Vorname Mio: Der Junge hat jetzt einen Namen


Soll unser Junge mit Vorname Mio heißen?

Wie ja schon einmal geschrieben habe, gestaltet sich Namensfindung für einen Jungennamen doch eher schwierig. Aber ich sehe nun langsam Licht am Ende des Tunnels. Leider spreche ich hier nur für mich, denn für meine Verlobte ist noch nichts entschieden.

Letztes Wochenende waren wir in einem sehr schönen Second-Hand-Buchgeschäft,dem Buchreigen in Berlin und mir wurde ein Buch mit männlichen Vornamen in die Hand gedrückt. Eigentlich bin ich ja schon total bedient von dem Thema, weil es sich bisher so erfolglos entwickelt hat. Nun habe ich aber endlich einen Namen entdeckt, den ich sehr, sehr schön finde, für den Fall, dass es ein Junge wird. Sollten wir also bei der Feindiagnostik demnächst schon erfahren, welches Geschlecht unser Kind haben wird, bin ich bestens gewappnet, was die Vornamen angeht.

„Mio, mein Mio“

Unter Vornamen mit „M“ habe ich dann also beim Blättern den Vornamen Mio gefunden. Kurz gelesen und schon blieb er mir irgendwie im Gedächtnis hängen. (Klar denkt man da gleich an Astrid Lindgren und ihr Kinderbuch „Mio, mein Mio„, und hey, wer mag eigentlich nicht Astrid Lindgren?) Das war also das erste Mal, das mir keine Kontra-Gründe eingefallen sind, weshalb der Name nicht passend ist.

Der Name Mio selbst kommt zum einen aus dem Kroatischen und bedeutet soviel wie „liebreizend, angenehm“. In Italien ist das Wort dagegen als Possesivpronomen in Gebrauch („mein/meiner“). Auch potentielle Spitznamen wie Mo passen sehr gut zu dem Namen. Aber wenn wir mal ehrlich sind, braucht Mio nicht zwingend noch einen Spitznamen.

 

Für mich steht also jedenfalls schon mal meine Meinung fest, denn Mio:

[checklist]
  • ist weder abgedroschen, noch weit verbreitet,
  • klingt sehr schön,
  • ist einprägsam und leicht verständlich (glaubt es mir, ich weiß, wie anstrengend das ist, wenn der Name für das deutsche Ohr zu ungewohnt ist),
  • ist zeitlos,
  • wird mal viele Herzen brechen,
  • harmoniert gut mit unserem zukünftigen Nachnamen,
  • ist so leicht in keine Schublade zu stecken (keine Szene-Trend-Altdeutsch-Prenzlberg-Style)
[/checklist]

 

Wer jetzt noch überzeugt werden muss, ist meine Verlobte. Für sie ist Mio als Vorname für einen Jungen zu ungewöhnlich und braucht noch einen zweiten Vornamen. Vielleicht ist ihr Gedanke gar nicht so schlecht, weil viele Standesämter sich quer stellen, den männlichen Vornamen Mio alleinstehend zu akzeptieren, da daraus das Geschlecht nicht eindeutig hervorgeht. Mit Kampf, Mühen und Geduld kriegt man seinen Namenswunsch schon durch, aber ein zweiter Vorname erleichtert und beschleunigt das Ganze natürlich. Generell sollte man in so einem Falle im Standesamt mal nachsehen lassen, ob es denn schon Genehmigungen gibt, die den Vornamen alleinstehend akzeptiert haben. Dann hat man zumindest schon einmal eine gute Argumentation.


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Alle Kommentare (2)

    Ich heisse Mio. Mio ist verkürzte Version von serbischem Name „Miodrag“ = Mio- auf Serbisch heisst Lieb und Drag ist Synonym von Mio (auch lieb/angenehm). In der Beschreibung steht kroatische Name, das stimmt nicht. In Serbien (fast überall) spricht man Dialekt „ekavicu“ (viel Wörter ohne J) und in Kroatien „iJekavicu“ (sehr viel mit J) In Kroatien und Bosnien wird Mio mit J geschrieben „Mijo“.

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