Stoffwindeln im Test: Übersicht der besten Baby-Windeln aus Stoff

Stoffwindeln Test | Wer anfängt, sich mit dem Thema Stoffwindeln zu beschäftigen, wird plötzlich feststellen, dass es eine schier endlose Anzahl an Herstellern, Arten und Designs gibt. Auch wir hatten anfangs das Gefühl, dass ein Überblick schier unmöglich erscheint. Letztendlich lassen sich die Stoffwindeln doch nach Kategorien und Arten unterscheiden und einteilen. Zum Thema “Stoffwindeln oder Wegwerfwindeln” haben wir ja bereits klar Stellung bezogen. Weil wir einfach Spaß daran haben, verschiedene Produkte mit unserem Kleinen auszuprobieren (zum Beispiel unser Test zu den besten Babytragen), haben wir uns auch bei den Stoffwindeln durch eine Vielzahl an Systemen probiert. Manche Windeln haben wir neu gekauft, manche gebraucht. Heute möchten wir für alle, die vielleicht überlegen, ebenfalls mit Stoff zu wickeln oder einfach neugierig sind, was es so an Systemen gibt, ein Fazit ziehen und festhalten, welche Windeln wir wann benutzen. Denn hier gibt es wirklich große Unterschiede.

Vergleich der Stoffwindeln im Test

Damit man das besser einschätzen kann, haben wir mit unserer Stoffwindel-Erfahrung eine Übersicht angefertigt, wo jede Stoffwindel ihre Stärken und Schwächen offenbart.

Modell Windel-

manufaktur

gNappies / gDiapers
Little gPants
Totsbots Bamboozle Popolini UltraFit Organic TotsBots Easyfit Milovia Microfleece Bambino Mio

Miosolo

Disana Strickwindeln Mullwindeln
Preis ca. 70€ ca. 30€ ca. 20€ ca. 16€ ca. 25€ ca. 25€ ca. 23€ ca. 3€ ca. 3€
Nachtgeeignet ✓✓✓ ✓✓ ✓✓ ✓✓ ✓✓
Für unterwegs ✓✓ ✓✓✓ ✓✓✓
Sehr saugfähig und dadurch auslaufsicher ✓✓✓✓ ✓✓✓ ✓✓✓ ✓✓✓ ✓✓
Viel Bewegungsfreiheit ✓✓ ✓✓✓ ✓✓✓ ✓✓✓
Umweltfreundlich durch wenig Wäsche ✓✓✓ ✓✓✓
Schnell trocknend ✓✓ ✓✓ ✓✓✓ ✓✓✓ ✓✓✓
Hübsches Design ✓✓✓✓ ✓✓✓ ✘✘
Natürliche Materialien ✓✓✓ ✓✓ ✓✓✓ ✓✓✓ ✓✓ ✓✓✓ ✓✓✓
Einfache Handhabung ✓✓ ✓✓✓ ✓✓ ✓✓✓ ✓✓ ✘✘ ✘✘
Funktionsweise Knöpfe Klett Klett Klett Klett Knöpfe Klett Schnüre
Preis und Verfügbarkeit im Shop prüfen
Angebot Prüfen Angebot Prüfen Angebot Prüfen Angebot Prüfen Angebot Prüfen Angebot Prüfen Angebot Prüfen Angebot Prüfen Angebot Prüfen
Unsere Erfahrung Direkt zum Testbericht Direkt zum Testbericht Direkt zum Testbericht Direkt zum Testbericht Direkt zum Testbericht Direkt zum Testbericht Direkt zum Testbericht Direkt zum Testbericht Direkt zum Testbericht

 

Allgemeine Fragen und Infos über Wickeln mit Stoffwindeln

Auch wenn sie für uns gar nicht mehr wegzudenken sind, Wegwerf-Windeln gibt es tatsächlich erst seit den 1960er Jahren. Vorher wurden entweder gar keine Windeln benutzt (s. windelfrei) oder Stoffwindeln, die zur Desinfektion ausgekocht wurden. Heute sind Stoffwindeln eher als alternativ und nicht-standard angesehen.

Warum Stoffwindeln nutzen und keine Wegwerfwindeln?
Was kosten Stoffwindeln?
Sind Stoffwindeln kompliziert in der Handhabung?
Wieviele Stoffwindeln braucht man?

Arten von Stoffwindeln

1. All-in-One Stoffwindeln
2. Zweiteilige Stoffwindeln
Dreiteilige Stoffwindeln

 

Stoffwindel Materialien

Außerdem unterscheiden sich die Stoffwindeln im Material, aus dem sie bestehen. Grundsätzlich gibt es solche, die (teils) aus Polyester bestehen und solche, die nur aus atmungsaktiveren natürlichen Stoffen genäht sind (z.B. Baumwolle, Bambusfaser, Hanffaser) Fast alle greifen allerdings mindestens auf das PUL Polyester zurück. Eine Ausnahme bilden solche Systeme, die mit Wollwalk arbeiten. Dieses Material ist zwar teurer, aber genauso wasserabweisend und aus reiner Schurwolle hergestellt.

 

Stoffwindeln Test: Die besten Windeln aus Stoff

Windelmanufaktur-Windel: Unsere erste Stoffwindel

Art: Dreiteilige Stoffwindel

Größen: Außenwindeln in 2 Größen: 4-11 kg / 9 – 19 kg

Vorteile
  • richtig, richtig schick; Windel mit Kult-Status
  • umwelt- und wäschefreundlich
  • natürliche Materialien, super atmungsaktiv
  • hoher Wiederverkaufswert
Nachteile
  • mäßig saugfähig, teils undicht
  • etwas kompliziert in der Handhabung
  • Tragekomfort ‘nur’ in Ordnung

 

Stoffwindel Windelmanufaktur

Windelmanufaktur Windel Stoffwindel

 

Die Windel der Windelmanufaktur war unsere erste Stoffwindelanschaffung. Der Rubbelpapa hat sich eines nachts hingesetzt und sich ausgiebig in das Thema Stoffwindeln eingelesen. Im Anschluss hat er bei der Windelmanufaktur bestellt. Wir haben uns einfach sofort in das Design verliebt und wollten die Windel unbedingt ausprobieren. Ein Testpaket mit einer Überwindel, zwei Innenwindeln und vier Einlagen kostet stolze 75 EUR. Ein All-Inclusive-Paket dann über 500 EUR. Der Ferrari unter den Stoffwindeln sozusagen. Das hört sich erst einmal viel an, allerdings kann man diese Windeln nach der Wickelzeit super wieder weiterverkaufen. Sie erzielen im 2.Hand-Verkauf bis zu 75% des Neupreises und sind stark begehrt.

