Gebärmutterschleimhaut aufbauen: Alle Methoden im Überblick

Hilfsmittel zum gebärmutterschleimhaut aufbauen

Du wünschst dir sehnlichst ein Kind, aber es klappt einfach nicht? Das kann verschiedene Gründe haben. Wenn die Gebärmutterschleimhaut zu dünn ist, können Fehlgeburten oder Unfruchtbarkeit auftreten. Die Eizelle kommt nicht richtig zur Einnistung. Dieser Beitrag zeigt, wie du deine Gebärmutterschleimhaut mit verschiedenen Methoden aufbauen kannst.

Das Wichtigste zusammengefasst
  • zu dünne Gebärmutterschleimhaut hat verschiedene Ursachen, wie zum Beispiel Östrogenmangel
  • Unfruchtbarkeit und Fehlgeburten können auftreten
  • natürliche Lebensmittel und guter Lebensstil können helfen
  • Vitamin D, Vitamin E und Eisen sind wichtige Nährstoffe, die der Zervixschleimhaut helfen
  • bei Fragen und Unsicherheit hilft der Frauenarzt

Wie arbeitet die Gebärmutterschleimhaut?

Im medizinischen Sprachgebrauch wird die Gebärmutterschleimhaut als Endometrium bezeichnet und ist zweischichtig. Die untere Endometrium-Schicht heißt Basalis und ist unveränderlich. Die obere Schicht heißt Functionalis in der Fachsprache und diese wandelt sich im Zyklusverlauf. Das hängt mit den Sexualhormonen zusammen.

Während der Regelblutung wird die obere Schicht abgestoßen. Danach erneuert sich die Functionalis.

Das Endometrium dient der befruchteten Eizelle zur Einnistung in den Uterus. Die Außenschicht auf der Gebärmutterschleimhaut versorgt das Baby während der Schwangerschaft.

Die Gebärmutterschleimhaut mit den zwei Schichten schützt die Gebärmutter vor vielen Beschädigungen.

Beeinflussung durch die Hormone

Der Zyklus der Frau sowie der Aufbau einer funktionalen Gebärmutterschleimhaut, stehen unter dem Einfluss der Hormone.

Während der Aufbauphase nach der Periode entstehen mehr Östrogene, welche durch die Follikel hergestellt werden. Östrogene sind für das Wachstum der Zervixschleimhaut verantwortlich.

Die Absonderungsphase beginnt nach dem Ende des Eisprunges. In den Eierstöcken wird jetzt nicht nur Östrogen ausgeschüttet, sondern auch Progesteron (Gelbkörper). Dieses Progesteron sorgt für eine aufgebaute Gebärmutterschleimhaut und verzweigte Blutgefäße. Die Gebärmutter erhält so ausreichend Nährstoffe.

Das Endometrium ist vier Tage nach der Ovulation bereit für die Eizelle.

Wenn sich nach der Befruchtung keine Eizelle einnistet, nehmen der Gelbkörper sowie die Produktion der Hormone ab. Am Ende des Prozesses kommt es zum Abstoß der oberen Gebärmutterschleimhautschicht, welche nur noch spärlich durchblutet wird. Die Menstruationsblutung setzt ein. Eine Frau sondert dabei 50 bis 100 ml Blut, Schleim und Gewebeteilchen ab.

Wie ist die Gebärmutterschleimhaut aufgebaut?

Das Endometrium ist von leichter rosa Farbe. Eine gesunde, vollständig aufgebaute Schleimhaut weist im Ultraschall drei Streifen auf. Einer befindet sich zwischen der Basalis und der Functionalis und die beiden anderen sind an den Außenrändern der Schleimhaut zu finden.

Die drei Streifen sind wichtig, um ohne Schwierigkeiten schwanger zu werden. Es gibt anscheinend auch einen Zusammenhang zwischen der Dicke der Schleimhaut und dem Zustandekommen einer Schwangerschaft.

Die Dicke des Endometriums sollte 7 bis 11 mm betragen, damit es die Eizelle nach der Befruchtung leicht hat, sich einzunisten. Mit dieser Dicke und den drei Streifen sind die Chancen auf eine Schwangerschaft optimal. Falls die Schleimhaut dicker als 11 mm sein sollte, ist das weder vorteilhafter, noch schadet es.

