8 Monate Rubbelbatz: Erster Zahn ist durchgebrochen


So schnell wie der letzte Monat ist wirklich noch keiner vergangen – schon ist der kleine Rubbelbatz 8 Monate alt und hat endlich seinen ersten Zahn! Natürlich möchte ich auch für diesen Monat wieder festhalten, was er sonst noch alles gelernt hat und wie er sich entwickelt:

Streberbaby 2.0 – motorische und kognitive Entwicklung

Im Kopf und vom Verhalten her ist unser Baby wie jeder Altersgenosse auch. Aber seine motorische Entwicklung geht weiterhin rasend schnell. Wenn wir z.B. im Eltern-Kind-Café anderen Eltern ihre Frage beantworten, wie alt er ist, sagen wir schon automatisch dazu, dass er sehr weit entwickelt ist für sein Alter und dass ihr Baby ganz normal ist. Denn der Stress steht ihnen meist ins Gesicht geschrieben, wenn das eigene „Vergleichsbaby“ 2-3 Monate älter ist und gerade mal anfängt, zu krabbeln oder sich hochzustützen. Der Rubbelbatz dagegen spielt fröhlich im Liegen, Sitzen, Knien, Stehen und allem dazwischen. Er zieht sich an allem hoch, klettert, überwindet Hindernisse. Ab und zu landen derartige Aktionen noch auf dem Hinterkopf, aber meistens geht es schon recht gut. Nur wenn er abgelenkt ist, müssen wir noch aufpassen. Seit er sich hochzieht und dann steht, haben wir ihm übrigens „Stopper-Socken“ (Socken mit Anti-Rutsch-Beschichtung) gekauft, weil er sonst so leicht wegrutscht und hinfällt. Grade bei unseren glatten Holzdielen fühlt er und wir uns damit sehr viel sicherer.

Baby 8 Monate

Natürlich erfordert alles, was er im motorischen Bereich lernt, auch die entsprechende kognitive Reife. Aber auch an seinem restlichen Verhalten merkt man, dass er sich weiterentwickelt. Langsam hält er auch mal still und hört zu, wenn ich ihm ein Buch vorlese. Wir merken, dass er immer mehr Zusammenhänge erkennt und genau weiß, mit welchen Dingen er gerne spielen würde aber selten darf. Sobald er z.B. eine Rolle Toilettenpapier in Reichweite sieht, schaltet er auf Turbogang und freut sich ungemein. Außerdem interessiert er sich langsam auch für die kleinen Dinge. Wenn er einen dünnen Faden oder ein Fussel auf dem Boden findet, versucht er das aufzuheben oder zu untersuchen. Der Pinzettengriff nimmt also auch somit Formen an.

Obwohl er jetzt langsam in der „Fremdelphase“ sein müsste, ist er immer noch absolut furchtlos allem Neuen gegenüber. Er klettert an fremden Menschen genauso hoch, wie an uns, krabbelt in andere Räume, wenn wir unterwegs sind. Ob Mama mitkommt? Das ist ganz egal. Nur zu Hause möchte er nicht gerne allein gelassen werden und ist teils sehr empfindlich, wenn ich den Raum verlasse. Wir haben gelernt, dass ich dann auf keinen Fall die Tür hinter mir schließe. Denn somit kann er die Chance wahrnehmen, mir zu folgen. Entspannung pur für mich!

Wachstum und Nahrungsaufnahme

Mit Wachstum war auch in diesem Monat nicht mehr so viel. Zu den 70 cm von der U5 ist vermutlich nicht viel dazugekommen. Er hat, nachdem er im Januar zunächst abgenommen hatte, schließlich wieder seine 9,3 kg erreicht, die er schon mal hatte. Krabbeln und Toben verbraucht eben doch ganz schön viel Energie, das kann auch durch Stillen nach Bedarf nicht aufgeholt werden. Denn Essen klappt zwar an sich schon ganz gut, aber dadurch, dass wir keinen Brei geben, sondern Fingerfood (vgl. BLW), landet doch nicht immer so viel im Magen. Macht aber nichts, die Milch ist ja ohnehin viel nahrhafter und dadurch, dass ich weiterhin stille, weiß ich zumindest, dass er genug Nährstoffe, Eisen, etc. hat.