Der Gedanke hinter der Windelmanufaktur-Windel ist wirklich super: Die Windel ist aufgebaut wie eine Wegwerf-Windel. Die Innenwindel, die in die Außenwindel aus Baumwolle geknöpft wird, ist aus wasserdichtem, aber atmungsaktiven PUL-Polyester oder Wollwalk. Sie legt sich durch größenverstellbare Gummizüge möglichst nah am Beinchen des Babys an. In der Innenwindel liegt der Saugkern, der je nach Bedarf variiert werden kann und aus natürlichen Materalien wie Baumwolle, Hanf oder Bambus-Viskose besteht. Die Außenwindel kann dadurch viele Male verwendet werden. Gewaschen werden müssen lediglich die Einlagen. Das erspart viele Ladungen Wäsche. Dadurch, dass die Windel hauptsächlich aus natürlichen Materialien besteht, ist sie atmungsaktiv und verhindert oft, dass das Baby in der Windelregion Hautprobleme bekommt.

Die Praxis hat bei uns folgendes gezeigt: Die PUL-Innenwindel ist an sich wirklich dicht, d.h. sie hält z.B. den Muttermilch-Stuhl super drin. Leider sind wir trotzdem auch nach vielen Versuchen nicht so richtig mit der Windel zurechtgekommen. Egal, wie wir sie angelegt haben und wie viele Einlagen, spätestens nach dem zweiten Mal pinkeln war die Außenwindel und teils der Body nass. Das liegt aber meiner Meinung nach weniger am PUL der Innenwindel, sondern daran, dass der Rubbelbatz einfach oben rauspinkelt – das ist auch bei den ähnlich aufgebauten g-diaper Windeln anfangs passiert. Wie genau er das macht? Keine Ahnung. Wir waren jedenfalls richtig traurig, dass wir diese Premium-Windel so selten verwenden konnten. Mittlwerweile ist ihm die hübsche Außenwindeln nämlich fast zu eng und wir müssten die größere Version kaufen.

Wichtig beim Anlegen der Windelmanufaktur-Windel ist, dass der Gummizug der Innenwindel richtig am Beinchen des Babys anliegt – am besten man schaut sich dazu ein Video an.

Fazit
Die Stoffwindeln der Windelmanufaktur sind unserer Meinung nach mit Abstand die schönsten. Das Material und die Verarbeitung sind extrem hochwertig und überzeugen durch ein tolles Design. Bei den meisten funktionieren die Windeln übrigens super, nur für manche Babys sind sie wohl aus irgendeinem Grund nicht geeignet. Wer aber einmal auf den Geschmack gekommen ist, der will in der Regel mehr – die Windelmanufaktur hat mittlerweile einen regelrechten Kultstatus erreicht und die Sonderanfertigungen sind zurecht heiß begehrt.

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gNappies / gDiapers Little gPants: Perfekte Windel für zu Hause

Art:: Dreiteilige Stoffwindel

Größen: Außenwindeln in 3 Größen: S, M, L

Vorteile
  • umwelt- und wäschefreundlich
  • natürliche Materialien, super atmungsaktiv
  • hoher Tragekomfort
  • einfach in der Handhabung
Nachteile
  • anfangs teils undicht
  • sehr schlichtes Design

 

 

gDiapers Stoffwindel

Stoffwindeln gNappies

Das Prinzip der gNappies entspricht eigentlich dem der Windelmanufaktur: in eine Außenwindel aus Baumwolle wird eine Innenwindel aus PUL geknüpft, die die Saugeinlagen an Ort und Stelle hält. Die im Testpaket enthaltenen Einlagen sind allerdings um einiges saugfähiger als die der Windelmanufaktur – weil nicht zu 100% aus biologisch abbaubaren Materialien. Das Testpake kostet hier 76 EUR und enthält zwei Außenwindeln, drei Innenwindeln und 8 verschiedene Einlagen. Es ist also deutlich günstiger als das der Windelmanufaktur. In der Optik haben die gNappies natürlich das Nachsehen. Dafür sind sie um einiges einfacher in der Anwendung, sie werden im Prinzip relativ lose um Baby’s Bauch gelegt – das sorgt auch für weniger Druckstellen und einen höheren Tragekomfort für den Kleinen. Leider hatten wir lange auch hier dasselbe Problem wie mit der Windelmanufaktur-Windel: der Rubbelbatz schafft es, oben oder seitlich rauszupinkeln.

Mit der Zeit, also je größer er wurde, hat sich das Problem erübrigt, allerdings nutzen wir die gNappies trotzdem meist zu Hause, wo wir ihn bei entsprechenden Unfällen gleich umziehen können. Durch die Tatsache, dass der Klettverschluss nach hinten geschlossen wird, haben die gNappies bei mir in den letzten Wochen, seit unser Baby sehr mobil ist uns sich sofort auf den Bauch dreht, wirklich Punkte sammeln können: man kann sie auch anlegen, wenn er nicht auf dem Rücken liegt.

Für uns reichen die beiden Überhosen aus Baumwolle und die drei Innenwindeln aus PUL aus dem Testpaket aus. Als Einlagen verwenden wir häufig einfache Mullwindeln oder auch die richtigen gDiaper Einlagen aus dem Testpaket. Gewechselt wird zu Hause immer, wenn er nass ist. Die Mullwindeln trocknen wir meistens und verwenden sie mehrere Male (natürlich nicht, wenn doch mal ein großes Geschäft drin landet). Die Innenwindel aus PUL waschen wir nur, wenn sie wirklich verunreinigt ist, genauso die Überhose. Noch passt dem Rubbelbatz (jetzt ca. 9kg und über 70cm) die Größe M (5-11 kg), der Nachfolger in Größe L (10-16 kg) liegt allerdings schon bereit, denn wenn er noch ein bisschen wächst, sind ihm die M zu klein. Insgesamt passen die aber sehr lange. Größe S (3-5,5 kg) haben wir komplett übersprungen, da der Rubbelbatz schon mit 4,5kg zur Welt gekommen ist.

