Rubbelbatz.de : Von der Planung bis zum Launch


Mit Ende der Schwangerschaft haben wir uns ja als Paar und angehende Eltern entscheiden wollen, wie es mit unseren beiden Blogs er-ist-schwanger.de und sie-ist-schwanger.de weitergehen sollte. Immerhin verbinden wir sehr viel mit den beiden Blogs, haben viel gelernt und teilen uns nun sogar ein Hobby, was wir früher nicht für möglich gehalten haben. Also entschieden wir uns dazu, dass wir nach der Geburt einen Familienblog starten werden.

Erste Differenzen

Jaja, nachdem wir beide zu stur waren und keiner bei dem anderen miteinziehen wollte bei seinem Blog, kamen schon die ersten Diskussionen auf. „Aber wenn wir jetzt einen neuen Blog hochziehen, dann sind doch auch alle unsere Besucher weg und alles war umsonst“ musste ich mir anhören. Das wäre wirklich sehr schade gewesen, denn beide Blogs zusammen haben es auf ungefähr 10.000 Visits gebracht. Beide hatten Backlinks von ca. 30 Domains und auch ein paar Google-Top-Ten-Rankings kamen zusammen.

Jetzt wollten wir natürlich möglichst viel davon übernehmen und hatten die Idee, dass auf unserem neuen Blog jeweils eine Rubrik sein sollte, auf der alle Beiträge unserer alten Blogs auffindbar sind. Jeder der sich von euch ein wenig mit der ganzen Materie SEO (Suchmaschinenoptimierung) befasst hat, weiß, dass Google Seiten mit DC (Duplicate Content) als minderwertig einstuft. Um dies zu vermeiden hätte ich also alle Artikel mit einem Canonical taggen dürfen, damit ich Google signalisiere, dass der Inhalt des Artikels eine Primärquelle auf einer anderen Seite/Unterseite hat. Die bessere Lösung ist in diesem Falle also, bei Artikeln eine Weiterleitung mittels 301-Redirect auf meine neue Domain zu schalten. Wenn dies sauber und richtig gemacht wird, dann profitiert auch die neue Domain davon, da alle SEO-Power der alten Beiträge auf die Beiträge der neuen Domain übertragen wird. Außerdem wird Google signalisiert, dass die bisher indexierten Seiten der alten Domain mit der neuen Domain, auf welche weitergeleitet wird, ersetzt werden soll. Dieser Vorgang kann gut ein paar Wochen dauern. Klingt super und will ich. Später sag ich euch, warum ich es dann nicht mehr wollte bzw. mich für eine andere Vorgehensweise entschieden habe.

 

Hoster und Domain

Wie es zum Domain-Namen kam, konntet ihr ja schon in unserem Begrüßungspost auf der neuen Domain lesen. Außerdem ist der Name sehr gut und einfach zu merken und lässt sich obendrein sehr gut auf der Tastatur tippen. Für mich durchaus wichtige Kriterien eines guten Domain-Namens. Generell zeichnet eine gute Domain in meinen Augen durch folgendes aus:

  • keine Umlaute
  • Wiedererkennungswert
  • nicht mehr als 4 Silben (optimal 3 Silben)
  • eine gängige TLD (.de /.com / .net)
  • keine Expired Domain sein, die für SEO-Zwecke verbrannt wurde

Für unseren neuen Blog wollte ich auf keinen Fall weiterhin bei One.com die Seite hosten. Als Anfänger ist es durchaus eine gute Alternative dort, das erste Jahr Domain, Webspace und etc. umsonst nutzen zu können. Leider teilt man sich den Serverplatz aber auch mit 1000 weiteren Domains, was die Seite natürlich schnell langsam werden lässt. Also hab ich mich dazu entschlossen den Hoster zu wechseln und hoste Rubbelbatz.de jetzt auf all-inkl.com und bin bisher von Support und Leistung sehr angetan. Der Grund für meine Wahl ist aber eigentlich, dass all-inkl.com ihr Rechnenzentrum mit grünem Strom betreibt und ich das sehr willkommen heiße.
gehostet mit 100% Ökostrom von all-inkl.com