Die Ursachen einer dünnen Gebärmutterschleimhaut

Wenn sich die Schleimhaut im Zyklusverlauf nicht richtig ausbildet, kann es an unterschiedlichen Ursachen liegen. Diese sind zum Beispiel:

Mangel an Östrogen

Der Östrogenmangel entsteht ist während der Premenopause oder der Menopause. Das ist ein normaler Vorgang, denn mit steigendem Alter einer Frau nimmt der Östrogenspiegel ab und es wird ebenfalls schwieriger schwanger zu werden.

Durchblutung der Gebärmutter ist nicht ausreichend

Das tritt zum Beispiel auf durch:

  • vorwiegendes Sitzen
  • Gebärmutter ist rückwärts geneigt
  • Arterienverengung
  • Myome im Uterus
  • Fibroide im Uterus
  • Gebärmutterschleimhautentzündung
  • Hydrosalpinx
  • Gebärmutter hat Vernarbungen aufgrund von Traumata oder Infektionen
  • fehlerhafte Ausschabungen, bei der Teile der Gebärmutterschleimhautschicht entfernt wurden
  • Beckenbodeninfektionen
  • Langzeitanwendung von Verhütungsmitteln auf Hormonbasis
  • Behandlung mit Clomifen zur Förderung des Eisprunges kann bei häufigerer Einnahme zu einer dünneren Zervixschleimhaut führen

Was sind die Folgen einer zu dünnen Gebärmutterschleimhaut?

Vielfach haben Frauen mit einer ausgedünnten Gebärmutterschleimhaut das Problem der Unfruchtbarkeit. Die befruchtete Eizelle kann sich nicht gut einnisten. Falls doch eine Schwangerschaft eintritt, kann eine ausgedünnte Gebärmutterschleimhaut oft eine Fehlgeburt bewirken. Das kann daran liegen, dass das Baby nicht richtig versorgt wird.

Wie kann die Gebärmutterschleimhaut aufgebaut werden?

Wenn bis jetzt der Kinderwunsch noch unerfüllt geblieben ist, dann ist es ratsam, einen Frauenarzt aufzusuchen. Dieser kann eine Untersuchung durchführen und die Ursachen herausfinden. Wenn es an einer zu dünnen Gebärmutterschleimhaut liegt, dann gibt es diverse Behandlungsmöglichkeiten.

Behandlungsmöglichkeiten für die Gebärmutterschleimhaut

Ermittlung der Blutwerte

Eine Blutentnahme kann Aufschluss geben, was eventuell mit der Gebärmutterschleimhaut nicht stimmt. Der Arzt sollte vor allem die Werte für Vitamin E und Eisen beachten.

Vitamin E

Vitamin E ist wichtig für eine ausreichende Zirkulation des Blutes. Wenn die Gebärmutter genügend durchblutet ist, dann ist im Normalfall die Schleimhaut dicker. Bei Vitaminmangel können entsprechende Nahrungsmittel oder ein entsprechendes Nahrungsergänzungsmittel eingenommen werden. Natürliche Nahrungsmittel sind am besten, wenn die Beeinträchtigung nicht zu groß ist.

Diese Nahrungsmittel enthalten viel Vitamin E:

  • Maisöl
  • Erdnussöl
  • Sonnenblumenöl
  • Margarine
  • Haselnüsse
  • Mandeln
Der tägliche Bedarf an Vitamin E liegt bei etwa 12 mg.

Eisen

Auch ein Eisenmangel kann eine zu dünne Gebärmutterschleimhaut begünstigen. Rindfleisch und anderes rotes Fleisch enthält viel Eisen.

Dazu sollte genug Vitamin C aufgenommen werden. Kaffee und Milchprodukte blockieren die Aufnahme von Eisen.

Vegetarier sowie Veganer profitieren stellen die Eisenaufnahme mit Spinat, Linsen, Tofu oder Quinoa sicher. Zur Ergänzung kann ein Präparat mit Eisen eingenommen werden.

Östrogene

Häufig liegt es am Östrogenmangel, dass die Zervixschleimhaut nicht genügend aufgebaut werden kann. Der Arzt verschreibt in diesem Fall ein Östrogenpräparat für die orale oder vaginale Einnahme.

