Warum es so schön ist, wenn andere schwanger sind


Warum freuen sich alle so?

Dass meine Eltern ganz aus dem Häuschen sein würden, war mir klar. Immerhin warten sie seit etwa 10 Jahren, dass eines ihrer vier Kinder mal mit Enkelkindern um die Ecke kommt. Zwischenzeitlich hatten sie sich mit zahlreichen Patenkindern von Freunden beholfen, aber Großeltern zu werden war natürlich trotzdem noch mal was anderes. Auch dass meine Brüder, Großeltern und Tante sich sehr freuen würden war keine Überraschung. Meine besten Freundinnen, na klar. Eine langjährige Freundin, die selbst 5 Kinder hat, hat mir sogar ein kleines Paket geschickt mit Büchern, Schwangerschaftstees und einem Bauchband.

Aber dann habe ich zum ersten Mal ein sich von da an wiederholendes Phänomen bemerkt: ziemlich früh haben wir einem befreundeten Paar – sie damals im 6. Monat schwanger und mittlerweile stolze Eltern einer wunderschönen Tochter – von meiner Schwangerschaft erzählt. Obwohl die werdende Mama und ich uns nicht wirklich gut kannten, hat sie sich unglaublich gefreut und hatte sogar Tränen in den Augen. Von da an habe ich das immer und immer wieder erlebt: Schwangere und Mütter freuen sich unglaublich über Schwangerschaften. Selbst fremde Mütter müssen grinsen, wenn sie meinen Bauch sehen. Auch Väter scheinen diesem Phänomen übrigens teilweise zu unterliegen.

Ich bin eine von euch!

Wie so oft war ich trotzdem der Meinung, das würde bei mir anders sein. Und wie so oft lag ich falsch. Gestern hat mein Arbeitskollege uns erzählt, dass seine Frau in der 7. Woche schwanger ist. Ich habe mich so für die beiden gefreut, ich bin ihm sogar um den Hals gefallen. Heute hat eine gute Freundin mir verraten, dass sie ebenfalls schwanger ist. Könnt ihr euch vorstellen, wie aufgeregt ich war? Nicht nur, dass ich generell zu der Rührseelig-über-andere-Schwangere-Fraktion übergelaufen bin, jetzt habe ich eine „Verbündete“ im Freundeskreis. Auch wenn sie leider fast 600 km entfernt wohnt. Am liebsten hätte ich mich trotzdem sofort auf den Weg gemacht, nur um sie so richtig ausgiebig zu drücken. Auch verspüre ich das starke Bedürfnis, ihr meine gesammelten Bücher-Werke zu vermachen und sämtliche Kleinigkeiten über ihr Befinden zu hören, ihr Tipps zu geben und möglichst live dabei zu sein.

Endlich bin ich mal auf der „anderen Seite“!



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