Neue Domain und Blog-Migration

Nun stand ich vor einer Aufgabe, die sich für mich als recht kniffelig darstellte. Ich wollte aus zwei Blogs, einen neuen machen und dabei bestenfalls von den bisher aufgebauten Backlinks und Rankings profitieren. Alle Infos, die ich finden konnte, bezogen sich leider immer auf den Fall, dass man einen Blog, in einem bestehenden Blog integriert. Dies war ja in meinem Falle nicht gegeben. Allerdings habe ich auf elmastudio.de einen wirklich hilfreichen Beitrag gefunden, wie ich mit Hilfe der WordPress Importfunktion mit meinem Blog umziehen kann. Dabei bleiben alle Artikel und Kommentare identisch. Dies habe ich mit dem ersten Blog versucht und hatte Erfolg. Nun versuchte ich das gleiche mit dem zweiten Blog und hatte nach mehrmaligen Versuchen auch damit Erfolg. Allerdings waren nun alle Pfade und URLs der Beiträge und Bilder natürlich anders als davor und mussten angepasst werden. Eine Mammutaufgabe, die einen stark kotzen lässt.

Zum Glück gibt es für solche Fälle ein WordPress-Plugin namens „Better Search and Replace„. Damit konnte ich nun in der MySQL-Datenbank alle Einträge mit dem Wortlaut „Er-ist-schwanger“ oder „Sie-ist-schwanger“ durch „Rubbelbatz“ ersetzen lassen. Danach war noch Feintuning angesagt, was aber auch eine sehr unangenehme Aufgabe war, da alles nochmal händisch kontrolliert werden musste. Außerdem war die Medienbibliothek nicht komplett und somit haben Bilder in den meisten Beiträgen gefehlt. *Kotz-Würg*

Sobald ich ein Problem gelöst hatte, tat sich leider immer wieder ein neues auf. Unsere alten Blogs hatten unterschiedliche Permalink-Strukturen, die ich nun einheitlich machen wollte, was wiederum zu veränderten URLs geführt hat. Dies wurde erst zum richtig, richtig großen Problem, als ich mich um die Weiterleitungen der alten Artikel kümmern wollte.

 

Die Krux mit der Weiterleitung

Dass eine saubere Weiterleitung den Trust und die Rankings vererbt, hatte ich ja oben bereits angesprochen. Mit Hilfe von diversen WordPress-Plugins kann man ziemlich einfach Weiterleitungen setzen. Diese tun nichts anderes als die htaccess-Datei zu beschreiben, damit Serveranfragen direkt an die neue Domain weitergeleitet werden. Im besten Fall bekommt also jede alte URL eine Weiterleitung auf die neue URL der neuen Domain. In meinem Falle wären dies wohl an die 400 Einzelweiterleitungen, die ich manuell setzen müsste. Darauf hatte ich überhaupt keine Lust und habe zum Glück einen alten Beitrag von Peer Wandinger auf blogprojekt.de gefunden mit einem vielversprechendem Code für die htaccess-Datei:

RewriteEngine On
Options +FollowSymLinks
RewriteRule (.*) https://www.deineNeueDomaine.de [R=301,L]

So wie ich es verstanden habe, werden damit alle alten URLs dauerhaft auf ähnliche URLs der neuen Domain weitergeleitet. Hätte ich die Permalinks nicht schon geändert, wäre ich auch zuversichtlicher, dass alles hinhaut. Da ich mir aber nicht ganz sicher bin/war, ob dies der Fall ist, habe ich alle Besucher unserer alten Domain auf unseren Willkommensbeitrag auf Rubbelbatz.de geschickt, um erstmal safe zu sein und den Besuchern, die nichts vom neuen Blog wussten auch gleich eine Info mit auf den Weg zu geben. Hoffentlich erkennt auf diese Weise aber auch der Goolgebot die richtigen Artikel, und tauscht diese dementsprechend in seinem Index mit denen auf der neuen Domain aus. Ich habe leider arge Zweifel daran aber die Hoffnung stirbt zuletzt und ich werde es beobachten.

 

Keine Sitemap

Außerdem habe ich bewusst darauf verzichtet, dass Google sofort die neue Seite besucht, solange ich noch daran arbeite. Ich wollte erst mal alle Beiträge und Inhalte sicher haben, damit der Bot auch viel Content zum Indexieren findet. Auf eine Sitemap habe ich bewusst verzichtet, da diese entgegen allgemeiner Meinung, nur für wirklich große Seiten (mit mehr als 10.000 Unterseiten) einen Mehrwert liefert. Als Beweis ist hier ist auch gleich die richtige Stelle im QnA mit Googles John Mueller zu sehen:

[youtube id=“NW3vxnlu3QQ?start=674″ width=“660″ height=“350″]

