich in Grenzen.

Eine Sitzung kostet zwischen 50 und 100 Euro. Diese Behandlungen sollten erst nach der Geburt erfolgen, um die Mütter und die Kinder nicht unnötig zu belasten.

Mikrodermabrasion

Bei dieser Behandlung wird die obere Schicht der Haut durch Mikrokristalle abgetragen. Die Haut öffnet sich, um Wirkstoffe besser auszunehmen. Das wird so lange fortgesetzt, bis Blutpünktchen auf der Haut sichtbar sind, welche im Anschluss mit Salbe und Verbandsmaterial versorgt werden. Das hört sich nach Schmerzen an, ist aber in Wirklichkeit kaum wahrnehmbar.

Geht die Behandlung nicht tief genug, können die Schwangerschaftsstreifen eventuell nicht gründlich genug entfernt werden. Bei zu tiefer Behandlung kann es im schlimmsten Fall zu Verletzungen des tieferen Gewebes kommen. Die Behandlung sollte aus diesem Grund immer von einem Arzt begleitet werden.

Die Behandlungsdauer hängt von der Hautbeschaffenheit des Patienten ab. Eine Sitzung kostet zwischen 60 und 180 Euro. Nach einer Behandlung benötigt die Haut eine Ruhezeit von 3 Tagen und es sollten Sauna, Sonnenlicht und Schwimmen vermieden werden.

Microneedling

Es gibt eine Behandlung für Schwangerschaftsstreifen, die auch im heimischen Wohnzimmer angewendet werden kann, nämlich das Microneedling. Dabei sticht eine Walze, die mit kleinen Nadeln besetzt ist, minimale Löcher in die Haut. Das regt die Bildung von Kollagen an.

Im Anschluss wird ein Serum aufgetragen, welches die Heilung von Wunden und die Regeneration der Haut fördert.
Diese Behandlung hat aber keine besonders große Wirkung, daher wird sie nicht von jedem Arzt angeboten.

Es besteht das Risiko, Gewebe zu beschädigen oder Infektionen zu begünstigen, wenn solch eine Behandlung nicht professionell erfolgt.

Anwendung von Ultraschall

Diese Methode ist die sanfteste, um Schwangerschaftsstreifen zu entfernen. Die Schwingungen des Ultraschalles verursachen Zwischenräume im Hautgewebe, welche die Aufnahme von pflegenden und zellerneuernden Stoffen begünstigen. Der Vorgang des Stoffwechsels wird angeregt und die Durchblutung wird verbessert.

Es sind aber bis zu 10 Anwendungen notwendig, bis die ersten sichtbaren Erfolge auftreten. Eine Sitzung kostet ungefähr 30 Euro. Es gibt bereits verschiedene Ultraschallgeräte für den Hausgebrauch. Eine ärztliche Beratung ist trotzdem besser, denn jede Haut benötigt eine individuell auf ihre Bedürfnisse abgestimmte Behandlung.

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