Pentoxifyllin

Dieses Arzneimittel enthält Vitamin E und sorgt für eine bessere Blutzirkulation. Es soll den Aufbau von Schleimhaut der Gebärmutter fördern, aber es hat ein paar Wechsel- und Nebenwirkungen. Dazu gehören Erbrechen und Schwindel. Blutverdünner sollte nicht gemeinsam mit diesem Medikament eingenommen werden.

Medikamente zur Gefäßerweiterung

Eine gut versorgte Gebärmutterschleimhaut ist wichtig für deren Wachstum. Bei Arterienverengung kann ein Medikament zur Erweiterung der Gefäße helfen.

Neue Therapieansätze

Es wird seitens der Forschung großer Aufwand betrieben, Frauen bei der Erfüllung des Kinderwunsches zu helfen. Die ASC-Stammzellenbehandlung wurde bereits einige Male erfolgreich angewendet. Bei der Behandlung werden eigene Stammzellen genutzt, um das Endometrium aufzubauen. Es wird in klinischen Tests auch Zykotin geprüft.

Die Gebärmutterschleimhaut aufbauen mit natürlichen Mitteln

Akupunktur

Bei unerfüllter Schwangerschaft haben sich spezielle Akupunkturbehandlungen bewährt. In jedem Zyklus werden vier Behandlungssitzungen angesetzt. Die ersten zwei Sitzungen dienen dem Setzen der Nadeln und zwar so, dass diese den Aufbau einer stabilen Schleimhaut der Gebärmutter fördern. Die anderen beiden Einheiten werden vor dem Eisprung abgehalten.

L-Arginin

L-Arginin ist eine lebensnotwendige Aminosäure, die Stickstoffmonoxid bildet. Dieses Molekül ist für die Erweiterung von Blutgefäßen und für die Durchblutung zuständig.

Bei L-Arginin handelt es sich um ein Nahrungsergänzungsmittel auf Naturbasis. Es fördert die Durchblutung und hilft beim Gebärmutterschleimhaut aufbauen. Weiterhin kann es Stress mindern oder beim Muskelaufbau helfen. Das alles hilft bei einem Kinderwunsch

Studien belegen, dass diese Aninosäure eine zu dünne Gebärmutterschleimhaut aufbauen kann.

Heilkräuter

Verschiedene Heilkräuter können bei Östrogenmangel helfen:

  • Nachtkerzen und Nachtkerzenöl
  • Rotklee
  • Traubensilberkerze
  • Johanniskraut

Mitunter hilft auch Soja gut bei Östrogenmangel.

Hormon-Yoga

Seit einiger Zeit wird Hormon-Yoga immer beliebter. Es hilft dabei, den Hormonhaushalt wieder auszugleichen. Hier werden verschiedene Yogatechniken kombiniert, die den Fluss des Lebens anregen und die Funktionen des Körpers ins Gleichgewicht bringen sollen. Das wirkt Stress entgegen, der sich auch negativ auf die Hormone auswirkt.

Diäten für Fruchtbarkeit

Die Harvard-Universität führte eine 8-jährige Studie durch, in der die Wissenschaftler ermittelten, dass bestimmte Nahrungsmittel den Kinderwunsch positiv beeinflussen.

Diese Lebensmittel sind:

  • Eiweiß aus Pflanzen
  • Pflanzenöle ungesättigt
  • Vitamin D
  • Eisen
  • Vollmilch
  • genug Flüssigkeit
  • langsam verdauliche Kohlenhydrate
Der Essensplan sollte entsprechend deiner Bedürfnisse und abwechslungsreich gestaltet werden. Vergiss aber die wichtigen Nährstoffe nicht. Das fördert eine regelmäßigere Periode und erhöht die Chancen auf ein Kind.

Gesund leben

Der Lebensstil sollte so gesund und ausgewogen, wie möglich, sein. Der Schlaf sollte 7 Stunden täglich nicht nicht unterschreiten. Bewegung und frische Kost gehören unbedingt dazu. Stress, Alkohol, Koffein und Zigaretten sind zu meiden. Zigaretten sind sowieso schädlich für eine erwünschte Schwangerschaft, da es die Durchblutung stört und Nachteile beim Schwangerwerden bringen kann. Gefäßverengende Arzneimittel sind ebenfalls zu vermeiden, wenn es möglich ist.

Video: Zusammenfassung mit Tipps, um den Gebärmutterschleimhautaufbau zu fördern

Quellen:

 

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