So läuft meine Selbständigkeit als Mama im Internet: Die ersten Einnahmen und Ideen


Lange hab ich es vor mir hergeschoben. Dann habe ich es gewagt: Ich versuche jetzt meine Selbständigkeit als Mama im Internet und die ersten Schritte habe ich jetzt hinter mir.

Vor fünf Monaten hat unsere Eingewöhnung im Coworking Toddler begonnen – ein Schritt, den wir nicht ohne Grund gegangen sind. Langfristig möchte ich als Frau und Mutter auf diesem Weg eine Selbständigkeit im Internet aufbauen, von der wir vielleicht irgendwann leben können. Oder zumindest einen Zuverdienst haben. Mittelfristig möchten wir eine Zeit als Familie im Ausland leben und diese Pläne gemeinsam verfolgen. Da liegt der Wunsch natürlich nahe, das Bloggen als Beruf auszuüben oder zu schauen, wie weit man damit kommen kann.

Für alle, die sich vielleicht fragen, was aus meiner Selbständigkeit geworden ist bzw. wie es anläuft, hier und heute eine detaillierte Berichterstattung.

Selbstständig und Coworking Kita – funktioniert das?

Anfangs war mein Zeitfenster, in dem ich arbeiten konnte, recht kurz. Der Rubbelbatz wollte partout nicht in der Kita schlafen und nach den 2-3 Vormittagsstunden und einem gemeinsamen Mittagessen musste ich mit einem übermüdeten Kind nach Hause. Erst seit Anfang Dezember schläft er mehr oder weniger zuverlässig mittags. Allerdings auch nur mit Einschlafstillen. Aber zumindest kann ich ihn dann ablegen und zurück an meinen Arbeitsplatz gehen. Um ca. 15 Uhr hole ich ihn ab und wir verbringen den Rest des Tages gemeinsam. So habe ich in den letzten zwei Monaten pro Tag ca. 5-6 Stunden Zeit am Laptop.

Die Kita im Allgemeinen scheint er gut zu finden. Nach ca. 6-8 Eingewöhnungswochen hat er aufgehört, auch nur irgendwie zu reagieren, wenn ich ankündige, die Kita zu verlassen. Er genießt es, mit den anderen Kindern zu spielen und zu toben und manchmal möchte er gar nicht nach Hause, wenn ich ihn abhole. Vom Konzept bin ich nach wie vor überzeugt und finde es schade, dass es dieses Angebot nicht häufiger gibt.

Bisherige Einnahmen: So läuft meine Selbständigkeit als Mutter im Internet bisher

Ja, in den 5-6 Stunden, die ich täglich im Büro bin, verdiene ich tatsächlich Geld. Keine Unsummen, aber das ist ja auch erst der Anfang. Und für die Bürokosten reicht es. Für die Kita-Kosten noch nicht ganz. Deshalb habe ich mir Gedanken darüber gemacht, wie ich mit meinem Blog Geld verdienen kann.

Die Einnahmen setzen sich konkret zusammen aus:

  • Werbeeinnahmen durch Adsense
  • Einnahmen durch Banner-Werbung
  • Einnahmen durch Affiliate-Programme
  • Einnahmen durch Verkäufe von Ebooks
  • Einnahmen für Werbeartikel
  • Bezahlung für extern veröffentlichte Artikel

Einnahmequelle Adsense

Adsense ist der Werbedienst von Google, der neben Interessen des Lesers auch die Inhalte der besuchten Webseite beinhaltet. So werden passgenaue Werbeanzeigen für den Leser angezeigt. Jeder Leser sieht andere Werbeeinblendungen. Sowohl für Views bzw. Impressions, also gesehene Anzeigen, wie auch für Klicks auf die Werbung wird eine Provision ausgezahlt. Die Vergütung für einen Klick liegt natürlich höher.

Wir haben erst im Januar damit begonnen und ca. 50 EUR damit eingenommen.

Einnahmen durch Banner-Werbung

Banner kann man seitlich, oben oder unten im Blog-Layout einbinden. Gezahlt wird entweder pauschal, per View, oder per Klick. Im Dezember haben wir damit ca. 3 EUR verdient und danach die Werbung teilweise wieder entfernt.

