Plötzlicher Kindstod – macht die Matratze einen Unterschied?


*Dieser Beitrag entstand in freundlicher Kooperation mit Emma Kids und enthält neben redaktionellen Inhalten stellenweise Werbung für die EMMA KIDS MATRATZE*

Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Baby im Laufe der ersten zwei Lebensjahre am „plötzlichen Kindstod“, also ohne erkennbaren Grund, aufhört zu atmen, ist statistisch gesehen relativ gering. Trotzdem bin ich nicht die einzige Mutter, die ihr schlafendes Baby schon viele, viele Male besorgt überprüft hat, wenn es sehr tief und ruhig schläft. Denn der Gedanke, dass dieses zerbrechliche kleine Wunder einschläft und nicht wieder aufwacht ist einfach unerträglich. Viele Eltern, die ich kenne, überprüfen sogar beim Schlafen in der Babytrage regelmäßig, ob es noch atmet.
Die gängigen Empfehlungen darüber, wie die Schlafsituation für ein Baby sein soll, damit das Risiko für den plötzlichen Kindstod (SIDS oder Sudden Infants Death Syndrome) möglichst gering ist, habt ihr bestimmt schon viele Male gehört. Aber wusstet ihr auch, dass es eine plausible Theorie gibt, die auf giftige Gase aus der Babymatratze zurückgeht? Mit diesem Thema habe ich mich schon vor langer Zeit beschäftigt. Nun habe ich mit der Emma Kids Matratze auch eine geeignete Emfpehlung parat für die „richtige“ Babymatratze gegen plötzlichen Kindstod.

Was ist der plötzliche Kindstod?

Soviel vorweg: Der plötzliche Kindstod ist keine Erkrankung – zumindest keine einheitliche, die man bisher hätte entdecken können. Vorherige Untersuchungen oder Behandlungen können ihn also nicht verhindern. Lediglich einige Faktoren im Umfeld des Babys und in der Schlafsituation können das statistische Risiko senken – das bedeutet nicht, dass wir dadurch jedes Kind automatisch schützen können. In Deutschland sterben jedes Jahr nur etwa 300 Babys (etwa jedes 2000. Baby) am plötzlichen Kindstod, die Häufigkeit ist als relativ gering. Trotzdem wird überall davor gewarnt und viel geforscht. Denn die genauen Zusammenhänge konnte bisher niemand belegen, auch wenn es viele Hinweise und Forschungsergebnisse gibt.

90 % der Kinder, die am plötzlichen Kindstod sterben, sterben im Nachtschlaf und bevor sie das erste Lebensjahr vollendet haben. Doch was genau ist nun der plötzliche Kindstod?

Unter dem plötzlichen Kindstod versteht man den plötzlichen und unvorhersehbaren Tod eines Säuglings im Schlaf, ohne dass in der Obduktion eine adäquate Todesursache nachweisbar ist. Flexikon

 

So ist der plötzliche Kindstod am Ende eine Todesursache, die nach Ausschluss aller anderen Möglichkeiten gestellt wird. Es wäre also meinem Verständnis nach gut möglich, dass sich unter diesem Begriff eine Mehrzahl an Ursachen tummelt, die nicht auf einen Nenner zu bringen ist. Manche behaupten sogar, es gäbe den plötzlichen Kindstod per se gar nicht.

Plötzlicher Kindstod – mögliche Ursachen

Häufig wird als Ursache für den plötzlichen Kindstod eine Kombination aus ungünstigen Faktoren angenommen. Wenn ein Baby bereits vorbelastet ist durch einen Defekt im Stammhirn oder einer Schwäche in der Blutdruckregulation, fällt es in Risikosituationen leichter dem SIDS zum Opfer. Das geht in eine ähnliche Richtung wie die Theorie vom „zu festen Schlaf“, der zum plötzlichen Kindstod führen soll: Während die meisten Kinder bei Gefahr, also bei Atemaussetzern oder bei einem CO2-Rückstau in der unmittelbaren Atemumgebung aufwachen, tun einige wenige das eben nicht. Weil man im Vorfeld aber nicht bestimmen, kann, ob ein Kind wirklich gefährdeter ist als andere, wird empfohlen, die bekannten Risikofaktoren auszuschalten und so das Risiko zu vermindern.

Plötzlicher Kindstod – vorbeugen

Die folgenden Empfehlungen beruhen auf statistischen Werten. Das heißt, dass z.B. die Bauchlage nicht ursächlich ist für den plötzlichen Tod im Schlaf, sondern durchschnittlich sterben mehr Babys, wenn sie auf dem Bauch liegen. Dass dahinter auch andere Zusammenhänge stecken können, erkläre ich noch.

Diese grundsätzlichen Empfehlungen für ein geringeres SIDS Risiko gibt es:


Rückenlage

Es wird empfohlen, ein Baby nicht in Bauchlage schlafen zu lassen. Denn dort ist die Häufigkeit für den plötzlichen Kindstod am höchsten.

