10 Dinge, die als Mama plötzlich unheimlich nervtötend sind


Früher sind mir viele Dinge gar nicht so richtig aufgefallen oder haben mich null gestört. Manches mochte ich sogar gerne. Jetzt mit Baby erscheinen mir viele Situationen im Alltag wie ein regelrechter Spießroutenlauf. Hier meine Top 10:

1. U-Bahn-Musikanten

Die Band, die in der Bahn spielt und dann Geld möchte, bevor die Fahrgäste bei der nächsten Station die Möglichkeit zur Flucht haben. Vor allem, wenn der Kleine gerade friedlich schläft, möchte ich den munteren Stadtmusikanten die Trompete über den Kopf hauen. Letztens hat sich zumindest einer bei mir entschuldigt. Nachdem das Kind aufgewacht war

2. Hupende Fahrzeuge

Findet man in Berlin überall, hier wird wegen jeder Kleinigkeit gehupt. Manchmal in erboster Absicht, meistens aber ganz freundlich, um auf etwas hinzuweisen. Fand ich früher lustig und ich hab munter mitgehupt. Heute möchte ich jedem dieser Idioten das schreiende Kind in die Hand drücken und viel Spaß wünschen.

3. Raucher

Mir war das nicht so klar, aber die sind überall! Bevorzugt immer da, wo ich gerade hin muss. Da heißt es dann, sich  schnell mal entscheiden, ob man im Bushäuschen lieber neben dem qualmenden Scheusal steht oder doch im Regen.

 4. Schlechte Busfahrer

Ich kann mich selten setzen im Bus. Von der Tatsache, dass ich keinen Sitzplatz habe, während meinem Mann immer sofort einer angeboten wird, mal abgesehen. Der Rubbelbatz toleriert kein Sitzen, vor allem nicht, wenn er wach ist. Und wenn er schläft, wacht er vom Sitzen möglicherweise auf mit demselben Ergebnis: peinliches Geplärre in den öffentlichen Verkehrsmitteln. Also muss ich stehen. Mit Kind vorne dran, meistens mit Rucksack hinten und Geldbörse in der Hand, in die ich das Busticket zurück zu friemeln versuche, während der Bus meistens schon losfährt, ist es gar nicht so einfach, Gleichgewicht zu halten. Wenn dann noch abrupte Bremsmanöver und hektischer Fahrstil dazukommen, könnte ich weinen vor Ärger.

5. Bückware bzw. Gravitation

Schon mal versucht, mit einem Kind vorne angebunden, irgendwas vom Boden aufzuheben? Am besten in der Öffentlichkeit? Wenn nicht, seid froh! Vor allem, wenn man die Hände voll hat, ist das ein Ding der Unmöglichkeit. Denn irgendwie muss man ja auch den Kopf des Kleinen stützen und die Beinchen sind zusätzlich im Weg. Das heißt, es läuft meistens auf ein In-die-Hocke-Gehen mit geradem Rücken hinaus. Super Oberschenkeltraining, aber richtig nervig.

6. Treppen

Oder auch nur ein paar Stufen. Mit Kinderwagen ein schier unüberwindliches Hindernis. Mit dem Rubbelbatz im Tragetuch bilde ich mir hin und wieder ein, es wäre eine gute Übung, Treppen zu laufen. Allerdings muss man sich dabei echt konzentrieren, weil man ja seine eigenen Füße nicht sieht. Vor allem treppab ist ein echtes Kunststück.

7. Pünktlichkeit

Früher eine von mir praktizierte wie an anderen hochgeschätzte Tugend, kommt es mir jetzt wie ein Ding der Unmöglichkeit vor, Termine einzuhalten, die eine feste Uhrzeit beinhalten. Warum kann man sich nicht einfach „ungefähr“ um eine Uhrzeit verabreden und jeder kommt, wann er kommt, wie die Spanier?

