Selbstreflexion und Selbstfindung: 1000 Fragen an mich selbst


Bloggen ist für mich mehr als die reine Weitergabe von Informationen oder Erlebnissen. Für mich bedeutet Schreiben auch reflektieren, nachdenken, verarbeiten. Für alle, die hier auf der Suche nach Erziehungstipps oder informellem Mehrwert stöbern, möchte ich gleich voraus schicken: Diese Texte sind rein für jene, die sich auch ein wenig für die Person hinter den Texten auf Rubbelbatz interessieren. Allen anderen empfehle ich, einfach einen anderen Beitrag anzuklicken.

1000 Fragen an mich selbst

Für Blogparaden und Aktionen, die mich mit anderen Bloggern vernetzen, finde ich ehrlich gesagt selten die Zeit. Diesmal möchte ich sie mir nehmen. Denn Johanna von Pinkepank hat angefangen, sich jede Woche 20 Fragen zu stellen – und ganz viele andere machen mit.

Sie hat in einer Ausgabe vom Flow-Magazin ein Beiheftchen gefunden, das mit 1000 kurzen Fragen zum Nachdenken, Reflektieren und Entwickeln anregen möchte. Johanna hat sich zunächst die Frage gestellt, wer sie denn eigentlich noch ist, abseits vom Mama-Sein. Das finde ich sehr spannend, denn in anstrengenden Zeiten mit Kind vergesse ich mich doch ab und an mal selbst. Sobald ich wieder Luft habe, tut es dann wahnsinnig gut, meine Lieblingssongs von früher wieder zu entdecken oder alte Freunde zu treffen.

Wer dieses 1000-Fragen-Heftchen momentan überall sieht und es auch gerne für sich selbst haben würde, der hat Glück: Auf unserer Facebook-Seite kannst Du bis Ende Februar eins gewinnen!

Weil ich mich kenne und niemals etwas wöchentlich für ein Jahr durchhalten werde, schon alleine unserer Reisepläne wegen, habe ich etwas anders portioniert: Jeden Monat gibt es einen Post mit über 80 Fragen (keine Sorge, die Antworten sind kurz).

Fragen und Antworten im Januar

1. Wann hast du zuletzt etwas zum ersten Mal gemacht?


Ich habe am Wochenende zum ersten Mal eine Geige gebaut und darauf gespielt.

2. Mit wem verstehst du dich am besten?

Mit einer Freundin von früher, mit der ich leider nicht mehr viel zu tun habe.

3. Worauf verwendest du viel Zeit?

Müde und erschöpft sein.

4. Über welche Witze kannst du richtig laut lachen?

Über den kleinen Alltagshumor meines Mannes. Ganz flache, wenig intellektuelle kleine Späße. Genau mein Humor.

5. Macht es dir etwas aus, wenn du im Beisein von anderen weinen musst?

Ja!

6. Woraus besteht dein Frühstück?

English Breakfast Tea. Einige Stunden später ein Müsli mit Obst.

7. Wem hast du zuletzt einen Kuss gegeben?

Meinem Sohn. Etwa 351 hintereinander.

8. In welchem Punkt gleichst du deiner Mutter?

Wir sind uns in vielen positiven wie negativen Charaktereigenschaften erschreckend ähnlich. Gleichzeitig sind wir in unseren Lebensentwürfen teilweise Welten voneinander entfernt.

9. Was machst du morgens als Erstes?

Mit meinem Sohn kuscheln. Ausgiebig. Wir bleiben in der Regel zwischen 15 und 60 Minuten liegen.

10. Kannst du gut vorlesen?

Mittlerweile ja. In der Schule war das mein Horrorszenario.

11. Bis zu welchem Alter hast du an den Weihnachtsmann geglaubt?

Bei uns in Bayern kam das Christkind. Ich kann mich nicht erinnern, wie und wann ich die Wahrheit herausfand.

12. Was möchtest du dir unbedingt irgendwann einmal kaufen?

Fällt mir nichts ein.

13. Welche Charaktereigenschaft hättest du gerne?

Spontane Kreativität. Ich bin der peinlichste Mensch, wenn ich sowas wie Improvisationstheater machen soll.

