Papa kocht No. 3 – die Christmas-Edition


„Schwäbische Spitzbuben“ nach Papa’s Art

Hohohoho, der Rubbelpapa aka die Reinkarnation von Rolf Zuckowski läd ein in seine Weihnachtsbäckerei! Was keiner weiß, er war damals im härtesten Ausbildungscamp für Vanillekipferl aus Kinderhand…und kam nie in den Recall!

Aber heute lässt er gestern, gestern sein und sagt über sich selbst: „Backen ist wie Fahrrad fahren! Das verlernst du nie!“ Deshalb versuchen wir uns heute mal an ganz, ganz, ganz aufregende Plätzchen, die sein soziales Umfeld so noch nicht gesehen hat! Mutig, Gewagt, Ekelhaft und Interessant musste er sich anhören, als er von seinen Plänen erzählte. Es wird Zeit, die Kritiker zu strafen und dafür braucht er…

Zutaten laut Rezept:

450 g Mehl

160 g Puderzucker

200 g Butter

1 Ei

1 Eigelb

1 Prise Salz

1 Zitrone, ungespritzt, davon die Schale

2 Pkg. Vanillezucker

Johannisbeergelee

Aprikosenkonfitüre

 

Meine Zutaten:

376g Mehl (ne angefangene Packung halt)

2 x 160g Puderzucker (es muss richtig ballern…nichts für Hypertoniker und Diabetiker)

200 g – 250 g Butter

2 Eier, weil die von Lidl so klein sind

1 Prise Salz (entspricht bei mir meist einem haushaltsüblichen Esslöffel)

1 Zitrone, ungespritzt, davon die Schale

2 Pkg. Vanillezucker

Birnenmarmelade aus dem Maroccourlaub 2013

Weißes Johannisberggelee, das sonst nie jemand isst

noch mehr Puderucker…Muahahhahahaaa!

ca. 100 g Bio-Käse Quattro Formaggio von BioCompany

Kerne oder Vogelfutter

Salzige Karamelcreme

 

 

 

Zutaten Papa kocht
Vorbereitung: Weil heute dein erster Tag vom Weihnachtsurlaub ist, spülst du erstmal die Geschirrberge, trocknest sogar ab und räumst die Küche auf, sodass sie bereit ist für neue Abenteuer. Der wichtige erste Schritt ist dann wie immer: Alle Zutaten abwiegen und schön anrichten. Heute, da Christmas-Edition, weihnachtlich dekorieren. Leider haben wir außer bruchsicheren Christbaumkugeln und einem kleinen silbernen Stern keine Deko, sieht aber trotzdem klasse aus.

 

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Schritt 1: Alle Zutaten miteinander vermischen. Und wenn ich sage alle, dann meine ich nicht Zucker, Käse, Zitrone, Kerne und Konfitüre / Karamelcreme. Wildes Rühren wie ein Besenkter lässt in der Regel Mehl und diverse Teigstücke zirkulieren bis sie außerhalb der Schüssel landen. Isso! Wo gebacken wird, fliegt Teig! Basta. (Zum Glück ist auch noch gar nicht geklärt, wer ieigentlich die Küche danach sauber machen wird.) Was nun wirklich keinen Spaß macht, ist die Butter zu bearbeiten und mit dem Pamps zu vermischen. Schweiß perlt mir von der Stirn. Und das nur, weil die Butter nicht ordentlich erwärmt wurde. Das hier ist also noch richtige Handarbeit!

 

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Schritt 2: Die klumpige Masse jetzt auf zwei Schüsseln verteilen und bloß nicht verpeilen, welche Schüssel, für welche Gaumenattacke zweckdienlich ist.


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Schritt 3: Die Hälfte vom Puderzucker wieder zurück in die Packung geben und einen Vanillezucker beiseitelegen. Den Rest vom Puderzucker und die geriebene Zitronenschale gib in die eine Schüssel, den Käse in die andere. Dann verarbeite die Zutaten jeweils zu einem homogenen Teig oder zu dem, was einem hogenen Teig am nähesten kommt. Hierfür eignen sich nach längerem Versuchen mit dem Löffel auch die Hände gut. Und spart vor allem Zeit und Nerven!

 

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Du weißt, dass du die Zutaten nicht gleichmäßig verteilt hast, wenn ein Teig sehr geschmeidig wird und der andere einfach nicht zusammenklebt. In dem Moment wird dir klar, dass es klüger gewesen wäre, die Zutaten vor dem Vermischen zu trennen. Zum Glück ist Rolf Zuckowsi grade bei ICQ online und kann direkt angehaun werden. Sein Tipp an mich: Einfach 50 g Butter von dem Butterblock dazu und auch der andere Teig wird geschmeidig.
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Schritt 4: Chillaxen! Der Teig muss nun 30 Minuten im Kühlschrank ruhen. Am besten, du kennzeichnest den Käse-Teig mit einem Fitzel Käse oder ähnlichem, sodass du ihn danach nicht probieren musst (rohe Eier können nämlich Salmonellen übertragen, sagt die Rubbelmama!)

 

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Schritt 5: Teig messerrückendünn (!?) ausrollen und dann beginnt der richtige Spaß: Das Ausstechen und Backen. Warum die Teigrolle so winzig ist? Die war ein Gimmick und gehört eigentlich zum Ratgeber „Jedes Kind kann kochen lernen“.

 

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Ausstechen for Dummies: Die Kunst und Challenge hier ist die identische Anzahl an Plätzchen mit und ohne Loch hinzukriegen.

 

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Challenge failed.

 

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Dann gehts schon zum Käseteig: Zuerst die mit Loch herstellen, die sollen weiß sein. Nach dem Ausrollen für die Unterseiten einfach Sesam auf den Teig streuen, dann nochmal drüber rollen und wieder und wieder und wieder. Dadurch erhält man im ersten Durchgang Kekse, die vorne hell sind und hinten Sesam haben. Die Nicht-Sesam-Seite sieht aus wie normale Plätzchen. Genialissimo!

 

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Nicht vergessen: Um dann bei der Herzdame auch richtig Lob abräumen zu können, auch ein paar mit Herzen machen! Das mindert den Groll über vernachlässigte Hausarbeiten.

Schritt 6: Die Pütz chen können bei 160°C im Backofen backen, bis sie leicht goldbraun sind. Oder auch ein bisschen knuspriger, wenn ihr so wie ich ein Handtuch über dem Backofengriff zu hängen habt und deshalb manchmal nicht so genau und häufig hinschaut.

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Noch vor dem Zusammenkleben sieht die Küche aus wie Sau dann so aus.

 

 

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Schritt 7: Jetzt geht’s ans Zusammenkleben. Wieder fangen wir mit den süßen Plätzchen an. Danach die Käse-Plätzchen. Ich habe die meisten mit der salzigen Karamellcreme bestrichen, aber hier kann man kreativ sein…

 

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…und auch mal die nie leer werdende Sesampaste rauslassen…

 

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…und ein paar Knoblauchplätzchen für ganz beliebte Gäste machen.

 

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Sehr lecker: Frischkäsebelag. Die müssen dann aber gleich gegessen werden.
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Das wars dann auch schon und das Endprodukt kann sich meiner Meinung nach Sehen lassen.

 

Frohe Weihnachten euch allen!

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