Fazit
Der größte Vorteil bei den gNappies liegt vor allem in der praktischen Handhabung, welche es uns zulässt, das Baby auch stressfrei zu wickeln, wenn der Rubbelbatz auf dem Bauch liegt. Auch, dass sie mit so vielen Einlagen kompatibel sind, machen sie zu einer richtigen Geheimwaffe für schnelle Umsetzungen. Die gDiapers sind für uns die Investition wert und wir verwenden sie täglich. Wirklich super System!

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Totsbots Bamboozles: Die Wunderwaffe für die Nächte

Art: Zweiteilige Windel / Höschenwindel

Größen: One-Size, verstellbar mit Druckknöpfen

Vorteile
  • hoher Tragekomfort
  • sehr hohe Saugfähigkeit
  • kein Auslaufen
  • einfach in der Handhabung
Nachteile
  • sehr dickes Windelpaket
  • braucht lange, um zu trocknen
  • viel Wäsche

 

Stoffwindel Totsbots bamboozle

totsbots bamboozles

In der ersten Zeit haben wir nachts noch Pampers benutzt, weil die Stoffwindeln immer ausgelaufen sind und wir ein nasses Bett hatten. Auf der Suche nach einer Stoffwindel, die auch für die Nacht geeignet ist, sind wir auf die Totsbots Bamboozles Windel gestoßen. Es handelt sich hier um eine Höschenwindel aus Bambusfasern, für die man zusätzlich eine Überwindel aus PUL oder Schurwolle braucht. Die Totsbots Bamboozles hat eine zusätzliche Saugeinlage, die ebenfalls aus Bambus-Viskose besteht, aber auch das Höschen wird komplett als Saugkern genutzt. Bambus-Viskose braucht sehr lange, um zu trocknen, ist dafür aber auch besonders saugfähig. Diese volle Saugfähigkeit erreicht sie übrigens erst nach ca. 10 Waschgängen.

Durch die Kombination aus Überhöschen und Höschenwindel ist ein Auslaufen praktisch unmöglich. Allerdings muss dann auch die komplette Windel, nicht nur die Saugeinlage gewaschen bzw. getrocknet werden. Am Babypopo liegt dafür ausschließlich weicher, bequemer Saugkern an und die Windel ist super schnell angelegt. Einen Minuspunkt für Höschenwindeln im Allgemeinen gibt es: das Windelpaket wird sehr dick, was zum einen zu Problemen mit der Kleidung führen kann (Höschen passen ggf. nicht mehr), zum anderen ist die Bewegungsmöglichkeit des Babys stark eingeschränkt.

Aus diesem Grund, und weil wir tagsüber versuchen, seine Windel trocken zu halten und deshalb einen kleineren Saugkern (weniger Wäsche) wie bei der gDiaper Windel bevorzugen, setzen wir die Bamboozle nur nachts ein. Da dafür umso lieber. Wir wechseln zwar meist um ca. 4 Uhr morgens einmal seine Windel, die dann schon realtiv nass ist, allerdings hält die Bamboozle auch die komplette Nacht, ohne auszulaufen.

Neben der One-Size Version gibt es die Bamboozles Windel übrigens auch noch in einer Newborn (2-8 kg) und einer XL-Variante (8-20kg)

Fazit
Dank ihrer Saugkraft und ihr Material können sie wirklich sehr viel Flüssigkeit aufnehmen.Die Bamboozles sind zwar relativ teuer, dafür haben wir jetzt endlich ruhige Nächte, auch ohne Wegwerf-Windeln.

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Popolini UltraFit Organic: Nachts auf der Ersatzbank

Art : Zweiteilige Windel / Höschenwindel

Größen: One-Size, verstellbar mit Druckknöpfen

Vorteile
  • Hoher Tragekomfort
  • Gute Handhabbarkeit
  • sehr saugfähig
  • aus reiner Bio-Baumwoll
Nachteile
  • dickes Windelpaket
  • viel Wäsche
  • schwache Klettverschlüsse

 

Popolini Ultra Fit Organic Stoffwindel

Popolini Ultra Fit Organic

Popolini Wool Wrap Stoffwindel

Da die Totsbots Bamboozles nicht gerade günstig sind, haben wir die Popolini UltraFit als zweite Windel für die Nacht. Ersparnis pro Windel: ca. 6 EUR. Und die Popolini UltraFit gibt’s sogar aus Bio-Baumwolle. Die Höschenwindel wird mit Klett geschlossen und ist durch Druckknöpfe größenverstellbar. Während bei der Totsbots Bamboozle die extra Saugeinlage per Druckknöpfen befestigt ist, wird sie bei der Popolini UltraFit nur lose hineingelegt. Das ist aber eigentlich auch kein Problem, spätestens wenn die Windel dran ist, verrutscht da nichts mehr. Allerdings ist die Baumwolle, aus denen sie bestehen, weniger saugfähig als die Bambusfaser der Totsbots Bamboozle. Sie hält zwar im Zweifel trotzdem die ganze Nacht, ohne auszulaufen, aber fühlt sich sehr, sehr nass an. Dafür kann man sie gleich im 10er-Pack bestellen und die einzelne Windel kostet so nur noch ca. 11 EUR, Überhöschen inclusive.

Ich benutze diese Windel, wenn mal alle Totsbots in der Wäsche sind oder für die zweite Hälfte der Nacht, wenn ich weiß, dass in 2-3 Stunden ohnehin wieder gewickelt wird.

Leider halten die Klett auch nicht so gut wie die der Totsbots-Windel und sie hat für die Woll-Überhöschen, die wir nutzen, einen ungünstigen Schnitt. Man muss wirklich aufpassen, dass hinten oder an den Beinabschlüssen nicht noch etwas Stoff unter der Überhose hervorkommt und so eine Nässebrücke zur Kleidung bildet. Mit den mitgelieferten Popolini-Überhöschen aus PUL ist das allerdings gar kein Problem, sie sind groß genug, um die Windel problemlos einzuschließen.

Fazit
Preisgünstiger, dafür auch schwieriger in der Handhabung als die Totsbots Bamboozles. Daher für uns eine gute Alternative für die Nacht – ber nur die zweite Wahl hinter unseren Totsbots Bamboozle.

