Scheiß & Heiß #Juli


 

Diesen Monat gibt es eine verkürzte Version von Scheiß & Heiß, weil aus unserem Urlaub bei den Großeltern gebloggt. Also zwischen Planschbecken, Gartenfrüchte naschen und Treppen hochklettern. 

Heiß-Momente

1. Ich hab dich lieb

Seit er auf der Welt ist, haben wir ihn gefühlte eine Million mal geküsst. Seit einiger Zeit gibt er die Zuneigung zurück. Das ist ziemlich süß, aber auch eine ziemlich feuchte Angelegenheit: denn er öffnet einfach nur den Mund und legt ihn irgendwo drauf. Das kann mal die Wange sein, aber auch das Auge oder Ohr kann es jederzeit treffen…

2. Erste Worte

Abgesehen vom typischen Mamamamam und Papapapa-Gebrabbel sowie dem allseits beliebten „da!“, würde ich sagen, sein erstes Wort war „gackgack“. Und ja, das erste Buch, das wir ihm vorgelesen haben, hatte Hühner auf der ersten Seite, aber kann das wirklich davon kommen? Seit wir bei seinen Großeltern sind, verwendet er diese Errungenschaft auch ganz gezielt. Kikeriki übt er ebenfalls, aber bisher kommt nur „gkch“ dabei heraus.

Dafür hat er eine Wort-Neuschöpfung mehr im Repertoir: „da“ ist jetzt nur noch zuständig, wenn er uns etwas zeigen will. Immer, wenn etwas passieren soll, egal ob er etwas haben möchte oder wir etwas machen sollen, sagt er „dädn“.

Auch Zeichensprache hat er perfektioniert: war Winken urpsrünglich das Zeichen für „Tschüss“, bedeutet es momentan vor allem „ich möchte, dass die Tür aufgeht und ich nach draußen gehen kann“. Cleveres Kerlchen.

3. Früh übt sich…

…wer ein Rennfahrer werden will. Wir haben kein Auto und fahren auch extrem selten. Trotzdem weiß er ganz genau, was das ist und was man am Lenkrad macht. Faszinierend. Im Auto meiner Eltern kann er sich ziemlich lange beschäftigen. Immerhin funktionieren Hupe und Warnblinkanlage auch, wenn der Motor aus ist.

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4. Freibad

Zum Geburtstag hat er ein komplettes Schwimm-Outfit bekommen, das mussten wir natürlich gleich mal testen. Also waren wir mit einer Freundin im Freibad Pankow. Das war wirklich ein toller Nachmittag. Die Kids haben auf der Wiese gespielt und gebadet und gefuttert, was das Zeug hielt.

Scheiß-Momente

1. Nach dem Freibad

Gleichzeitig war das aber auch unser vorerst letzter Freibadbesuch. Denn anscheinend hat der Rubbelbatz stark auf das Chlor im Wasser reagiert und überall Hautausschlag bzw. extrem trockene Haut bekommen. Sah fast aus, wie Neurodermitis. Armer Spatz.

2. Einstecken können

Das musste er auch im Juli. Zu unserem letzten Krabbelgruppentermin haben wir dort gemeinsam gefrühstückt. Ein Kind, das noch relativ neu war und genauso alt war, wie er, hat das mit dem „eiei machen“ (der Rubbelbatz kann das übrigens schon sagen und machen) noch nicht so richtig verstanden. Sie fasst anderen Kindern ins Gesicht und kneift dann mit den kleinen Fingernägeln so fest in die Haut, wie sie nur kann. Leider wusste ich das noch nicht und sie hatte es wohl auf unseren Jungen abgesehen. Er sah danach wirklich übel aus.

Und als wäre das nicht genug, ist er am nächsten Tag auf den Klettergerüst umgefallen und mit der Stirn gegen eine Kante. Ich habe wirklich Panik bekommen – ich wusste nicht, dass eine Beule so schnell rauswächst. Er hingegen hatte sich nach einer Minute Gebrüll komplett beruhigt und wollte sofort wieder nach oben. Weil ich ihn nicht lassen wollte, gab es so lange erneutes Gebrüll, bis er wieder hoch durfte…

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3. Bänderdehnung 2.0

Auch für mich waren in dem Monat wieder genug Scheiß-Momente vorhanden. Weil ich, mit Kind in der einen und Bobby-Car in der anderen Hand die letzte Stufe der Kellertreppe übersehen habe, bin ich übel gestoplert und habe mein Außenband überdehnt. Mal wieder. Und zwei Tage vor unserer Reise. Das tat wirklich Hölle weh, ist aber zum Glück schnell wieder so weit geworden, dass ich einigermaßen Laufen konnte.

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4. Neues Familienmitglied

Diesen Monat war unsere alte Waschmaschine kaputt. Die Waschmaschine haben wir, seit es den Rubbelbatz gibt und schon immer hat er ihr sehr gerne beim Waschen zugesehen. Als er dann mobiler wurde, hat sich die Beziehung zur Waschmaschine intensiviert: Tür auf- und zumachen, Dinge reinlegen, und zuletzt endlich auch Knöpfe drücken. Man könnte fast sagen, die Maschine war wie ein Familienmitglied.

Dann stand er eines Morgens auf, lief in die Küche und da war sie: die neue (gebrauchte) Waschmaschine. Ganz anders sah sie aus, die Tür war silber spiegelnd statt matt grau und ging in die andere Richtung auf. Dass die Knöpfe zu starr zum drücken sind, sollte er erst viel, viel später feststellen. Denn für’s erste stand er einfach nur wie versteinert da und starrte das neue Ding an. Mindestens 10 Minuten lang. Regungslos. Ohne Mimik. Erst mit meiner Unterstützung wagte er sich langsam heran und fasste schließlich mal die spiegelnde Tür an. Wir verließen die Küche und den restlichen Tag wollte er ohne Begleitung da nicht mehr rein.

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Alle Kommentare (1)

    So wie ihr das Kerlchen sonst beschreibt, muss es von der neuen Waschmaschine wirklich schockiert gewesen sein. Hätte ich nie gedacht, dass so kleine Kinder schon an Waschmaschinen hängen 😉

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