Richtiges Bett

Ein Baby sollte der Studienlage nach alleine in einem Bettchen im Elternschlafzimmer schlafen. Die Matratze sollte hart sein und von unten durchlüftet sein. Das Babybettchen sollte ebenfalls viel Luftzufuhr von der Seite haben und keine Kuscheltiere, Kissen, Decken oder ähnliches drin haben. Das Baby sollte im Schlafsack schlafen, der nicht über den Kopf rutschen kann.

Überhitzung vermeiden

Das Schlafzimmer sollte nicht wärmer als 18°C sein und das Baby nicht zu warm angezogen. Überhitzung gilt als Risikofaktor für den plötzlichen Kindstod.

Nicht rauchen

Rauchen in der Schwangerschaft, rauchende Eltern oder Rauchen in unmittelbarer Umgebung des Babys erhöht das Risiko für SIDS.

Stillen

Es gibt Studien, die besagen, dass gestillte Kinder weniger häufig am plötzlichen Kindstod sterben.

Schnuller

Laut Studien sterben weniger Kinder an SIDS, wenn sie mit Schnuller schlafen.

Kommt der plötzliche Kindstod aus der Matratze?

Die gängigen Empfehlungen bezüglich einer Babymatratze sind klar: Hart sollte sie sein, sodass der kleine Körper nicht zu weit einsinkt und frei von Giftstoffen. Trotzdem waren und sind in Babymatratzen lange Zeit Verbindungen aus Arsen, Antimon und Phosphor, z.B. als Weichmacher, enthalten.

Eine sehr plausible Theorie zur möglichen Ursache des plötzlichen Kindstods setzt genau da an. Schon in den 90ern gab es erste Wissenschaftler und erste Untersuchungen, die der Meinung waren, dass der plötzliche Kindstod im Zusammenhang mit der Babymatratze und giftigen Gasen stehe. Denn Schimmelpilze (Arsenpilze), die grundsätzliche überall vorkommen, können in Verbindung mit Arsen, Antimon oder Phosphor, sowie Feuchtigkeit und Wärme, giftige Gase bilden. Für einen Erwachsenen wäre die Menge vermutlich ungefährlich, für manche Babys aber nicht. Sie können zu Kreislaufzusammenbruch oder Atemstillstand führen, wenn sie eine gewisse Konzentration erreichen. Die Gase sind schwerer als der Sauerstoff halten sich so relativ nah an der Oberfläche der Matratze, werden allmählich konzentrierter.

Leider kommen die genannten Substanzen nicht nur in künstlichen Stoffen für Babymatratzen wie Kaltschaum vor, sondern auch in natürlichen Materialien wie Kokosfaser oder Schaffell. Das erklärt auch, warum es z.B. auch in Naturvölkern oder in Neuseeland (viele Schafe!) viele Fälle von SIDS gab. Neuseeland ist es auch, woher der aussagekräftigste Beweis für die Theorie des Todes aus der Babymatratze kommt. Denn in Neuseeland wird, im Gegensatz zu Deutschland, jeder Fall vom plötzlichen Kindstod von staatlicher Seite aus untersucht und dokumentiert. Nun wurde in den letzten Jahren bei über 100.000 Babys ein Matratzenüberzug aus wasser- und luftundurchlässigem Material benutzt. D.h. es konnten sich in den Matratzen kaum Pilze bilden, da keine Feuchtigkeit zu ihnen durchdringen konnte. Zum anderen hätten Gase aus der Matratze nicht zum Baby aufsteigen können. Statistisch gesehen hätte es unter diesen Babys mehrere hundert geben müssen, die am Kindstod sterben. Doch kein einziges dieser Babys starb an SIDS.

Wenn also der plötzliche Kindstod auf Gase aus der Matratze zurückzuführen wäre, würde das viele der diffus erscheinenden Empfehlungen und Tatsachen zum Thema erklären:

  • Auf neuen Matratzen sterben weniger Kinder an SIDS. In solchen Matratzen sind natürlich weniger Schimmelpilze.
  • In der Rückenlage ist das Risiko geringer: Wenn die Nase weiter von der Matratze entfernt ist, werden weniger Gase eingeatmet.
  • Ein Einsinken in die Matratze hätte ebenfalls den Effekt, dass die Nase näher an der Gasschicht ist.
  • das Babybettchen sollte gut durchlüftet sein und kein Nestchen, Kuscheltiere oder ähnliche Gegenstände, die die Luftzirkulation behindern, dürfen nicht ins Bett. So könnten die Gase besser abziehen und das Risiko wäre verringert.
  • Im Schlafzimmer bzw. Babybett soll es nicht zu warm sein bzw. eine Überhitzung beim Baby sollte man vermeiden. Dadurch werden auch die Faktoren Wärme und Feuchtigkeit (Schweiß) verringert, die zur Bildung der Gase nötig sind.