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Totsbots Easyfit: für kurze Strecken

Art: All-in-One Windel

Größen: One-Size, verstellbar mit Druckknöpfen

Vorteile
  • guterTragekomfort
  • hohe Saugfähigkeit
  • einfach in der Handhabung
Nachteile
  • viel Wäsche
  • teuer in der Anschaffung

 

Stoffwindel Totsbots easyfit

totsbots easy fit

All-in-One Windeln kommen grundsätzlich in der Handhabung der Wegwerf-Windel am nächsten. Einfach anlegen, nach ein paar Stunden wieder abnehmen und ab in die (Windel)Tonne. Die Totsbots AIO ist sozusagen die Premium der AIOs. Durch den stolzen Neupreis von 30 EUR / Windel und die Tatsache, dass man sie jedesmal komplett waschen muss, kommt da natürlich einiges zusammen. Dafür bietet sie einen hohen Tragekomfort, hohe Saugfähigkeit und ist relativ dicht. Dadurch, dass Saugkern und PUL-Überhöschen ineinander vernäht sind, trägt die AIO-Windel weniger auf, als eine Kombination aus Höschenwindel & Überhöschen. Die Windel gibt es in verschiedenen Ausführungen, teils mit Baumwolle, teils mit Polyester-Einlage. Die Polyester-Windel trägt weniger auf, ist aber natürlich Kunstfaser.

Wir verwenden die Totsbots AIO immer dann gerne, wenn wir mit unserem Kleinen nach draußen spazieren gehen und nichts schiefgehen soll. Über längere Strecken, wenn wir z.B. jemanden besuchen oder in ein Café gehen, nutzen wir lieber Polyesterwindeln (s.u.). Denn wenn sie länger nass ist, gibt die Totsbots manchmal doch etwas Feuchtigkeit an die Kleidung ab – zum Glück aber nie viel.

Dadurch, dass man immer gleich die ganze Windel waschen muss, käme ein AIO-Windelsystem für uns ansonsten nicht in Frage. Auch zu Hause nehmen wir die Windel ab und an, wenn wir z.B. Besuch haben und dadurch vielleicht nicht immer aufmerksam oder mal die Zeit vergessen und nicht gleich wickeln.

Fazit

Die Totsbots Easyfit verwenden wir insgesamt relativ wenig, sind aber trotzdem froh, darauf zurückgreifen zu können. Vor allem für Eltern, die möglichst wenig Aufwand mit dem Wickeln an sich h haben wollen, eignet sich die Windel gut.

 

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Milovia Microfleece Pocket Windel: klein und dicht

Art: Zweiteilige Windel, One Size

Größen: One-Size, verstellbar mit Druckknöpfen

Vorteile
  • hoher Tragekomfort
  • einfach in der Handhabung
  • dünnes Windelpaket
  • läuft nicht aus
  • sehr saugfähig
Nachteile
  • aus reinem Polyester, keine natürlichen Materialien
  • Design nicht besonders ansprechend

 

Milovia Stoffwindel

Milovia Pocket Windel

Die Milovia Pocket Windel besteht zu 100% aus Polyester, also einer Kunstfaser und enthält im Lieferumfang eine große und eine kleine Einlage. Die Einlagen werden in eine Tasche (deshalb “Pocket-Windel”) gesteckt, alternativ kann man auch alles andere, z.B. Mullwindeln als Einlage nutzen. Eigentlich achten wir ja darauf, dass an die Haut unseres Babys vor allem natürliche Materialien kommen und ich war deshalb zunächst skeptisch.

Im Alltag hat sich die Polyester-Windel allerdings als sehr saugstark und dicht herausgestellt. Sie sitzt wirklich gut am Babypopo, ähnlich einer Wegwerf-Windel, und trägt nicht so auf wie manch andere Stoffwindel. Es reicht, die Windel nach ca. 3-4 Stunden zu wechseln – vorausgesetzt natürlich, es ist kein großes Geschäft darin gelandet. Durch die Druckknöpfe an der Vorderseite ist sie auch größenverstellbar und passt so ab der Geburt durch das gesamte Wickelalter.

Fazit
Für den Alltag sicherlich eine sehr praktische Stoffwindel, obwohl es sich hier nicht um ein natürliches Material handelt. Dafür hat die Polyester-Windel durch ihre Saugkraft überzeugt. Wir nutzen sie dennoch nur punktuell, z.B. wenn wir länger das Haus verlassen.

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Bambino Mio “Miosolo”: Top für unterwegs

Art: All-in-One

Größen: One-Size, verstellbar mit Druckknöpfen

Vorteile
  • süße Designs
  • sehr saugfähig
  • läuft nicht aus
  • sehr komfortabel
Nachteile
  • Polyesterwindel, keine natürlichen Materialen
  • durch AIO-System viel Wäsche
  • Windelpaket dicker als bei der Milovia

 

Bambino Mio Miosolo

Bambino Mio Stoffwindel Circus

Stoffwindel Fox Bambino Mio Miosolo

Bambino Mio Miosolo

Bambino Mio Stoffwindel Circus

Bambino Mio Stoffwindel Circus

Bambino Mio Miosolo

Stoffwindel Bambino Mio Miosolo

Die “Miosolo” von Bambino Mio ist ebenfalls aus reinem Polyester und eine All-in-One Windel mit Klett. Im Gegensatz zur Milovia Windel trägt sie ein wenig mehr auf und macht eine richtig “dicke Kiste”, bietet aber ansonsten dieselben Vorzüge: saugstark und dicht, sowie bequem. Sie punktet außerdem mit super süßen Mustern.

Das tolle an der Miosolo Windel ist, dass sich die Stofflage, die an Baby’s Popo anliegt, immer noch sehr trocken anfühlt, auch wenn die Einlage darunter bereits sehr nass ist. Dadurch reicht es, sie nach einigen Stunden erst zu wechseln, wie eine Wegwerf-Windel.

Fazit
Wie die Milovia Windel verwenden wir die Miosolo Windel deshalb vor allem unterwegs, wenn wir mal eine Weile nicht wickeln können oder wollen. Wenn wir in der Krabbelgruppe sind oder im Eltern-Kind-Café kann der Kleine darin ungestört spielen, ohne dass wir ihn zum Wickeln unterbrechen müssen.

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Disana Strickwindeln: öko und Bewegungsfreiheit

Art: Zweiteiliges Windelsystem mit Überhose

Größen: One Size

Vorteile
  • sehr hoher Tragekomfort
  • aus reiner Bio-Baumwolle
  • enorm viel Bewegungsfreiheit
Nachteile
  • Handhabung etwas kompliziert
  • für windelfrei absolut nicht geeignet
  • mäßig saugfähig

Als Verfechterin von Bio-Baumwolle habe ich es mir natürlich nicht nehmen lassen, auch die Disana Strickwindeln (auch italienische Windeln genannt) auszuprobieren. Hier wird eine doppelte Schicht Baumwolle mit Baumwollkordeln, die bereits mit der Windel vernäht sind, um den Babypopo gebunden.

