Wann soll ich meinem Chef von der Schwangerschaft erzählen?


Im Büro zu sitzen und an nichts anderes zu denken als an die Übelkeit ist kein schönes Gefühl. So tun zu müssen, als sei trotz zahlreicher Schwangerschaftsanzeichen alles bestens und die Arbeit normal fortzuführen, macht es allerdings erst richtig zur Qual. Die Kollegen und der Chef merken natürlich, dass etwas nicht stimmt, ich kann / möchte meinen Kollegen und meinem Arbeitgeber aber noch nichts von meiner Schwangerschaft erzählen.

Die gute Nachricht ist: nach ungefähr dem dritten Schwangerschaftsmonat gilt die Schwangerschaft als sicher (vorher ist die Wahrscheinlichkeit bei über 30%, das Kind auf natürliche Weise noch zu verlieren) und man kann dem Chef Bescheid sagen, wenn man möchte.

Die „schlechte“ Nachricht: dann hören die Übelkeit, Bauchschmerzen und allerlei andere Symptome ohnehin auf.

Auch bei diesem Thema sind die Ängste natürlich groß. Wie werden die anderen reagieren, wenn sie erfahren, dass ich schwanger bin? Werden sie jetzt schon anfangen, ohne mich zu planen? Wie soll es werden, wenn ich eines Tages zurück komme?

Ich habe großes Glück – mein Vorgesetzter hat sich wirklich gefreut, als ich ihn in der 11. Woche meine Schwangerschaft mitgeteilt habe. Nicht nur über das schöne Ereignis, sondern auch über das Vertrauen, ihm frühzeitig Bescheid zu sagen.

Reaktion des Chefs

Ich habe in Zukunft überwiegend Innendienst, er hat jederzeit Verständnis, wenn ich deshalb tageweise ausfalle und den Zeitpunkt, es der Geschäftsführung bekannt zu geben, überlässt er mir.

Leider haben scheinbar nicht alle so viel Glück. Schon nach ein paar Einträgen findet man den ersten, der von einer Kündigung während der Schwangerschaft berichtet. Das ist wirklich schade, denn im Mutterschutzgesetz ist klar geregelt, dass dies nicht zulässig ist, auch nicht während der Probezeit, während der Elternzeit und für keine Art der Kündigung. Dieser Kündigungsschutz gilt ab dem ersten Tag der Schwangerschaft, diese muss aber zum Kündigungszeitpunkt bereits vorliegen. Nachgewiesen darf sie auch nachträglich werden, d.h. der Arbeitnehmer hat 2 Wochen Zeit, dem Arbeitgeber die Schwangerschaft anzuzeigen (wichtig hier: der ihr solltet einen Zugangsnachweis besitzen, d.h. z.B. per Einwurfeinschreiben oder Fax). Es gibt nur zwei Arten, wie ein Arbeitsvertrag während einer Schwangerschaft beendet werden kann: es handelt sich um einen befristeten Vertrag, oder der Arbeitnehmer unterschreibt einen Aufhebungsvertrag.


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