Geld verdienen mit Affiliate-Programmen

Wenn wir Produkte auf diesem Blog oder anderen Webseiten vorstellen, nutzen wir häufig Partnerlinks (Affiliate-Links) zu Amazon oder anderen Shopseiten. Wenn jemand von unserer Seite kommt und dann in dem Shop etwas kauft, erhalten wir eine kleine Provision. Für den Leser kostet das nichts.

Das bringt uns aktuell ca. 25 EUR pro Monat.

Verkauf von Ebooks

Bisher habe ich zwei Ebooks veröffentlicht:

Histaminintoleranz: Eine kurze Einführung – mein Weg durch und aus der Krankheit

Namensgebungsfeier statt Taufe: Ideen, Vorlagen, Inspirationen

Insgesamt verdiene ich damit pro Monat ca. 35 EUR.

Geld verdienen mit Kooperation, Werbung und Anzeigen auf dem Blog

Hin und wieder gibt es auf dem Blog ja Werbung. So zuletzt kurz vor Heilig Abend für die Kindernothilfe. Für diesen Artikel, der in Kooperation mit Blogfoster entstand, habe ich 300 EUR Vergütung erhalten.

SEO-Texte schreiben für andere Webseiten

Außerdem verfasse ich Suchmaschinen-optimierte, hochwertige und gut recherchierte Texte für andere Webseiten. Das sind allerdings keine puren SEO-Texte, die 50x das gleiche Keyword enthalten, sondern viel komplexer auf die Lesefreundlichkeit und Nutzerzufriedenheit zugeschnitten sind. Damit verdiene ich pro Monat 200-300 EUR.


Insgesamt verdiene ich pro Monat durchschnittlich etwa 460 EUR

Das ist auch etwa der Betrag, den ich für die Finanzierung der Büromiete monatlich benötige.

 

„Alles, was weniger als 1.000 EUR einbringt, ist ein Hobby und kein Job!“

 

Natürlich soll das nicht für immer auf diesem Niveau bleiben, denn von 460 EUR lässt es sich schwerlich leben. Daher bin ich ständig am Basteln für neue, sinnvolle Webseiten und Ebooks, natürlich unterstützt von der Expertise und Know-How meines Mannes. Und ich bin ja auch erst am Anfang und kann mich mit meinen Ideen für eine Selbstständigkeit im Internet ausprobieren. Aber davon, das Bloggen als Beruf zu bezeichnen, bin ich wahrlich noch ein gutes Stück entfernt.

Bisher stützen sich die Einnahmen hauptsächlich auf unsere beiden Blogs, also diesen hier und sonnen-geflecht.de

Kürzlich habe ich zwei weitere Projekte online gebracht, die mir sehr am Herzen liegen:

Neues Projekt 1: Tragewelt.de

https://tragewelt.de

Diese Seite ist der Versuch, das Wissen über Babytragen und Tragesysteme, das ich in den letzten 19 Monaten angesammelt habe, möglichst einfach und hilfreich zusammenzufassen. Damit ist Tragewelt.de eine sogenannte Nischenseite, die sich langfristig durch Affiliate-Links lohnen soll. Davon gibt es viele. Auch zum Thema „Babys Tragen“ gibt es bereits einige. Allerdings stelle ich beim Verfassen der Artikel und auch bei der Auswahl der Themen zunächst absolut nicht den Verdienst in den Vordergrund.

Ich möchte eine qualitativ hochwertige, gut durchdachte und recherchierte Informationsquelle liefern. Eine Seite, auf der sich Eltern gerne aufhalten und informieren. Fake-Test-Seiten, die suggerieren, irgendetwas zu testen oder objektive Bewertungen zu liefern, fand ich schon immer dubios. Ich hoffe, dass sich die Arbeit, die ich mir damit gemacht habe, sich irgendwann auch monetär auszahlt und die Menschen lieber ehrliche, authentische Artikel lesen als schnell aufgesetzte SEO-Texte und ahnungslose Empfehlungen, die nur auf Verkauf ausgelegt sind.