Baby 7 Monate

Und Spaß hat er allemal, mit uns am Tisch zu sitzen. Anfangs stopft er sich innerhalb kürzester Zeit wahllos alles in den Mund, was er auf dem Tablett vor sich hat. Das meiste fällt einfach so wieder raus und auf sein Lätzchen bzw. auf das Tablett vor ihm. Danach wird er etwas ruhiger, sammelt die Teile wieder auf, beobachtet und und lacht, wenn wir mit ihm sprechen. Nach ca. 20 Minuten wird er dann langsam unruhig und wir holen ihn wieder aus seinem Hochstuhl raus.

Schlafen…Ich will doch nur endlich Schlafen

Nein, unser Kind schläft nicht durch. Nicht annähernd. Aber es gibt „gute Nächte“, in denen er insgesamt nur 2-3 Mal wach wird, um zu trinken. Den Rest der Zeit schläft er gut und tief und ist nach 10-11 Stunden Nachtschlaf ausgeruht und gut gelaunt. Leider gibt es auch genügend andere Nächte, wo er bis zu 10 Mal pro Nacht wach wird und weint. Die einfache Variante ist, ihm dann die Brust anzubieten. Damit schläft er schnell wieder ein. Manchmal funktioniert das aber nicht oder ich habe nachts einfach nicht mehr den Nerv dazu. Dann muss der Papa ran und es wird geschunkelt und beruhigt und manchmal auch getragen. Ansonsten bin nachts vor allem ich zuständig.

Wenn ihr euch jetzt fragt, wie ich das seit über 8 Monaten schaffe – das frage ich mich selbst genauso. Ich glaube, da helfen die Stillhormone einiges weiter und natürlich die Tatsache, dass ich mich abends mit dem Rubbelbatz schon gegen 19-00 hinlege und ca. 1 Stunde nach ihm auch einschlafe. Trotzdem bin ich eigentlich meistens ein bisschen müde und freue mich sehr auf die Zeit, in der die guten Nächte mehr werden und die Trinkabstände länger.

Erster Zahn durchgebrochen mit 8 Monaten

Seit Monaten schon wundern wir uns, ob der Kleine wohl zahnt. Immer, wenn die Nächte schwierig waren oder er einfach mies gelaunt war, durfte ich mir vom Rubbelpapa oder einer beliebigen anderen Person eins mit Sicherheit anhören: der zahnt bestimmt. Das ging so weit, dass ich ihm irgendwann untersagt habe, mit diesem Thema anzufangen. Denn der Zahn kam und kam einfach nicht. Trotz entsprechenden Symptome vom Zahnen. Und dann hatten wir drei ganz schlimme Nächte, danach zwei gute und wieder eine schlimme. Und danach war er da, der erste Zahn!

Kurz bevor er die 8 Monate voll gemacht hatte, ist der rechte untere Schneidezahn durchgebrochen. Bemerkt haben wir es eigentlich nur, weil es beim „trinken“ aus der Glasflasche immer so ein leises Klack-Geräusch gemacht hat. Natürlich habe ich bei befreundeten Mamis bereits oft mitbekommen, dass die ganz aufgeregt sind, wenn der erste Zahn kommt. So ganz mitgefühlt habe ich es allerdings nicht. Ich glaube, das ist eines dieser Dinge, die man erst versteht, wenn sie einem selbst passiert sind. Wir jedenfalls waren in heller Aufregung und Freude und mussten die frohe Botschaft erst einmal meinen Eltern und seiner Tante verkünden.

Irgendwie ist das schon ein merkwürdiges Gefühl. Einerseits war ich unheimlich stolz auf den kleinen Racker, gleichzeitig aber auch ein bisschen traurig, dass die Zeit des süßen, zahnlosen Babykiefers jetzt endgültig vorbei ist. So als wäre er mit einem Augenaufschlag ein ganzes Stück erwachsener geworden….Kleinkind eben!

 

Und ja, ihr seht richtig, mit Haaren ist immer noch nicht viel los aufm Kopf. Allerdings halten wir auch das für sehr clever. Denn ich habe schon viele Babys weinen gesehen, weil sie von anderen an den Haaren gezogen wurden. Den Rubbelbatz dagegen noch nie…

 

 

 



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