Das Prozedere ist eigentlich gar nicht kompliziert – vorausgesetzt, das Baby bleibt schön auf dem Rücken liegen und wartet ab. Man legt die Windel, die man vorher auf die richtige Größe gefaltet hat, unter das Baby, hebt den Babypopo leicht an, wickelt die Schnüre einmal um den Rücken und bindet sie vorne zusammen. Dann braucht man noch ein Überhöschen drüber. Zum Glück habe ich dieses Windelsystem schon ausprobiert, bevor unser Kleiner so mobil wurde. Denn mittlerweile kann er keine Minute auf dem Rücken liegen bleiben, sondern windet sich sofort zu einer Seite. Vor allem für Eltern, die windelfrei praktizieren, wäre diese Bindeweise viel zu aufwändig. Immerhin muss man teils alle 30 Minuten die Windeln ab- und wieder anlegen.Da sind Klettverschlüsse wirklich Gold wert und mit der Bindewindel sähe ich da wenig Chancen.

Einmal gebunden liegt die Disana Strickwindel allerdings richtig angenehm und weich auf der Haut. Vor allem in Verbindung mit einem gestrickten Überhöschen bietet das System für das Baby maximale Bewegungsfreiheit und Komfort und sieht super schick aus.

Einziger Wermutstropfen: Von Saugfähigkeit und Dichtheit keine Spur. Ich habe es mit einigen Malen Waschen versucht und mit neu einfetten der Überwindel – keine Chance. Wenn er pinkelt, landet immer eine gute Portion auf Kleidung und Unterlage. Für mich war also schnell klar: Dieses System ist nichts für uns.

Fazit

Auch wenn ich von der Baumwoll-Qualität wirklich begeistert bin, würde ich diese Windel nicht empfehlen.

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Mullwindeln: der multifunktionale Klassiker

Art: Zweiteilige Windel mit Überhose

Größen: One Size

Vorteile
  • Windeln multifunktional verwendbar
  • sehr saugfähig
  • trocknen schnell
  • natürliche (Bio)Baumwolle
Nachteile
  • Handhabung kompliziert
  • dickes Windelpaket
  • für Windelfrei nicht geeignet

 

 

Meine Mama hat uns alle in Mullwindeln mit Wollhöschen gewickelt. Das war damals der Inbegriff von Stoffwindeln und ist wohl für viele in unserer Generation der Grund, nicht mit Stoff zu wickeln: Die Konstruktion hat öfter mal was durchgelassen und ist auch nicht so einfach wie das System der neuen Stoffwindelgeneration oder von Wegwerfwindeln.

Auch für den Rubbelpapa war aus diesem Grund klar: Er wickelt nicht mit Stoff! Ich hatte trotzdem Mullwindeln gekauft, schon alleine als Spucktücher: die Bio-Mulltücher von dm. Irgendwann wollte ich es auf jeden Fall trotzdem ausprobieren und meine Mama hat uns deshalb zwei Woll-Überhöschen zur Auswahl gekauft. Aber schon beim ersten Versuch war klar: irgendwie klappt das nicht so richtig. Die Flüssigkeit läuft ungehindert durch Mullwindeln und Überhöschen und sofort auf Kleidung und Unterlage (vorzugsweise mein T-shirt). Auch ein zweiter und dritter Versuch brachte kein anderes Ergebnis, also gab ich es erst einmal wieder auf. Erst als ich für die gDiaper-Windeln als zusätzliche Einlage gebrauchte Mullwindeln gekauft hatte, wurde mir das Problem klar: die neuen Mullwindeln brauchen viele, viele Wäschen, bis sie die Saugfähigkeit von gebrauchten erreicht haben. Denn die gebrauchten Mullwindeln haben wir eine Weile, bevor wir die Totsbots Bamboozle und Popolini UltraFit (s.o.) hatten, sogar als Nachtwindel genutzt. Mit einmal Windel wechseln pro Nacht ging das gut, gebrauchte Mullwindeln sind wirklich super saugfähig.

Der Vorteil an Mullwindeln ist, dass sie super schnell trocknen, weil man sie auffalten kann und der Stoff dann ganz dünn ist. Dadurch kann man sie, vor allem wenn das Baby klein ist und der Urin noch kaum riecht, mehrere Male als Einlage verwenden. Saubere Mullwindeln kann man außerdem auch als Spucktücher oder Lätzchen verwenden.

Die Nachteile von Mullwindeln bleiben trotzdem: sie sind in der Handhabung nicht ganz einfach – auch wenn es nach ein paar Mal üben wirklich nicht so problematisch ist, wie man anfangs denkt – und machen ein wahnsinnig dickes Windelpaket. Das schränkt die Bewegungsfreiheit der Babys schon sehr ein und es wird gemutmaßt, dass das wiederum dazu führen kann, dass ein Baby sich später dreht, krabbelt etc.

Fazit
In Kombination mit Windelfrei, wo die Windel schnell mal ab muss und wieder dran, kam das Wickeln mit Mullwindel tagsüber auf keinen Fall in Frage. Ich bin aber trotzdem froh, Mullwindeln zu Hause zu haben, weil wir sie tagsüber als Einlage für die gdiaper Windel nutzen.

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Überhosen / Windelhosen für Stoffwindeln – unsere Erfahrungen

Für manche der oben beschriebenen Windeln braucht man spezielle Überhosen, nämlich für alle Höschenwindeln, Mullwindeln und Bindewindeln. Also für alle Windeln, die nicht bereits eine PUL Schicht eingearbeitet haben, die die Feuchtigkeit davon abhält, auf die Kleidung überzugehen.

Grundsätzlich gibt es Überhosen aus atmungsaktivem PUL, also Kunstfasern, oder aus reiner Schurwolle, also Wollwalk oder Strickhöschen. Der Vorteil von Wolle ist ganz klar: es handelt sich um einen natürlichen Rohstoff, was ich für mein Baby grundsätzlich bevorzuge, aber natürlich auch für die Umwelt besser ist. Nachteile von Wolle: Das Höschen ist nicht vegan, d.h. Tierhaltung ist dafür notwendig. Außerdem ist es weniger pflegeleicht als Polyester, d.h. man muss es mit der Hand waschen und das Wollfett, das zum einen die Feuchtigkeit abhält und zum anderen den Uringeruch neutralisiert, ist irgendwann aufgebracht. Dann muss eine Lanolin-Kur her, die auch wieder Zeit und Geld kostet. Windelhöschen aus PUL dagegen können einfach in der Waschmaschine gewaschen werden und halten länger.