Emma Kids Matratze entspricht den Anforderungen

Wer die letzten 1000 Worte aufmerksam gelesen hat, der könnte jetzt vielleicht zu folgendem Schluss kommen: Einfach einen wasser- und luftdichten Überzug für die Babymatratze kaufen und alles ist gut. So wie die Neuseeländer. Das wäre zumindest eine Möglichkeit. Allerdings wird auch davor von Experten gewarnt. Vielmehr sollte man auf die Weichmacher und Brandschutzmittel, also Antimon, Arsen und Phosphor-Verbindungen in den Babymatratzen verzichten und nach Möglichkeit die genannten Empfehlungen befolgen.

Dieser Meinung schließe ich persönlich mich an. Denn auch wenn die Theorie sehr schlüssig klingt und ich durchaus glaube, dass Babys an diesen giftigen Gasen sterben, so gibt es doch keinerlei Sicherheit, dass nicht auch gleichzeitig die traditionelleren Theorien zum Defekt im Stammhirn oder sonstigem zutreffen.

Sinnvoller ist es daher, eine neue Matratze für das Baby oder Kleinkind zu kaufen, die den Anforderungen an Schadstoffreiheit entspricht – wie zum Beispiel eine Matratze von Emma Kids. Sie besteht aus einem luftdurchlässigen Kaltschaumkern und einem waschbaren Überzug aus Polyester, der sich ganz leicht mit Reißverschluss abnehmen lässt. Es gibt sie in zwei verschiedenen Größen.

Mehr zur Emma Kids Matratze und den Shop findest Du online bei Emma Matratze

Weil unser Kleinkind ja schon immer in unserem Bett schläft, war die Emma Kids Matratze (Gr. 1,40 m) die erste Kindermatratze, mit der wir uns überhaupt befasst haben. In diesem Zusammenhang haben mein Papa und ich unser altes Kinderbett, das sie damals für mich gekauft haben, ausgegraben und restauriert. Weil es Vollholz ist, ist es immer noch genauso schön und gut zu gebrauchen wie damals. Wir haben es in unser Wohnzimmer im Obergeschoss gestellt, in der Meinung, er würde vielleicht gerne darin spielen. Wir hatten keinerlei Hoffnung, dass er tatsächlich darin schlafen würde. Ehrlich gesagt wollte ich das auch gar nicht, ich habe ihn gerne in unserem Bett.

Damit, was dann passierte, hatten wir nicht gerechnet. 

Wir kamen nach oben, er sah das Bett und blickte uns fragend an. Ich erklärte ihm, dass das früher Mamas Bett war und jetzt seins ist. Er legte sich sofort in sein neues Bett und wollte seine Gute-Nacht-Geschichten dort hören. Auch als Schlafenszeit war, war er nicht dazu zu bewegen, das Bettchen zu verlassen. Ohne viel Gekuschel und Herumwälzen, nur mit Händchen-Halten und Summen, schlief er seelig darin ein. Einige Nächte schlief er sogar durch in dem Kinderbett. Und auch wenn er nachts aufwacht und ich ihn mit ins Elternbett nehme, tut er das nur widerwillig. Wenn ich ihn frage, will er „hier schlafen“. Wenn ich dafür allerdings eine gefühlte Ewigkeit an seinem Bettchen sitzen soll, kommt das für mich nicht in Frage.

Plötzlicher Kindstod und Familienbett

Noch ein paar Worte zu unserer Schlafsituation. Wir schlafen nachts ja nach wie vor alle zusammen im Familienbett. Die Empfehlung, Babys nicht im Elternbett schlafen zu lassen, weil das einen Risikofaktor für den plötzlichen Kindstod darstellt, hält sich hartnäckig. Trotzdem lassen immer mehr Eltern ihre Kinder im Familienbett schlafen, so auch wir. Gefährden wir unsere Kinder dadurch?

Ich denke nicht. Auch wenn diese Empfehlungen auf durchgeführten Studien aus den 80ern und 90ern beruhen, scheinen sie mittlerweile fast schon veraltet. Denn tatsächlich wurden bei keiner dieser Studien andere Risikofaktoren wie Rauchen oder Alkoholkonsum der Eltern mit beachtet. Neuere Ergebnisse, zum Beispiel aus dem Jahr 2009 in Alaska durchgeführt, legen nahe, dass ein Familienbett alleine nicht das Risiko für den plötzlichen Kindstod hebt. Vielmehr wird Rauchen der Eltern als Hauptursache vom plötzlichen Kindstod im Elternbett angesehen.



Alle Kommentare (1)

    Ich bin eben auf deinen Blog gestoßen und habe ein bisschen rumgestöbert. Deine Einträge gefallen mir wirklich gut und auch diesen hier fand ich hilfreich. Die Emma Kids Matratze werde ich mir auf jeden Fall genauer anschauen. Liebe Grüße 🙂

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