Hanna-Day: Mein Mann gibt sich Mühe


Schwanger zu sein und zu arbeiten ist manchmal ganz schön viel. Nicht nur körperlich, sondern vor allem mein Kopf kommt oft nicht hinterher. Es verändert sich so viel in unserem Leben und gleichzeitig weiß ich nicht genau, was uns erwartet. Meinem Mann geht es da natürlich genauso. Die Zeit für uns als Paar bleibt dabei manchmal etwas auf der Strecke in letzter Zeit.

IMG_3856Nicht so in dieser Woche: mein Mann hat sich richtig ins Zeug gelegt mit einem Hanna-Day! Weil er der Meinung war, dass ich das verdient habe, hat mein treusorgender Ehemann einen kompletten Überraschungstag für mich durchorganisiert. Gleich früh morgens die erste Überraschung: er ist mit mir aufgestanden. Eher ungewöhnlich für einen Samstag und die Tatsache, dass er zu diesem Zeitpunkt erst 4 Stunden im Bett war.

Nächste Station: eine total coole Frühstückskneipe im Prenzlauer Berg, wo ich zwischen Rührei-, Pfannkuchen-, Obst- oder traditionellem Frühstück wählen konnte. Wir haben uns für Rührei, Pfannkuchen und Obst mit Joghurt entschieden. Richtig lecker. Und richtig viel.

Danach ging’s ab in den Biomarkt, wo ich mir alles einpacken sollte, was ich mir für ein potentielles Picknick wünschen würde. Picknick? Immerhin waren es nicht mal 10°C draußen und von Sonne auch keine Spur. Aber er wird schon wissen, was er tut. (Dazu muss gesagt werden, dass mir diese Haltung uuuunglaublich schwer fällt – Überraschung an sich ist für mich ein schwer zu ertragendes Konzept. Und dann einen kompletten Tag lang!)

Dann erst mal nach Hause und ab auf die Couch. Zu dem Zeitpunkt war mein Energielevel nämlich schon ziemlich im Keller, wie so oft in letzter Zeit. So habe ich auch gar nicht mitbekommen, dass er in der Zwischenzeit das Haus verlassen und getankt hat. Auch nicht von der anschließenden Autofahrt oder dass unser Kofferraum vollbepackt war mit Bademantel, Handtüchern und Co. Es ging nämlich ab ins Saunadorf nach Wendisch Rietz – das liegt im tiefsten Brandenburg.

Hauptsächlich im Freien kann man hier von Saunahütte zu Saunahütte oder einfach nur im schön warmen Pool chillen. Klingt perfekt? Glaubt mir, auch das kann einen als hormongesteuerte, dauerfertige Schwangere noch zum Weinen bringen. Als ich nämlich nach zwei Saunagängen nirgends etwas zu trinken oder eine Liege zum Ausruhen bekommen konnte, war ich den Tränen nahe. Nein, ich geb’s zu, ich hab im Saunadorf geweint, weil ich so k.o. war. Nachdem aber auch diese Katastrophe durch meinen Mann erfolgreich abgewendet werden konnte (er hat eine Flasche Wasser und eine Liege besorgt), ging’s genauso schnell wieder bergauf und ich konnte mal richtig abschalten.

Diese Momente zu zweit werden nach der Geburt vermutlich seltener werden, daher versuche ich, sie jetzt noch auszukosten. Vielen Dank an meinem Liebsten für dieses tolle Erlebnis!

 

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