Bester Zeitpunkt zum Vater werden

bester Zeitpunkt zum Vater werden

Vater werden ist nicht schwer. Nur wenn man sich erst einmal ernsthaft fragt, wann der richtige Moment dafür ist, dann wirds schwierig! Heute, nächstes Jahr, in 10 Jahren oder doch lieber nie?

Vielleicht bin ich einer der wenigen, die der Meinung sind, sie haben den besten Zeitpunkt zum Vater werden erwischt. Eine klare rationale Begründung gibt es für meine Meinung leider nicht, aber ich habe mir trotzdem ein paar Leitfragen dazu gestellt:

Stehe ich fest im Berufsleben und kann meinem Kind alles bieten, was es braucht?

  • Nein, schließlich habe ich nach meinem Studium jetzt erst ein halbes Jahr meiner 12-monatigen Ausbildung hinter mir. Mein bisheriges Ausbildungsgehalt ist nun nicht gerade dafür ausgelegt, ein Leben mit Kind und Kegel und als Vater zu führen. Wenn meine Ausbildungszeit vorüber ist im Sommer, weiß ich noch nicht genau wie es mit mir weitergeht. Von Planungssicherheit kann ich also nocht nicht reden. Aber was sicher ist, das ist die Geburt unseres Kindes im Sommer und die damit verbundene Vaterschaft. Das ist natürlich kein zeitlicher Jackpot aber an Langeweile soll es mir dann zumindest nicht fehlen.

 

Fühle ich mich bereit dafür, als Vater Verantwortung für ein kleines Wesen zu übernehmen?

  • Ich bin mir auf jeden Fall bewusst, dass ich bisher ein wirklich tolles, abwechslungsreiches Leben mit wilden Phasen, sowie Höhen und Tiefen führen konnte. (Manchmal vielleicht auch etwas zu wild!) Aber genau diese Momente sind es, vor denen man Angst hat, sie nicht festhalten zu können und letztlich zu vermissen. Die Freiheit einfach zu tun, worauf man Lust hat – ohne Rücksicht auf Verluste. Das ist vielleicht das größte Opfer, welches man als werdender Vater bringt. Vielleicht kennen einige von euch noch die Bedenken, die man als Mann hat, bevor man sich dazu entscheidet, mit der Freundin zusammenzuziehen? Kompromisse, die man bereit sein muss, einzugehen: den Klodeckel immer unten lassen, regelmäßig Staub saugen, Spülmaschine ausleeren, Tisch decken, Tisch abräumen und überhaupt immer proaktiv sein und mitdenken! Alles Faktoren, die nichts anderes heißen als: „Du kannst nicht mehr tun und lassen, was Du willst, wann Du willst und vor allem kannst Du es nicht mehr sein lassen, weil Du es nicht willst“! Und warum? Tja, man muss sich dazu entscheiden, Verantwortung für ein WIR zu übernehmen, wo bis dahin nur das ICH dominiert hat. Nun, die gleichen Bedenken kommen noch einmal auf euch zu, wenn die Sache mit dem Nachwuchs ernst wird.

Interessanterweise stehe ich mit meinen Gedanken alles andere als alleine da wie ich der folgenden Statista-Infografik zum Thema „Vater werden“ entnehmen kann:
Statistik: Wann denken Sie ist der richtige Zeitpunkt, zum ersten Mal Vater zu werden? | Statista
Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

Wird das Kind unsere Beziehung verändern oder belasten?

  • Auf jeden Fall wird ein Kind die Beziehung verändern. Es liegt jedoch schon an der eigenen Einstellung, in welche Richtung diese Entwicklung wohl gehen soll. Sicherlich wird ein Kind auch die ein oder andere Beziehung gerettet haben aber ich denke, dass dies nicht sehr oft vorkommt, wenn vor der Geburt des Kindes die Beziehung eher einer Krise als einer Partnerschaft gleicht. In diesem Punkt muss ich ganz ehrlich sagen, dass ich ungeheures Glück habe mit der Frau an meiner Seite. Wenn ich mir überhaupt ein Leben mit Kind und Familie vorstellen möchte, dann nur mit Ihr. Was jetzt total weichgespült klingen mag, ist zumindest für mich ein Zeichen dafür, dass ein Kind nur eine Frage der Zeit war und die logische Konsequenz für unsere bisherige Beziehung. Als Paar haben wir schon super harmoniert, dann werden wir auch die Herausforderung als Eltern super meistern. Klar wird der Alltag einen neuen Mittelpunkt bekommen. Stress, Schlafdefizite, abgewrackte Nerven und das viele Mehr an TO-DOs im Haushalt sind auch nicht gerade als Aphrodisiakum bekannt. Dann gibt es ja auch schon jetzt vor der Geburt, die Angst der Mutter, dass sich ihr Körper durch die Schwangerschaft stark verändert und nicht mehr attraktiv in meinen Augen ist. Aber das kann und will ich mir einfach gar nicht vorstellen! Und wenn das auch alles auf die Beziehung einprasseln wird, dann ist vielleicht das Kind eine mögliche Ursache, arbeiten kann man dann aber nur an den Symptomen.

 

Was ich allen Männern sagen kann, die sich die Frage stellen, wann sie am besten Vater werden sollen: In der Theorie wird es NIE den richtigen Moment dafür geben! Ihr werdet vermutlich immer Gründe finden, warum ihr eure Unabhängigkeit nicht gegen ein Kind eintauschen wollt. Das ist auch in Ordnung so und zeugt davon, dass sich manch einer reflektiert mit seiner gegenwärtigen Situation auseinandersetzt. Wie man lesen konnte, sind auch mir Gründe bekannt, die vermutlich gegen ein Kind sprechen. Aber die sind mir ehrlich gesagt auch total egal, seit ich weiß, dass ich Vater werde. „Hätte, Wenn und Aber“ hat wohl kaum jemanden wirklich glücklich machen können. Für mich zählen einfach nur die Fakten, dass ich eine tolle und stabile Beziehung zu meiner Frau habe und wir uns beide sehr auf das Kind freuen. Damit sind für mich auch schon die besten Voraussetzungen erfüllt. Außerdem werde ich ja auch nicht jünger und hab Bock auf das Abenteuer Kind! Und nichts anderes zählt!


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