 

Popolini Wool-Wrap: unser Favorit der Überhosen

Art: Überhose

Vorteile
  • sehr einfach in der Handhabung
  • dünner, flexibler Wollwalk-Stoff
  • so dicht wie Polyester
  • atmungsaktiv
  • wärmend
Nachteile
  • regelmäßige Pflege erforderlich
  • Klett gibt schnell nach
  • Beinabschluss nicht immer ganz dicht
  • teuer in der Anschaffung

 

 

Popolini Wool Wrap überhose

Popolini Wool Wrap Stoffwindel

Wolle ist nicht gleich Wolle. Es gibt die gestrickten Wollhöschen (s.u.) und es gibt Wollwalk. Von Wollwalk und besonders von dem Popolini Wool-Wrap war ich wirklich positiv überrascht: er ist nämlich genauso dicht wie eine PUL-Überhose, genauso dünn und flexibel, und ganz unkompliziert anzulegen. Dafür ist Wolle atmungsaktiv und wärmt, was vor allem nachts mit nasser Windel super ist.

Warum es dann überhaupt PUL-Überhosen gibt? Wollwalk ist wesentlich teurer in der Anschaffung (Popolini Wool-Wrap kostet ca. 25 EUR, die PUL-Version 13 EUR) und bedarf einem Mehraufwand an Pflege. Nach einer Weile ist nämlich das Lanolin (Wollfett), das die Feuchtigkeitsbarriere bildet und den Uringeruch neutralisiert, aufgebraucht. Dann saugt sich das Überhöschen zunehmend voll und muss gewaschen und nachgefettet werden. Sowohl für die Wäsche, als auch für die Rückfettung braucht man spezielle Wasch-/ Pflegemittel für Wolle.

 

Fazit
Wir sind sehr froh über diese Überhose, weil sie natürlich und funktional ist. Bei unserem Popolini Wool-Wrap gibt der Klettverschluss leider relativ schnell nach bzw. schwächelt nach kurzer Zeit schon. Trotzdem möchte ich auf die Vorteile nicht verzichten und habe schon die L-Version bestellt.

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Disana Wollwalk Überhose: dick, aber dicht

Art: Überhose

Vorteile
  • sehr einfach in der Handhabung
  • starker Klett
  • so dicht wie Polyester
  • atmungsaktiv
  • wärmend
Nachteile
  • regelmäßige Pflege erforderlich
  • sehr dick und starr
  • deckt teils nicht die ganze Windel ab

 

 

Die Wollwalk Überhose von Disana habe ich zu den Strickwindeln (s.o.) bestellt. Der Stoff an sich weist dieselben Vor- und Nachteile auf, wie die Wollwalk-Überhose von Popolini. Allerdings ist der Stoff bei Disana viel dicker und damit starrer als die Popolini Überhose. Der etwas schiefe Schnitt, der gleichzeitig der Bewegungsfreiheit des Babys entgegenkommt, führt dazu, dass manchmal nicht die gesamte Windel abgedeckt wird. Dafür halten die Kletts, obwohl ich meine Überhose gebraucht gekauft habe und sie auch schon Gebrauchsspuren aufweist, bombensicher.

Fazit
Die Disana Überhose verwende ich leider genauso wenig wie die Strickwindeln. Außer zu diesen würde ich sie auch nicht empfehlen, da es bessere Alternativen gibt.

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Popolini Popo-Wrap: für alle Fälle

Art: Überhose

Vorteile
  • sehr einfach in der Handhabung
  • dünner, flexibler Stoff
  • absolut dicht
  • strapazierfähiges Material
Nachteile
  • knistert etwas, wenn Baby sich bewegt
  • fühlt sich von außen wie von innen unangenehm an

 

 

Auch den PopoWrap von Popolini haben wir natürlich im Repertoire, er kommt mit dem 10er-Paket Windeln. Wir nutzen ihn immer dann, wenn unser Wool-Wrap gerade eine Pause macht, weil er gewaschen und rückgefettet wird. Der PopoWrap ist dünn, flexibel und dicht. Das Material ist strapazierfähig und der Klett super fest. Einziger Nachteil: es ist halt Plastik und fühlt / hört sich auch so an.

Fazit
Der PopoWrap ist die richtige Überhose für alle, die ein einfach zu verwendendes, dichtes Höschen möchten und vor allem für die Popolini Windeln empfehlenswert.

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Windelhöschen: für uns ein Flop

Art: Überhose

Vorteile
  • günstig in der Anschaffung
  • dünner, flexibler Stoff

 

Nachteile
  • regelmäßige Pflege erforderlich
  • nicht wirklich dicht
  • umständliches Anziehen

Wie gesagt, waren die gestrickten Woll-Überhöschen für uns ein totaler Reinfall. Auch nach erneutem Einfetten und vielen Versuchen hat sich daran nichts geändert: sie halten die Flüssigkeit einfach nicht drin. Da können wir genauso gut ein Unterhöschen aus Baumwolle anziehen und dann jedes Mal das komplette Kind umziehen.

Da ändert es auch nichts, dass die Überhöschen nur etwa 10 EUR kosten und mehr Bewegungsfreiheit bieten, als alle anderen Überhöschen. Wenn uns jemand sagen kann, was wir falsch gemacht haben – immer her mit den schlauen Ratschlägen!

Fazit
Bitte erklärt mir mal jemand, wie das funktionieren soll…ich gebe auf.

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Summary
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Stoffwindeln
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Alle Kommentare (24)

    Bisher sind wir noch bei Öko-Wegwerf-Windeln, weil ich mich schwer getan habe damit einfach auf gut Glück für verschiedene Systeme soviel Geld auszugeben um das Richtige zu finden. Aber ihr scheint ja mit gebrauchten Windeln ganz gute Erfahrungen gemacht zu haben, dass werde ich dann auch mal probieren!