14. Was ist deine Lieblingssendung im Fernsehen?

Wir haben keinen Fernseher.

15. Wann bist du zuletzt in einem Vergnügungspark gewesen?

Da war ich wahrscheinlich etwa 19 Jahre alt.

16. Wie alt möchtest du gern werden?

Das ist mir eigentlich echt egal. Viel wichtiger ist mir, wie ich die Zeit, die ich habe, verbringe.

17. An welchen Urlaub denkst du mit Wehmut zurück?

Als ich Anfang 20 war, besuchte ich meine zwei besten Freundinnen in ihrem ERASMUS-Jahr in Frankreich. Zu der Zeit war ich (das einzige Mal in meinem Erwachsenenleben) Single.

18. Wie fühlt sich Liebeskummer für dich an?

Ich hatte seit der Pubertät keinen echten Liebeskummer mehr. Da war sowas natürlich immer das Ende aller Zeiten.

19. Hättest du lieber einen anderen Namen?

Nein.

20. Bei welcher Gelegenheit hast du an dir selbst gezweifelt?

Als mein Mann und ich ein Paar wurden. Ich hatte das Gefühl, mir selbst nicht mehr trauen zu können, wenn es um die Liebe ging. Er hat mir gezeigt, dass es möglich ist.

Wie alles begann

21. Ist es wichtig für dich, was andere von dir denken?

Das kommt auf die anderen an. Und auf das, was sie denken. Missverständnisse liegen mir schwer im Magen. Wenn andere allerdings meinen Lebensweg missbilligen oder mich nicht richtig finden, dann kümmert mich das nur, wenn es sehr enge Freunde oder Familienmitglieder sind.

45. Um wie viel Uhr stehst du in der Regel auf?

6:15 Uhr.

46. Feierst du immer deinen Geburtstag?

Eine richtige Feier hatte ich schon lange nicht mehr, aber mein Mann und ich feiern. Wenn es passt, feiere ich auch mit ein paar Freunden.

47. Wie oft am Tag bist du auf Facebook?

Mindestens 10 Mal.

48. Welchen Raum in deiner Wohnung magst du am liebsten?

Wir haben keine Wohnung.

49. Wann hast du zuletzt einen Hund (oder ein anderes Tier) gestreichelt?

In unserem Haus gibt es eine Katze. Eine ziemlich dicke Katze, die sich selten putzt. Trotzdem zwingt mein Sohn mich manchmal, sie anzufassen…

50. Was kannst du richtig gut?

Streiten.

51. Wen hast du das erste Mal geküsst?

Er hieß Tobi und ich war 13. Italienurlaub. Danach haben wir uns nicht wieder gesehen.

52. Welches Buch hat einen starken Eindruck bei dir hinterlassen?

„Schlafes Bruder“ von Robert Schneider.

53. Wie sieht für dich das ideale Brautkleid aus?

Viel Spitze, kein Glitzer, A-Form, rückenfrei. Ich hatte es schon an. Leider ist die Hochzeit ja dann geplatzt.

54. Fürchtest du dich im Dunkeln?

Ja. Aber nicht überall. In meinem Elternhaus habe ich nach wie vor manchmal Angst. Und in der Umwelt-Klinik im Bayerischen Wald, in der ich mal war. Eines Nachts hatte ich dort einen Traum, der sich wahnsinnig echt anfühlte. Ich lag in meinem Krankenhausbett und der Mond schien durch die Fenster herein. Es war wahnsinnig hell und als ich neben mich blickte, saß auf dem Stuhl direkt an meinem Kopfende ein alter Mann. Ich erschrak wahnsinnig und wachte sofort auf. Was ich dann sah, war noch viel angsteinflößender: Der Raum, der Stuhl, der Mondschein, mein Bett. Alles war EXAKT wie in meinem Traum. Nur der alte Mann saß dort nicht mehr.

Später erfuhr ich, dass dieses Gebäude schon sehr, sehr alt war und früher ein „richtiges“ Krankenhaus war, das vermutlich nicht jeder wieder lebend verlassen durfte.