Neues Projekt 2: Babyled-Weaning.de

https://babyled-weaning.de

Auch dieser Seite gibt es vor allem Informationen, weniger Produkte oder Affiliate-Links. Ein Versuch, mit Ängsten und Vorurteilen über Baby Led Weaning aufzuräumen bzw. eine weiter Informationsquelle mit Erfahrungsberichten darüber zu schaffen. Außerdem gibt es immer wieder neue Rezepte aus unserer Familienküche.

 

Über Feedback und Vorschläge freue ich mich natürlich immer! Also, schaut mal vorbei und lasst ein Like auf facebook da!



Alle Kommentare (6)

    Viel Erfolg!
    Ein gewagter Schritt. Bitte beachte, dass die Preise für deutsche Blogs und Inhalte auf dem deutschen Markt durch gewissen technische Innovationen wohl etwa ab Mitte 2017 mehr oder weniger stark rückläufig werden.
    Denke noch mehr darüber nach, eigene Produkte anzubieten.
    BG

    Hallo lieber Robert,

    da weißt du mehr als ich – ist aber nicht schlimm, weil auf Dauer die Einnahmen nicht über Artikel auf dem Blog erzeugt werden sollen.

    Mit eigenen Produkten habe ich ja durch die Ebooks schon begonnen. In meinen Augen ist außerdem auch eine Nischenseite ein „Produkt“ – vorausgesetzt sie ist nicht als lieblose Testseite hingeklatscht, sondern bietet echten Mehrwert und gute Informationen.

    Liebe Grüße,
    Hanna

    Interessant – ich bin auch als Bloggerin selbstständig und finanziere mich sozusagen ausschließlich über sponsored posts. Da setze ich auf weniger Werbung und dafür etwas mehr Verdienst 🙂 Aber interessant dass ja doch „was“ dabei rum kommt, dachte bisher Affiliate lohnt sich gar nicht. Bannerwerbung und Adsense ist gar nicht mein Ding, das finde ich optisch nicht ansprechend und lohnt sich auch nicht.

    Liebe Grüße, Frida

    Hi Frida,

    wir hoffen doch stark, dass das interessant ist. 😉 Immerhin erfährt man sonst so selten etwas über die richtigen Einnahmen von den Bloggern. Und grade zum Start, wenn man sich im Internet selbstständig machen will, hilft es doch sehr, ein paar Vergleichswerte sammeln zu können.

    Grade was Affiliate-Einnahmen betrifft, sind die großen Influencer in dieser Nische nicht zu verachten. Für uns ist es nur dann etwas, wenn es thematisch auch passt. Aber lukrativ ist es nicht, sondern maximal ein „Indisches Abendessen bestellen“ dank Affiliate-Einnahmen.

    Banner und Adsense sind nicht wirklich schön. Das stimmt! Wir testen aktuell auch grade eher rum und entscheiden Schritt für Schritt, was sich da überhaupt lohnt.

    LG

    PS: Ich hab gleich mal den Banner unseres Webhosting-Anbieters aus der Sidebar entfernt nach deinem Post. 😉

    Eine wirklich sehr offene und ehrliche Darstellung eurer Einnahmen. Großes Kompliment hierfür!

    Ich muss zugeben, bei dem einen oder anderen Punkt bin ich etwas über die Höhe der Einnahmen überrascht.

    Adsense:
    Mit einem frisch eingebaute Adsense innerhalb von einem oder knapp zwei Monaten bereits 50 Euro eingenommen zu haben, das halte ich für extrem gut. Wie kommt es, dass das bei euch so gut klappt?

    Amazon:
    Auch eure Partner-Umsätze mit Amazon halte ich mit 25 € für einen extrem guten Wert. Sehr faszinierend, wie hoch das bei euch ist. Wie heftig setzt ihr eure Affiliate-Links ein?

    Bezahlte Artikel:
    Der von euch erwähnten Preis für einen Artikel ist auch ein sehr guter Preis. War das ja ein zufälliges Angebot oder sind diese Preise bei euch üblich? Ich kenne das eher so, dass die Preise der Angebote bei wesentlich weniger liegen.