    Grade bei Stoffwindeln kannst du mit 2.Hand kaum etwas verkehrt machen. Was abschreckt sind halt wirklich die einmaligen Anschaffungskosten. Aber auch die hat man schnell wieder raus, wenn man mal bedenkt, wieviele Wegwerfwindeln man in Zeit X gekauft und weggeworfen hat. Was ich Dir empfehlen könnte, sind die gNappies, weil du da ca. 2 Außenwindeln brauchst und ansonsten ziemlich kreativ und flexibel mit den Einlagen sein kannst. Wir benutzen dafür nicht selten Mullwindeln als Einlagen. Die sind gebraucht super, weil sie dann erst volle Saugkraft entfalten.

    LG Rubbelpapa

    Liebe Hanni,

    mit den G-Diapers und Mullwindeln als Einlage kommst du ziemlich günstig weg und kannst erst einmal in Ruhe ausprobieren. Es spricht ja auch nichts gegen eine Mischung aus Stoff- und Wegwerfwindeln. So haben wir das anfangs auch gemacht. Aber jede Öko-Windel (welche nutzt du?), die du tagsüber sparst, ist ein bisschen weniger Müll, ein bisschen weniger Geld und ein bisschen weniger Chemie am Baby-Popo. Der Rest – nämlich dass du immer weniger auf die Wegwerf-Windeln zurückgreifen willst, kommt von ganz alleine 😉

    Wir benutzen gerade eine Mischung aus Moltex (tagsüber) und den Dm-Ökowindeln (nachts).
    Mullwindeln fliegen hier genug rum, da werde ich jetzt gleich mal die passenden G-Diapers zu bestellen! 🙂

    Super, halte uns bitte auf dem Laufenden wie deine ersten Erfahrungen mit den Stoffwindeln sind. Du wirst, glaub ich, ganz schnell in den Anblick verliebt sein, wenn Dein Kind die Stoffwindeln trägt.

    So ging es uns zumindest. 😉

    LG Rubbelpapa

    Strickbindewindeln muss man, ähnlich wie eine Pocketwindel, mit Saugmaterial versehen. Nur der Strick alleine ist nicht vorgesehen. Eure Enttäuschung über diese Windel liegt leider an einem “Anwendungsfehler”. Testet doch mal mit kleinem Mulltuch, Ikealappen, Bambuseinlage etc!

    Hallo liebe Katharina,

    vielen Dank für den sinnvollen Hinweis – das erklärt zumindest unsere Enttäuschung mit den Strickwindeln. Aber sollten diese nicht, wie Mullwindeln usw. auch selbst Feuchtigkeit aufnehmen? Hast du auch ähnliche Tipps für unseren Flop in Sachen Überhöschen?

    Leider bleiben die Strickwindeln für uns trotzdem unbrauchbar, da wir schon mit den einfach zu schließenden Klett-Windeln einen täglichen Kampf gegen den Bewegungsdrang unseres Kleinen führen 😉

    Liebe Grüße,
    Hanna

    Ganz toller Artikel – mir persönlich zu viel, musste es in Etappen lesen, aber aufteilen in mehrere Artikel wäre sicher auch doof gewesen, oder?

    Ich habe anfangs auch sehr viel gebraucht gekauft, bin damit sehr gut gefahren, außer beim letzten Mal , seitdem kaufe ich lieber neu – bei zwei Wickelkindern müssen die Windeln einfach ‘einwandfrei’ sein.

    Sehr informativ und total gut gestaltet *neidisch bin*

    Liebe Grüße ,
    Lisa von geborgenundgeliebt

    Hallo liebe Lisa,

    vielen Dank für die Blumen 🙂 der Artikel hat uns wirklich so viel Zeit und Aufwand gekostet wie keiner bisher.

    Wir wollten ihn mit Absicht so lange lassen, sodass alle relevanten Infos enthalten sind und der Leser sich das rauspicken kann, was für ihn wichtig ist. Die wenigsten werden durchhalten und ihn auf einmal lesen, da bist du wahrscheinlich keine Ausnahme…

    Ja, mir ist es einmal leider auch passiert, dass jemand über eBay Windeln als Popolini und in “gutem Zustand” verkauft hat – leider stimmte nichts von beidem. Die Dinger hatten Löcher und die Kletts konnte man vergessen. Zum Glück ging es nicht um viel Geld.

    Wir haben gute Erfahrungen mit Binde- und Mullwindeln plus Windelhöschen aus Schurwolle gemacht – trotz Windelfrei. 😉 Mit etwas Übung können auch diese etwas umständlicheren Windeln sehr schnell an- und wieder ausgezogen werden. Auch bei einem großen Kind, das bereits läuft. Windelhöschen sind für uns außerdem die auslaufsicherste Variante.
    So unterschiedlich können die Erfahrungen sein!

    Das ist gut zu hören, denn das motiviert uns auf jeden Fall, es auch nochmal zu versuchen. Bisher hat es bei uns halt noch nicht so optimal funktioniert.

    Aber wir geben nicht eher auf, bevor wir es auch ohne Probleme gewuppt kriegen. Soabld dies der Fall ist, wird unser Vergleich natürlich dementsprechend angepasst. 😉

    LG ins Bullerbü Life!

    Tolle Übersicht!
    Wir nutzen auch die Strickwindeln mit Mullwindeln als derzeitige Einlage und eine Wollüberhose. Bei uns läuft auch nichts raus. Allerdings auch erst seitdem die Wollüberhosen genug verfilzt sind, so wie es sich gehört. Ein schönes Gefühl kein Müll zu produzieren und den Kindern nur Naturmaterialien anzukleiden. Drehen tut unsere Kleine (18 Wochen) sich allerdings nur ohne Windeln. Aber so wie alle meine Geschwister und ich wird sie es auch bald mit Windelpacket schaffen. Davon bin ich überzeugt. Außerdem habe ich gehört, dass Stoffwindelbabys schneller trocken werden, weil sie es früher als unangenehm empfinden. Eine Plastik (-Wegwerf) Windel scheint unmengen aufsaugen zu können ohne es wirklich fühlbar zu zeigen- da kann nur viel Chemie drin stecken.
    Spannend wie jeder seinen eigenen Weg findet!
    LG aus dem Norden

    Liebe Eva,

    toll, dass die Bindewindeln bei euch funktionieren. mir ist es nach wie vor ein absolutes Rätsel, bei uns war das eine Vollkatastrophe. Und beliebt scheinen die auch nicht zu sein, denn meine lagern seitdem im Schrank und ich versuche, sie zu verkaufen 😉

    Das mit dem Trocken werden habe ich auch schon gehört. Unser 18-Monats-Kind macht allerdings keine Anstalten, ihm scheint das nicht unangenehm zu sein…