55. Welchen Schmuck trägst du täglich?

Meinen Ehering. Sonst trage ich so gut wie nie Schmuck.

56. Mögen Kinder dich?

Ja.

57. Welche Filme schaust du lieber zu Hause auf dem Sofa als im Kino?

Fast alle.

58. Wie mild bist du in deinem Urteil?

Nicht sehr. Ich habe eine starke Meinung und hohe Ansprüche an mich selbst. Ich neige dazu, diese Ansprüche schnell auch auf andere zu übertragen. Allerdings ist mir das bewusst und ich gebe mir größte Mühe, das nicht zu tun.

59. Schläfst du in der Regel gut?

Früher, ja. Jetzt bin ich Mutter.

60. Was ist deine neueste Entdeckung?

Geistheilung.

61. Glaubst du an ein Leben nach dem Tod?

Ich bin unentschlossen. Der Gedanke, dass danach einfach nichts kommt macht mir allerdings große Angst.

62. Auf wen bist du böse?

Auf niemanden. Von Groll halte ich nichts.

63. Fährst du häufig mit öffentlichen Verkehrsmitteln?

Wir haben keine öffentlichen Verkehrsmittel auf dem Land.

64. Was hat dir am meisten Kummer bereitet?

Die Trennung von meinem Ex-Freund vor 10 Jahren.

65. Bist du das geworden, was du früher werden wolltest?

Nein. Ich wollte Lehrerin werden. Aber zumindest hab ich Lehramt studiert.

66. Zu welcher Musik tanzt du am liebsten?

Elektro.

67. Welche Eigenschaft schätzt du an einem Geliebten sehr?

Selbstbewusstsein.

68. Was war deine grösste Anschaffung?

Ein Laptop.

69. Gibst du Menschen eine zweite Chance?

Ja.

70. Hast du viele Freunde?

Es gibt viele Menschen, die ich mal sehr gut kannte und die ich immer noch mag – aber wenig sehe bzw. den Kontakt verloren habe. Ich bin echt nicht gut im Kontakt halten zu Menschen, die nicht in meiner unmittelbaren Nähe wohnen. Das bedeutet allerdings nicht, dass ich diese Menschen nicht nach wie vor ins Herz geschlossen habe.

71. Welches Wort bringt dich auf die Palme?

72. Bist du schon jemals im Fernsehen gewesen?

Ja. Vor kurzem waren wir als Begleitpersonen bei „Zwei Minuten, zwei Millionen“ (die österreichische Version von „Höhle des Löwen“) zu sehen.

73. Wann warst du zuletzt nervös?

Vor dem Wiedersehen mit einer sehr guten Freundin aus Grundschulzeiten.

74. Was macht dein Zuhause zu deinem Zuhause?

Meine Familie und ein Laptop mit Internetanschluss.

75. Wo informierst du dich über das Tagesgeschehen?

Über den Newsfeed auf dem Smartphone.

76. Welches Märchen magst du am liebsten?

Undine.

77. Was für eine Art von Humor hast du?

Ich kann gut mit Ironie, aber auch mit ganz flachem Humor.

78. Wie oft treibst du Sport?

Viel zu selten.

79. Hinterlässt du einen bleibenden Eindruck?

Bei manchen Menschen sehr, ja.

80. Auf welche zwei Dinge kannst du nicht verzichten?

Laptop und Yogamatte.

81. Was würdest du tun, wenn du fünf Jahre im Gefängnis sitzen müsstest?

Texte schreiben.

82. Was hat dich früher froh gemacht?

Zeit mit meinen Freunden.

83. In welchem Outfit gefällst du dir sehr?

Ich bin echt nicht so der Outfit-Typ.



Alle Kommentare (3)

    Vielen Dank für diese spannenden Zeilen. Ich finde es sehr schön, dass Du mir soviel Einblick in Dein Leben gibst und Du so viele Informationen mit Deinen Lesern teilst. Mir macht es immer noch mehr Spaß Blogs zu lesen, wenn ich die Person im Hintergrund etwas kenne und einschätzen kann.

    Liebe Grüße Julia

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