Was kann ich gegen Schwangerschaftsstreifen tun?


Woran denkt eine Frau als erstes, wenn es um das Thema Schwangerschaft geht? „Wie sehe ich danach aus? Wird mein Bauch jemals wieder flach sein?“ und natürlich dicht gefolgt von „Werde ich Schwangerschaftsstreifen an Bauch, Beine, Brust oder Po bekommen?“

Schwangerschaftsstreifen sind für mindestens 70% aller Schwangeren ein Thema, dem sie sich nicht werden entziehen können, daher ist es sinnvoll, sich frühzeitig damit zu beschäftigen. Es gibt dazu zwei gängige Meinungen:

1. Ob man Schwangerschaftsstreifen bekommt, oder nicht, hängt allein vom Bindegewebe ab und lässt sich nicht beeinflussen.

Da ich das etwas entmutigend finde und ich ungern etwas unversucht lasse, schließe ich mich lieber zweiterer Meinung an:

2. Wer frühzeitig daran arbeitet, kann Schwangerschaftsstreifen vermindern oder verhindern.

Natürlich ist eine Schwangerschaft für den weiblichen Körper eine Extrembelastung und so auch für die Haut. Das lässt sich nur vermeiden, indem man eine Schwangerschaft vermeidet. Die Haut, vor allem am Bauch, wird um ein vielfaches gedehnt und das in sehr kurzer Zeit. Zudem ist die Haut durch die Schwangerschaftshormone nicht so dehnbar und flexibel, wie normalerweise. Dadurch können feine Risse in den unteren Hautschichten entstehen, die auch nach der Schwangerschaft noch als weiße Streifen zu sehen sind. Weil es sich um tiefe Hautschichten handelt, verblassen diese nur leicht und sehr langsam. Zumindest eine positive Tatsache gibt es in meinem Fall: jüngere Frauen sind davon stärker betroffen, als ältere. Ich verfüge über mehr „stabiles Kollagen“. Trotzdem will ich mich allein darauf und auf mein leider nicht allzu starkes Bindegewebe nicht verlassen.

 

Aber was kann ich tun, um die Schwangerschaftsstreifen zu vermeiden?

1. Hautpflege & Massagen

Der erste Tipp ist wohl auch der am weitesten verbreitete: Cremen, Ölen und Schmieren, was das Zeug hält. Und das nicht erst, wenn der Bauch wächst, sondern gleich von Anfang an. Durch die Feuchtigkeit und Fette wird die Haut gesund, geschmeidig und elastisch gehalten. Das ist wichtig, wenn sie später gedehnt werden soll. Entscheidend ist natürlich auch, dabei hochwertige Pflegeprodukte zu benutzen, die die Haut auch verwerten kann. Gleichzeitig sollte man versuchen, alles zu vermeiden, was die Haut austrocknet: Heiße oder lange Bäder, Saunagänge, und Ähnliches.

Alles, was die Durchblutung der Haut anregt, ist ebenfalls förderlich. Und dazu gehören z.B. auch Zupf- und Vibrationsmassagen oder Peelings und Wechselduschen .

Mein Verlobter und ich haben hierzu ein sehr schönes Ritual eingeführt: jeden Abend, wenn ich ins Bett gehe – was meist Stunden vor ihm und einer normalen Ruhezeit ist – ölt er ausgiebig meinen Bauch ein und massiert ihn ein wenig. Das ist für uns beide ein Moment, in dem wir uns auf unser Baby konzentrieren und gleichzeitig unsere Zweisamkeit genießen. Solange wir sie noch haben.

2. Richtige Ernährung

Im Grunde ist die richtige Ernährung in der Schwangerschaft ja ohnehin vorgegeben: viel Obst und Gemüse, wenig Zucker und ungesunde Zusätze, kein Alkohol und Nikotin, wenig bis kein Koffein. Doch wer bisher dachte, das wäre nur für die Gesundheit des Babys wichtig, der lag nicht ganz richtig. Auch unserer eigenen Eitelkeit zuliebe sollten wir darauf achten. Auch die Haut braucht genügend Vitamine und Flüssigkeit, um gesund zu bleiben. Vitamin-E zum Beispiel gilt als Geheimtipp zur Unterstützung des Bindegewebes. Dieses findet sich vor allem in pflanzlichen Ölen wie Olivenöl, Sonnenblumenöl oder Weizenkeimöl.

Wichtig ist die gesunde Ernährung natürlich auch im Hinblick auf eine Gewichtszunahme. 9-12 Kilo sind in einer Schwangerschaft völlig normal und müssen auch sein. Bis zu 20 Kilo sind aber meist der Tatsache geschuldet, dass wir die Schwangerschaft gerne als Entschuldigung für ein Schlemmen ohne Reue vorschieben. Nun ist der Zusammenhang zwischen Gewichtszunahme und Dehnung der Haut kein schwieriger – sprich, je weniger wir zunehmen, desto geringer die Gefahr von hässlichen Streifen auf Beinen oder Po.

3. Bewegung und Sport

Bewegung fördert nicht nur die Durchblutung der Haut, sportliche Betätigung stärkt auch das Bindegewebe und beugt so Schwangerschaftsstreifen vor. Da ich selbst ein großer Sportmuffel bin, will ich mich an diesem Punkt nicht zu groß hervortun…

Reicht das?

Insgesamt scheint für mich der Kampf also noch nicht verloren. Weiterhin gesund essen, viel trinken und cremen bis zum Umfallen und ich habe eine Chance, mit keinen oder nur wenig Dehnungsstreifen davon zukommen. Sollte das nicht klappen, kann ich mich ja immer noch mit den Standard-Floskeln trösten, dass wir Mamis stolz sein sollten auf Hängebrüste und Schwangerschaftsstreifen, weil das ein „Zeichen ist, für das Wunder, das wir hervorgebracht haben“ und „ganz normal“. Lieber wäre es mir allerdings, ich könnte dieses Wunder hervorbringen ohne die ganzen beunruhigenden Nebenwirkungen und deren Langzeit-Auswirkungen…


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Alle Kommentare (2)

    Schön zusammen gefasst! Ich hatte zum Glück ein gutes Bindegewebe. Bei der Gewichtszunahme muss ich dir widersprechen. Ich bin sehr schlank und habe 15Kilo zugenommen. Das war völlig normal und hatte nichts mit Schlemmen zu tun. LG Nina

    Bei der Gewichtszunahme während der Schwangerschaft sind 16 bis 20 kg völlig normal. Ab diesem Wert ist es eine auffällig hohe Gewichtszunahme, die wahrscheinlich nicht nur auf die Schwangerschaft zurückzuführen ist, sondern auf veränderte Ernährungsgewohnheiten.

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