8. Essen

Ja, mich nervt tatsächlich die Tatsache, dass ich essen muss. Zugegeben, es gibt schon lecker Sachen, aber oft artet die Suche nach was, was schnell geht, bevor ich mit dem Kleinen ins Bett gehe, wirklich in unangenehmen Stress aus. Da würde ich lieber auf Nahrung verzichten.

9. Einkaufen

Abgesehen von der Bückware und dem anschließenden Heimschleppen ist einkaufen mit Baby absoluter Stress. Egal, ob mit Kinderwagen oder Tragetuch, man kommt einfach nirgends durch. Niemand macht Platz und niemand nimmt Rücksicht. War ich früher etwa auch so?

10. Andere Eltern

Nichts geht mir so nahe, wie Eltern, die ihre Kinder schlecht behandeln. Wenn ich das volltätowierte, strohblonde Dummchen neben mir im Wartezimmer stolz ihrem Freund berichten höre, wie sie ihren wenige Wochen alten Sohn „erstmal zwanzig Minuten brüllen lässt abends, bis er so richtigen Knast hat, weißt du. Aber ich bin schon da, damit er mich sieht und so. Dann trinkt er die Flasche auf einen Satz leer und schläft dann drei Stunden„. (Na, schön, dass sie zumindest zusieht, wie sie ihr Baby hungern lässt.) Oder wenn ein Paar mit erbärmlich brüllendem Neugeborenen im Kinderwagen vorbeigeht und sich köstlich darüber amüsiert, wie er sich abmüht, statt ihn rauszunehmen. Wenn Eltern vor ihren Kindern rauchen, und und und. Da kommt mir wirklich die Galle hoch und ich muss mich jedes Mal so sehr zusammenreißen, niemanden auf offener Straße anzupöbeln.

 

Was nervt euch von anderen Leuten im Alltag mit Kind?

Alle Kommentare (3)

    Hallo 😀

    also Punkt 3, 7, 8 und 10 stimme ich Dir vollkommen zu. Wobei ich sagen muss das mich Punkt 10 schon vor meiner Schwangerschaft auf die Palme gebracht hat. Und ich ein oder zweimal meinen „Senf“ dazu gegeben habe, zu diversen Eltern wenns mir zu Bund wurde.
    Ich möchte nach Möglichkeit noch einen Punkt 11 hinzufügen?!
    Also was mich auch auf die Palme bringt, bzw. an mir zweifeln lässt sind Supereltern. Das sind Eltern die dann Sprüche raushauen wie:

    Wie dein Kind schläft noch nicht durch? Meins tut das schon von Anfang an. Oder : Du hast keine Zeit zum essen oder trinken? Also ich hab das alles wunderbar hin bekommen und hab mich auch immer schlafen gelegt wenn das Kind schlief. Ach und den Haushalt den hab ich neben dem schlafen ohne Probleme erledigt. Oder aber:
    Dein Kind verweigert die Brust, na ich würde ihr dann einfach so lange nichts anderes geben bis sie die Brust nimmt, dann schreit sie halt. (ich muss dazu sagen die kleine lag am Anfang 4 Tage auf der Kinderstation und sie wollte partout nicht an die Brust, trotz Hebamme, tipps und tricks und wochenlanger probiererei 🙁 zumal man gleich abgestempelt wird.)
    Na jedenfalls haße ich diese Superüberfliegen Eltern wo alles klappt und kein Problem ist wie die Pest. Könnte dazu noch nen ganzen Roman verfassen, dämliche Besserwisser die.

    Vieles kommt mir bekannt vor. Ich hab vor allem in Bussen leichte Aggressionen gegen andere Menschen entwickelt. Weil sie unbedingt schnell reinwollten um einen Platz zu ergattern ungeachtet dessen, dass du Kinderwagen und Baby bei Dir hast, weil sie keine Rücksicht nahmen, hinten einstiegen und und und…

Sag uns, was Du dazu denkst

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.