Es wird ernst: Das Reiseziel steht fest!


Bis wir tatsächlich unsere Wohnung und Möbel in Berlin zurückgelassen und zu meinen Eltern „unters Dach“ gezogen sind, durfte ich mir von meinem Bruder immer wieder anhören, dass er immer noch nicht glaube, dass wir das wirklich machen. Nun haben wir den ersten Schritt getan…und der zweite steht an: Die konkrete Reiseplanung.

Wie, wann, wohin genau: Mit Kleinkind im Ausland leben

Denn bisher war unser Plan ja doch noch recht vage: Zu dritt als Familie für unbestimmte Zeit ins asiatische Ausland gehen. Denkbar sind da natürlich viele Szenarien, von Weltreise über mehrere Stationen bis hin zu dauerhaftem Aufenthalt in einem Land. Zunächst dachten wir auch daran, einige Stationen, z.B. Indien und Thailand vorzuschieben, um dann in unser vorläufiges Zielland Indonesien zu reisen.

Wie?

Doch dann waren wir zum ersten Mal mit unserem Kind in mehreren verschiedenen Unterkünften innerhalb kurzer Zeit. Auf unserem Trip durch Österreich und Bayern schliefen wir innerhalb einer Woche in drei verschiedenen Betten und stellten folgendes fest: Unser Kleiner ist ein super Reisepartner. Er freut sich total, neue Gegenden zu erkunden und akzeptiert eine neue Örtlichkeit sehr schnell. Und genau da ist auch der Haken: EINE neue Örtlichkeit. Bei der zweiten viel es ihm schon sichtlich schwerer und bei der dritten wollte er am liebsten in der Wohnungstür kehrt machen und weglaufen.

Seitdem stelle ich es mir viel einfacher vor, einen bestimmten Ort anzusteuern und dann dort erst einmal zu bleiben.

Wann?

Zunächst war auch der Zeitpunkt, an dem wir Deutschland verlassen, sehr vage. In meinem Kopf irgendwas zwischen Weihnachten und März. Nun hat mein Mann vor kurzem den Wunsch geäußert, das ganze etwas nach hinten zu verlegen. Nicht, weil er den Winter so liebt, sondern weil er dadurch hofft, das Stresspotential verringern zu können. Aktuell ist der Rubbelbatz nämlich noch immer sehr auf mich bzw. seine Oma – also die Frauen in der Familie – fixiert. Allerdings merkt man täglich, wie es einfacher für ihn wird, auch vom Papa oder Opa Hilfe zuzulassen.

Es ist noch nicht lange her, da rief er mir abends ganz entzückt zu: „Papa kann auch lesen!“


Also haben wir uns darauf geeinigt, im April zu fliegen.

Wohin?

Und daraus resultierte dann auch der wichtigste Teil – das WOHIN. Indien und Thailand fallen im April aus, denn dort ist dann keine günstige Reisezeit. Und direkt in den Hochsommer oder Monsunregen wollten wir eigentlich nicht reisen. Also kamen noch zwei Ziele in Frage: Sri Lanka (dort kann man das ganze Jahr über verbringen, wenn man von Küste zu Küste reist) und Bali.

In meinen Augen ist Sri Lanka etwas zu „unsicher“, weil dort erst seit 2009 der Bürgerkrieg vorüber ist und manche Gebiete noch von Landminen befreit werden müssen. Die anderen Gebiete sind zwar für Touristen erschlossen und ohne Frage wunderschön, doch ist die Infrastruktur einfach noch eine andere als auf Bali. Früher, bevor ich ein Kind dabei hatte, wäre mir Sri Lanka sicherlich lieber gewesen. Mit dem Rucksack ein Land erleben, das nicht voller Touristen ist. Authentisch, fast unverändert, das ist sicherlich reizvoll.

Aber mit Kind, vor allem mit Kleinkind, sind die Dinge eben etwas anders. Mir erscheint es jetzt ein großer Vorteil, dass sich auf Bali Digitale Nomaden und Reisefamilien aus aller Herren Länder tummeln. Dass ich jemanden Fragen kann, der sicherlich schon mal vor ähnlichen Problemen stand, wie ich. Dass wir einfach Anschluss finden, Freunde für uns und andere Kinder für den Rubbelbatz.

Es galt nur noch, den Mann von dieser Tatsache zu überzeugen. Der wäre nämlich anfangs lieber nach Sri Lanka. Nach nur zwei Wochen stillschweigender Bedenkzeit verstand er dann aber auch, dass Bali das beste Reiseziel für uns ist.

Im April nach Bali: Die nächsten Schritte

Als nächstes müssen wir also

  • einen Flug buchen
  • uns für einen Ort entscheiden
  • eine Unterkunft finden
  • Ausstehende Impfungen erledigen

und natürlich sämtliche Reiseberichte und Reiseführer lesen, um auf die ganz neue Umgebung vorbereitet zu sein.

Denn auch wenn wir uns auf das neue Leben dort freuen, haben wir natürlich auch Bammel davor. Vor allem mit Kleinkind ist die Vorbereitung sehr wichtig, denn immerhin tragen wir die Verantwortung für den Knirps!



Alle Kommentare (4)

    Neid! Ich liebe Bali… Ich habe dort ein Semester studiert und dementsprechend ein halbes Jahr gelebt.

    Wir haben Bekannte, die mit ihren beiden kleinen Kindern in der Nähe von Ubud leben (sie Russin, er Balinese).

    Ich selbst hatte meine Unterkunft in Kuta. Und ich hätte echt nicht auf das Meer und die Sonnenuntergänge am Strand verzichten wollen… Weiter nördlich in Seminyak gibt es ganz tolle Villen. Aber das ist halt alles die Touristen-Zone und man stolpert alle Nase lang über besoffene Australier.

    Und ich würde zur Sicherheit auch nicht allzu weit von Denpasar entfernt wohnen wollen, da es dort im Notfall die beste medizinische Versorgung gibt. Aber nicht direkt in der Stadt. Zu chaotisch und laut für meinen Geschmack. Und keinesfalls am Mt. Agung, der ist dazu einfach zu aktiv.

    Wenn ich irgendwas bei der Planung helfen kann, melde dich gerne mal bei mir. ?

    Oh, wie aufregende!! Bali klingt ja traumhaft. Ich bin schon sehr gespannt, was ihr dann so erzählen werdet ?
    Ich kann verstehen, dass man mit Kind erst mal in ein sicheres Land gehen will. Und von Bali kann man ja auch Reisen und hat ganz andere Ziele zur Verfügung als von hier ?
    Ist schon ein Zeitraum geplant? Erst mal 1 Jahr? Oder direkt open-end?

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