Baby’s Schlaf (2): Schlafprobleme nach Geburt und in den ersten Monaten


 Der Schlaf unseres Babys in den ersten Monaten

„Unser Kind schläft bestimmt bald durch!“

Schlafprobleme waren für uns eigentlich zunächst ein Fremdwort. In den ersten Wochen als Eltern wussten wir nichts vom natürlichen Schlafverhalten von Säuglingen und hatten gute Hoffnung, dass unser Rubbelbatz ein guter Schläfer ist. Er hat nämlich ganz viel geschlafen nach der Geburt, meistens sogar. Nur zum Trinken und in die Windel machen ist er nachts aufgewacht. Wir waren zu dem Zeitpunkt also noch weit davon entfernt, von Schlafproblemen nach der Geburt zu spechen.

Sogar im Kinderwagen hat er geschlafen, auch wenn er schon immer am liebsten getragen wurde (damals noch im Glückskäfer Tragesack). Dass das für einen Säugling in den ersten Tagen seines Lebens ganz normal ist, wussten wir noch nicht. Und dass das für das spätere Schlafverhalten gar nichts zu sagen hat, auch nicht. Wir haben uns nur darüber gefreut und dachten, es würde nicht mehr lange dauern, bis er viele Stunden am Stück schläft. Denn wenn er schon mal 6 Stunden am Stück schläft, werden es ja bald 7 werden, dann 8… und Ihr wisst schon!

Ja, ich weiß, heute können wir darüber auch schmunzeln. Was er allerdings tatsächlich schon immer gut konnte und sich auch nicht geändert hat, war den Tag von der Nacht zu unterscheiden. Das konnte also schon mal nicht zu einem Problem des Schlafens beitragen. Auch wenn es am Anfang ca. eine Woche gab, in der er manchmal bis 23 Uhr oder 24 Uhr immer wieder mal wach war, funktionierte das seitdem einwandfrei – vorausgesetzt, man hilft ihm wieder einzuschlafen. Hauptsächlich indem man den Kleinen stillt, machmal auch indem man ihn auf dem Arm durch das Schlafzimmer trägt, etwas vorsummt und danach weiter auf unserem Körper schlafen lässt.

Baby kann nur mit Brust einschlafen

In den ersten 5 Lebensmonaten war Einschlafen ausschließlich durch Stillen möglich. Alles andere führte zu Gebrüll, bis die Brust da war. Ich habe das auch stillschweigend erduldet und nach den ersten Wochen nachts teilweise alle 45 Minuten meine Dienste zur Verfügung gestellt. Hilft ja nichts, wenigstens war er dann ausgeruht am nächsten Tag und wir mussten ihn nicht permanent durch die Wohnung tragen oder ähnliches. Für den Rubbelpapa hatte das den Vorteil, dass er die meisten Nächte durchschlafen konnte.

Körperkontakt ist ein Muss beim Einschlafen

Auch hat er, bis er ca. 6 Monate alt war, nur geschlafen, wenn er sich jederzeit sicher war, dass jemand bei ihm ist. Das heißt, es musste immer einer von uns beiden ganz nah bei ihm liegen, am besten mit direktem Körperkontakt oder diesen sofort herstellen, wenn er sich bewegt hat. Wenn wir weggingen, wurde das nach spätestens 10 Minuten mit lautem Gebrüll bemerkt, meist schon früher. „Glücklicherweise“ war ich ohnehin jeden Tag so geplättet und übermüdet, dass ich nach dem Einschlafstillen meist selbst schon am Einschlafen war. Wieder gut für den Rubbelpapa, der konnte abends für sich ein paar ruhige Momente genießen.

 

Die Nächte mit Baby sind ein einziges Auf und Ab

Nachdem er anfangs schon mal 7 Std. am Stück nachts geschlafen hat, und unsere Hoffnungen wie gesagt groß waren, wurden die nächtlichen Abstände nach ca. 3 Monaten wieder kürzer. Auch wachte er immer früher auf – während er anfangs bis 9 oder 10 Uhr geschlafen hatte.

Teils wollte er jetzt jede Stunde trinken und dann zwischen 5 und 6 Uhr aufstehen. Natürlich war er nicht ausgeschlafen, sondern den ganzen Tag müde und anhänglich. Phasenweise schläft er dann mal wieder ganz gut, d.h. er wacht nur ca. 2-3 Mal pro Nacht auf und schläft die restlichen Stunden recht tief und gut. Leider gibt es dafür aber keine Garantie und spätestens wenn er erkältet ist oder zahnt, ist die nächtliche Ruhe wieder weg. In den letzten Wochen hat er außerdem eine Art nächtliche Schreistunde entwickelt. Genauer genommen sind es 1,5 Stunden, meist zwischen 3 und 4:30 Uhr. Dann kann ihn nicht mal die Brust beruhigen, er brüllt wie am Spieß.

Unser Baby fängt den frühen Vogel

In den ersten Wochen konnten wir teils bis 10 Uhr ausschlafen. Herrlich. Doch schnell stellte sich heraus: der kleine Lord ist ein Frühaufsteher. D.h. einige Zeit ist er dann um 5 oder teils noch früher wach geworden und wollte aufstehen. Wenn wir das nicht wollten, hat er gebrüllt, bis wir aufgegeben haben. Das schlaucht ganz schön, wenn man nachts auch noch ständig wach wird.

Probleme mit dem Einschlafen tagsüber

Ein Kinderwagenkind war er ja noch nie und nach den ersten paar Wochen konnte er auch tagsüber schlecht Einschlafen. Heißt im Klartext: er musste getragen werden. Immer.

Egal, ob in der Wohnung oder besser noch draußen, Einschlafen wollte er nur in der Trage bzw. im Tuch. Und solange wir in Bewegung blieben, schlief er auch. Wenn wir es allerdings wagten, stehen zu bleiben oder gar uns hinzusetzen war meist nach den ersten 30 Minuten der Mittagsschlaf vorbei. Ich konnte mich also nur dann mal ausruhen, wenn der Rubbelpapa mit ihm draußen war – heißt wochentags nie.

 

Irgendwann war ich am Tiefpunkt angelangt und fing an, über Möglichkeiten nachzudenken, wie ich die nächtliche Situation verbessern könnte. Ob und wie uns das gelungen ist, gibt es im Teil 3 zu lesen!

Alle Kommentare (1)

    Ich bin schon gespannt auf Teil 3!
    Aber auf Babys ist wirklich kein Verlass! 😉 Hier ist es auch immer anders. Ab und zu kann Lämmchen 11 Stunden „durch“schlafen. Regulär waren wir mal bei 1-3 Mal wach werden. Und jetzt immer wieder Nächte wo sie nachts am liebsten nur rumkrabbeln würde und wenn sie mal eingeschlafen ist, sie doch immer wieder wach wird …
    Ich wünsche uns allen trotzdem ruhige Nächte!
    LG

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