    Bitte nicht falsch verstehen, ich halte den von euch erzielten Preis für absolut gerechtfertigt und völlig in Ordnung. Ich habe nur bisher die Erfahrung gemacht, dass die Partner nicht immer gerne dazu bereit sind, diese Höhe auch zu bezahlen.

    Die von euch gewählte Taktik, sich nicht nur auf einen einzigen Bereich zu konzentrieren und stattdessen lieber mehrere Standbeine sich zu erarbeiten, das halte ich für einen sehr guten Weg. Ich drücke euch dabei alle Daumen und hoffe, dass ihr eure Ziele möglichst nachhaltig erreichen werdet. ?

    Ganz viele liebe Grüße aus der Südpfalz
    Papa Bodehase

    Hallo Papa Bodehase,

    vielen Dank auch für dein ehrliches Feedback. Ich will mal versuchen, Deine Fragen zu beantworten:

    Mit einem frisch eingebaute Adsense innerhalb von einem oder knapp zwei Monaten bereits 50 Euro eingenommen zu haben, das halte ich für extrem gut. Wie kommt es, dass das bei euch so gut klappt?

    Wir waren selbst neugierig, wie Adsense wohl bei uns klappen wird. Ich schätze mal, dass ein Teil darauf zurückzuführen ist, dass wir neben den Stammlesern auch einiges an „Neuen Lesern“ über Google generieren. Je nach Problem und Situation ist dann evtl. doch die passende Anzeige dabei. Dabei machen wir aber nur 20-30 Klicks über Adsense. Die Masse sind wirklich Impressionen.

    Amazon:
    Auch eure Partner-Umsätze mit Amazon halte ich mit 25 € für einen extrem guten Wert. Sehr faszinierend, wie hoch das bei euch ist. Wie heftig setzt ihr eure Affiliate-Links ein?

    Wir ranken für ein paar Objekte relativ gut mit unseren Testberichten. Affiliate-Links setzen wir nur punktuell ein, wo es auch wirklich passt. Mir ist durchaus bekannt, dass es große „Mompreneurs“ gibt, die in jedem Artikel 2-15 Amazon-Links reinhaun. Je nach Reichweite kann das lukrativ sein. (Vor allem zur Weihnachtszeit!) Wir setzen sie nur bei Produkten ein, die wir auch wirklich besitzen oder benutzen (Bücher, Babytragen etc.).

    Bezahlte Artikel:
    Der von euch erwähnten Preis für einen Artikel ist auch ein sehr guter Preis. War das ja ein zufälliges Angebot oder sind diese Preise bei euch üblich? Ich kenne das eher so, dass die Preise der Angebote bei wesentlich weniger liegen.

    Das Angebot kam schon so vom Kooperationsparter-Seite. Ansonsten gibt es einen 3-stelligen-Mindestwert, den wir nicht unterschreiten bei Kooperationen. Der Rest ist Verhandlungssache und auch von deinen Kooperationspartnern abhängig und welche Argumente Du für deine Preisvorstellungen durchbringen kannst. Aber nur so: Auch wir verzichten auf viele Kooperationen, weil wir lieber mit einer Koop. so viel umsetzen als 3 kleine Koops durchzufühen. (Stichwort: Kosten/Zeit-Aufwand)
    Das heißt jetzt nicht, dass wir uns als teuer oder billig einstufen. Jeder definiert in diesem Bereich selbst seinen Preis. Und so lange beide Seiten zufrieden sind, passt es ja auch. Es gibt grade in diesem Bereich so viel Überschätzung und Untertreibung, dass es falsch wäre, hier konkrete Summen zu nennen.

    Ansonsten noch Danke fürs Daumen drücken. Bisher legt ja meine Frau mehr oder weniger alleine die Grundlagen für unser Online-Einkommen. Sobald es von meiner Seite aus zeitlich möglich wird, werde ich aber auch noch ein paar eigene Projekte hochziehen und Ihre Projekte optimieren, damit sich das ganze zu einer rentablen Angelegenheit entwickeln kann. 😉 Es wird und bleibt spannend!

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