    Liebe Grüße,
    Hanna

    Vielen Dank für den umfangreichen Artikel. Ich war gestern beim ersten Elternabend der Krippe und dort wurde im Rundgang auch der Waschraum gezeigt – sehr niedlich die Mini-Toiletten, Töpfchen und Mini-Waschbecken … Dabei ist in mir jedoch die Frage aufgekommen, wie es wohl dort mit dem wickeln gehandhabt wird? Lassen Sie sich auf Stoffwindeln ein und wie so es weitergehen, wenn vorher windelfrei praktiziert wurde? Ich glaube kaum, dass dort auf die frühen Anzeichen, die wir Eltern bei unseren Kindern kennengelernt haben um rechtzeitig abzuhalten, geachtet und reagiert werden kann.
    Habt Ihr auch dazu schon ein paar Gedanken oder Ideen, an denen Ihr uns teilhaben lassen könnt?

    Hallo unbekannter Leser,

    und vielen Dank für diesen Interessen Einwand. Natürlich haben wir auch dieses Problem im Kopf schon mal durchgespielt.
    Tatsächlich ist das mit Stoffwindeln und Kitas ganz unterschiedlich. Manche haben schlechte Erfahrungen oder denken an komplizierte Wickeltechniken und lassen daher nur Wegwerfwindeln zu. Andere sind da liberaler und sagen, wenn es nicht mehr Aufwand ist, gerne auch Stoff. Da gilt es dann eben die richtige Kita zu finden.
    Zum Thema windelfrei. Wenn das Kind sich noch nicht verbal äußern kann, werden die Erzieher es kaum abhalten, da bin ich deiner Meinung. Allerdings ist windelfrei kein Alles-Oder-Nichts, sondern auch phasenweise möglich. Kinder sind nicht dumm und können schnell den Unterschied zwischen den Situationen erkennen. Nur weil es also in der Kita in die Hose machen muss, heißt das nicht, dass auch die Kommunikation mit den Eltern zu Hause eingestellt wird. Und irgendwann wird das Kind ja auch sagen können, dass es muss.

    Und unterm Strich würde ich sagen, ein Jahr richtig windelfrei und dann zum Teil windelfrei ist besser als gar kein windelfrei. 😉

    Ich hoffe, das hilft etwas weiter.

    Liebe Grüße,
    Hanna

    Hallo Windelfreunde 🙂

    Wie sieht es denn jetzt mit der Ökobilanz der Stoffwindel aus? Habt ihr dazu Quellen? Ich suche jetzt schon seit einiger Zeit und habe verschiedenes gefunden. Eigentlich wollte ich nämlich mein zweites Kind mit Stoffwindeln wickeln, der Umwelt zuliebe. Allerdings lässt sich offenbar nicht so einfach sagen, dass Stoffwindeln die Umwelt tatsächlich schonen. Zuletzt habe ich diesen Artikel gelesen, der mich in meiner Stoffwindeleuphorie gebremst hat.

    http://www.sueddeutsche.de/wissen/die-windel-frage-oekobilanz-am-baby-popo-1.911929

    Ich zitiere mal, damit man ihn nicht unbedingt lesen muss: “Fazit der 209 Seiten langen Studie ist, dass die Umweltbilanz beider Windelarten in etwa gleich ausfällt. Die Unterschiede, die es gebe, seien in der Summe so gering, dass man weder die eine noch die andere Windelart empfehlen könne.”

    Habt ihr dazu andere Informationen? Darf ich fragen bei welcher Temperatur man die Dinger waschen muss?

    Liebe Grüße!

    Hallo liebe Bettina,

    danke für die Anregung. Auch wir kennen die unterschiedlichen Ansichten und es fehlen uns leider Mittel und Know-How, um eigene Studien anzustellen 😉

    Natürlich verbraucht auch die Herstellung von Stoffwindeln Ressourcen. Allerdings bin ich mir nicht sicher, inwiefern in solchen Berechnungen Fakten wie Entsorgung und Verwendbarkeit für mehrere Kinder berücksichtigt sind. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es da keinen Unterschied macht. Das wäre ja, als könnten wir genauso gut Wegwerf-Kleidung anziehen…

    Außerdem wickeln wir vor allem unserem Kind zuliebe mit Stoff. Wegwerfwindeln mit entsprechender Chemie gibt es erst seit relativ kurzer Zeit und niemand weiß so genau, wie die Auswirkungen auf den Organismus wirklich sind. Dazu gibt es nämlich meines Wissens keine Studien.

    Es reicht, die Windeln mit 30-max.60°C zu waschen.

    Tut mir leid, dass wir ansonsten nicht weiterhelfen können.

    Liebe Grüße,
    Hanna

    Hallo ☺
    Also nach anfänglichen Schwierigkeiten mit den WMWindeln, unser Schatz hat es auch geschafft herauszupinkeln, sind wir jetzt absolute Fans dieser Windeln. Wir haben den Tipp bekommen vorn in die Innenwindel noch eine kleine Saugeinlage zu legen zum Bsp. dünnen Waschlappen. Das fängt dann das Pipi schnell auf und nix geht mehr daneben oder raus.

    Das klingt nach einem super Tipp. Für uns ist die Windelmanufaktur-Windel jetzt ohnehin zu klein, aber vielleicht hätte uns das auch geholfen. Denn optisch sind sie wirklich nicht zu toppen…

    Hi Rubbelmama,
    ganz, ganz tolle Sache, dass du dir die Wahnsinnsmühe gemacht hast und alles mal durchgetestet hast!
    Unsere Erfahrungen sind folgende: Wir verwenden seit Geburt die Disana Strickwindel mit den dazu passenden Schurwollüberhosen und sind damit super gefahren! Der Trick, die Überhosen dicht zu bekommen, liegt darin, dass man sie ein paar Mal einfach etwas heißer waschen und dann normal einfetten muss. Sie laufen dann zwar ein bisschen ein und werden fester (verfilzen fast etwas), aber dafür halten sie ca. 1,5 – 2 Stunden dicht.
    Das hat bis ca. 10 Monate auch nachts gut funktioniert, danach haben wir uns für die Totsbots Easyfit entschieden, die wir nachts und dann auch für die KiTa verwenden (damit werden die Erzieherinnen wohl eher zurecht kommen, als mit der Strickwindel 😉 ).
    Alles Liebe

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