Außerdem habe ich komischerweise bei unseren ersten beiden Blogs die Erfahrung gemacht, dass trotz Sitemaps weniger Seiten indexiert wurden, als es hätte sein sollen. Erst als ich die Sitemap wieder rausgenommen habe in der Google Search Console (damals Webmaster Tools), wurden wieder mehr Seiten indexiert. Kann Zufall gewesen sein, aber war halt so…

[attention] [attention_heading]Indexierte Seiten[/attention_heading] [attention_message]Ihr könnt euch ganz einfach mit der Google Suchemaske und dem passenden Suchoperator die Anzahl eurer indexierten Seiten anzeigen lassen: site:EureDomain.de (in meinem Falle also site:rubbelbatz.de)[/attention_message] [/attention]

 

Launch: Rubbelbatz.de geht ONLINE

Als nun also Arbeiten am Theme, Content, Kategorien und Weiterleitungen abgeschlossen waren, habe ich die Seite letzte Woche Sonntag, den 02.08.2015 für Google freigegeben. Seither war ich natürlich sehr gespannt, wie sich die Domain entwickelt und kann jetzt nach und für die Dauer von einer Woche ein kurzes Fazit ziehen:

[checklist]
  • ca. 2800 Visits
  • fast 8000 Seitenaufrufe
  • Verweildauer 3:30 Min
  • Absprungsrate 50%
  • 420 Besucher über organische Suche (Google) –> entspricht 15% des Traffics
  • Zahl der indexierten Seiten von 110 auf 340 gestiegen
[/checklist]

Bisher bin ich mit diesen Zahlen für die erste Woche von Rubbelbatz.de sehr zufrieden und bin mir sicher, dass sich da in den nächsten Wochen auch noch so einiges tun wird, da zwar schon die ersten Rankings greifen aber noch lange nicht so, wie sie könnten. Außerdem macht uns der Blog einfach Spaß und ist so ziemlich fast genauso geworden, wie wir ihn uns vorgestellt haben. Daher sind die Metriken und Zahlen aus Google Analytics auch nur eine nette Begleit-Beobachtung für mich.

 

Plugins

Aktuell läuft unser Blog sehr stabil und auch recht flott. Um ihn schlank zu halten, versuche ich nur auf wenige Plugins zurückzugeifen. Aktuell verwende ich:

[accordion] [accordion-title] MailPoet [/accordion-title] [accordion-body] MailPoet: Ein überaus flexibeles und mächtiges Tool, um Newsletter und Email-Benachrichtigungen anzulegen
[/accordion-body] [accordion-title]Yoast SEO [/accordion-title] [accordion-body] SEO by Yoast: Muss ich glaub ich nicht viel zu sagen, weil es eh die meisten von euch nutzen werden. Wer es nicht nutzt, sollte es sich zumin. mal angesehen haben
[/accordion-body] [/accordion] [accordion] [accordion-title] Duplicator[/accordion-title] [accordion-body] Duplicator: Damit lege ich vor jeder Änderung am Blog meine Backups an. Das Tool ist super für schnelle Backups und Migration. Leider hatte ich mit dem Plugin Probleme bei one.com, weil serverseitig bei denen bestimmte Reglementierungen herrschten, wodurch ich immer einen Fehlercode 500 bekam
[/accordion-body] [accordion-title] Compress JPEG & PNG images [/accordion-title] [accordion-body] Compress JPEG & PNG images: Damit werden meine hochgeladenen Bilder ohne Qualitätsverlust komprimiert, um so schnelle Ladezeiten zu realisieren. Super nützliches Tool, da auch der PageSpeed für Google zum Ranking-Faktor wird
[/accordion-body] [/accordion] [accordion] [accordion-title] WP-SpamShield [/accordion-title] [accordion-body] WP-SpamShield: hält lästige Spam Kommentare von mir fern
[/accordion-body] [accordion-title] WP Super Cache [/accordion-title] [accordion-body] WP Super Cache: Damit wird die Ladezeit für Besucher erheblich verbessert. Ich nutze das Tool mit den vorgeschlagenen Einstellungen auf blogprojekt.de und kann nichts negatives darüber sagen. Allerdings übernehme ich keine Gewähr dafür, dass diese Einstellungen auch bei euch einwandfrei funktionieren werden.
[/accordion-body] [/accordion]

 

[attention] [attention_heading]Das wars, jetzt Ihr[/attention_heading] [attention_message]Falls ihr noch Empfehlungen für Plugins habt, die ihr besonders gerne nutzt und extrem hilfreich findet, dann freue ich mich über eure Kommentare und Hinweise.[/attention_message] [/attention]

 

 

 

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