Die ersten Tage nach der Geburt: Eine Woche zu Dritt


11 Tage ist es jetzt her, dass unser Benjamin seinen ersten Schrei losgelassen hat, und gestern vor einer Woche haben wir uns mit ihm im Maxi-Cosi auf den Weg nach Hause gemacht. Für die ersten Tage nach der Geburt hatten wir noch keinen konkreten Plan, wie wir uns zuhause organisieren sollten. Zum Glück hat hat sich mit der Ankunft daheim eine Eigendynamik entwickelt, über die cih nur sehr froh sein kann. Seitdem versucht nämlich mein Mann sein bestes, die Wohnung begehbar zu halten und mich bestmöglich zu versorgen. Meine Hauptaufgabe ist es, den kleinen Prinzen zu ernähren und ausgiebig mit ihm zu kuscheln.

 

Die erste Nacht zu Hause

Zuhause angekommen, war ich einfach nur heilfroh, unsere gewohnte Umgebung wieder zu haben. So schön es auch war im Familienzimmer, die eigenen vier Wände kann doch nichts ersetzen. Meine Mama hatte uns schon vorgewarnt, dass Babys anfangs oft sehr unruhig sind, wenn sie aus dem Krankenhaus nach Hause kommen. Doch zunächst war bei unserem Milchprinzen davon nichts zu merken. Kaum angekommen, wollte er natürlich seine Portion flüssige Nahrung und hat dann wie immer friedlich geschlummert. Erst nachts hat sich die Ankündigung meiner Mama bestätigt. Im Gegensatz zu den Nächten vorher war er plötzlich sehr unruhig und hat sogar geweint. Es sei allerdings dazu gesagt, dass viele Eltern über seine nächtliche Schreiphase wahrscheinlich noch sehr glücklich wären: er hat von 24 bis 2 Uhr immer mal wieder geschrien und geweint, dann aber bis zum nächsten Morgen um 10 Uhr durchgeschlafen – Stillpausen natürlich ausgenommen.

 

Der „neue Alltag“ mit Baby

Schon in der nächsten Nacht war er wieder ganz er selbst und hat geschlafen wie Dornröschen. Daran hat sich auch bis jetzt wenig geändert. Es gibt drei Gründe, warum er quengelig wird, zwei davon lassen sich relativ schnell beheben: Der Hunger steht immer an oberster Stelle steht, sobald er aufwacht. Wenn Mama dann nicht relativ schnell zur Stelle ist, gibt es Gebrüll. Wenn er danach immer noch weint, hat er die Windeln voll. Auch das ist schnell gelöst.

Wenn beide Gründe ausgeschlossen sind, er aber trotzdem schreit, hat er meistens Blähungen. Da ist es ein wenig schwieriger, ihm zu helfen. Am besten hilft im Prinzip Stillen. Das regt wohl auch die Darmtätigkeit an und befördert alles schneller zu Tage. Ansonsten kann man ihn ganz gut unterstützen, indem man Gegendruck zu seinen strampelnden und nach Halt suchenden Füßchen aufbaut oder ihn auf dem Bauch auf meine Brust legt. Auch ein Körnerkissen haben wir probiert, bisher ohne durchschlagenden Erfolg. Nachdem er die Blähungen erfolgreich beseitig hat, freut sich immer der Papa über das „Paket“. (Ich bewundere wirklich, wie man nachts aus dem Tiefschlaf geweckt wird, um seinem Sohn den Popo zu säubern und ihn dabei noch derart verliebt ansehen und liebkosen kann!)

die ersten Tage nach der Geburt

Ans Wochenbett gefesselt

Momentan muss ich noch hauptsächlich liegen, deshalb kümmert sich mein Mann um wirklich alles, was mit gehen, stehen, tragen, wickeln, kochen, einkaufen, spazieren gehen, etc. etc. zu tun hat. Das macht er wirklich super und ich bin ihm so unendlich dankbar. Obwohl seine Kochkünste üblicherweise nur sehr selten zum Vorschein kommen und für ihn selbst vor allem Pizza, Pesto und Co. auf den Tisch kommen würden, macht er sich die Mühe, Salate, Gemüsesauce oder mit Quinoa gefüllte überbackene Paprika für mich zu zaubern. Nicht mal mein Müsli zum Frühstück muss / darf ich mir selbst machen, er bringt es mir ans Bett. Hört sich beneidenswert an? Ich bin wirklich unendlich dankbar für alles, was er macht, aber leicht fällt es mir nicht, mich so „bedienen“ zu lassen und selbst so gar nichts machen zu können. Ich freue mich wirklich, wenn ich ihn (hoffentlich sehr bald) endlich wieder unterstützen kann!

 

Bis dahin widme ich meine Aufmerksamkeit hauptsächlich dem Kleinen, allerdings schläft der ja die meiste Zeit…

Alle Kommentare (1)

    Ich bewundere euch und freu mich jedes Mal über eine Kleine Geschichte aus eurem Leben!
    Ich wünsch euch weiterhin ganz viel Gesundheit, Geduld und Freude zu Dritt!
    Liebe Grüße vom anderen Ende Deutschlands
    Franzi

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