Was ist eine Bloggerkonferenz? Die Blogfamilia 2017


Auch wenn man mir das oft nicht anmerkt, ich bin eigentlich eher von der schüchternen Sorte. Darum blogge ich ja auch friedlich hinter meinem Bildschirm, statt Videos von mir zu drehen oder sonst irgendetwas öffentlichkeitswirksames zu machen. Veranstaltungen mit vielen Menschen, vielen Benimmregeln und viel Smalltalk empfinde ich als sehr anstrengend. Trotzdem werde ich als Bloggerin häufig zu genau solchen Veranstaltungen eingeladen: Vorträge, Bloggercafés, Diskussionsrunden, Kochabende usw. Bisher habe ich mich, bis auf einmal letztes Jahr, davon eher ferngehalten. Weil ich bezweifelt habe, dass mir das Spaß macht und weil ich mich dort nicht blamieren wollte.

Weil wir nun aber demnächst Berlin und bald auch Deutschland verlassen werden, habe ich mich doch getraut – und zur Blogfamilia 2017 angemeldet. Allein wegen der einmaligen Chance und um zu sehen, ob das nicht doch was für mich ist.

Was macht man auf einer Bloggerkonferenz für Elternblogs?

Die Blogfamilia fand dieses Jahr zum dritten Mal statt und ist eine Bloggerkonferenz speziell für Elternblogger. Seit diesem Jahr ist die Blogfamilia ein eingetragener Verein mit dem Ziel, „die Information, Vernetzung, Professionalisierung und Sichtbarmachung von Familien-Bloggern zu fördern und hierzu durch Vernetzungsarbeit, Workshops, Weiterbildungsangebote und Konferenzen beizutragen“.

Heißt, konkret, wir Elternblogger treffen uns da, quasseln und smalltalken, was das Zeug hält, lernen uns mal im echten Leben kennen, netzwerken, hören uns Vorträge an und nehmen an Workshops teil, sprechen mit den Sponsoren (Unternehmen), essen und haben potentiell Spaß. Je nach Temperament werden einige von euch jetzt sagen „Oh, das klingt ja super spannend“ und andere „Oh, das klingt ja super stressig“. Ist es auch. Beides.

Denn natürlich kennt niemand alle 160 Elternblogger, die sich dort tummelten. Manche erkennt man dagegen sofort, weil man regelmäßig ihre Blogs liest oder über die sozialen Medien im Kontakt steht. Andere, wenige, kannte ich schon von dem Bloggerevent im November, an dem ich teilgenommen hatte. Die Kunst an der ganzen Sache ist natürlich, niemanden vor den Kopf zu stoßen, weil man ihn nicht (wieder)erkennt und sich gleichzeitig nicht zu blamieren, weil das Gegenüber keine Ahnung hat, wer man selbst ist. An dieser Stelle ein dickes Sorry an Sari, die ich nicht gesehen habe, obwohl sie direkt vor mir saß und ein dickes Danke an Sassi, die mich begleitet hat und dafür gesorgt hat, dass ich mich nie alleine fühle.

Mit Sassi (@liniertkariert) und ihrem zuckersüßen Baby an der Kaffeebar.

Meine Lieblings-Bekanntschaften

Außerdem kann ich euch, aus reiner persönlicher Sympathie-Sicht, noch folgende Blogger als sehr liebe und aufgeschlossene Menschen empfehlen:

Alu von „Große Köpfe“, sie ist (Mit)Veranstalterin.

„Smartmama“ Sandra, die auch Gründerin hier im Coworking Toddler ist.

Bianca „Bella Berlin“, die ich schon von November kannte.

Nina „Fraupapa“ – der unkonventionellste Elternblog, den ich kenne.

Bea „Tollabea“, mit der wir schon in geheimer Mission in Wien waren (ich hoffe, euch bald davon berichten zu können).

Florian von „Großstadtküste“, mit dem wir uns manchmal zum Kaffee treffen und dessen Tochter zum Anbeißen süß ist.

Katja vom „Gewünschtesten Wunschkind“, die trotz Mega-Erfolg so lieb und bodenständig geblieben ist.

Tobias alias Johnny vom Papablog (früher Weddingerberg, ein wie ich fand genialer Name 😉 )

Julia „Gute Kinderstube“ – ich habe selten eine Frau mit derart positiver und liebevoller Ausstrahlung erlebt!

„Perlenmama“ Nina, die wir fast beherbergt hätten, bis mir aufgefallen ist, dass ja schon Sassi bei uns schläft.

Nora Imlau, mit der ich leider nur ein kurzes Hallo gewechselt habe.

„Lütte Lotte“ Laura und Miriam von „Howimetmymomlife“, die ich jeweils in einem Workshop kennenlernte.

Ganz superlieb ist außerdem das Team von Baby Björn – alle drei kannte ich bereits entweder persönlich oder durch E-Mail-Kommunikationen und wir haben uns alle gefreut über dieses kurze Treffen und die Möglichkeit, zu plaudern.

Von welchen Bloggern ich etwas enttäuscht war (und das waren zum Glück sehr wenige) erspare ich euch an diesem Punkt. Bilder habe ich kaum geschossen, ich war auch so überfordert genug.

Für mich als Fazit lässt sich festhalten: Die Veranstaltung war wirklich gelungen und die meisten Elternblogger sind auch im echten Leben sehr sympathisch und lieb. Trotzdem sind Bloggerevents wirklich nicht mein Ding. Aber nächstes Jahr um diese Zeit bin ich vermutlich ja ohnehin weit, weit, weg.

 

Alle Kommentare (9)

    Oh, Danke für das Kompliment!
    Ich hoffe ja, dass Du Dich trotzdem immer mal auf solche Events traust, damit wir uns wiedersehen. Ich fühle mich dann nach und nach immer wohler, weil mehr „alte Bekannte“ da sind.
    Ihr kommt ja auch irgendwann wieder, hoffe ich.

    Liebe Grüße
    Julia

    Hallo liebe Julia,

    vielleicht mal ein kleineres Event 😉 und erstmal ja nur von Bayern aus…aber stimmt schon, wahrscheinlich wird es mit der Zeit weniger anstrengend.

    Liebe Grüße,
    Hanna

    Ich wusste gar nicht, dass ihr fluchtartig das Land verlassen werdet. Hätte ich das gewusst, wäre ich vielleicht doch wirklich von der Bühne gesprungen, um euch aufzuhalten! Hmpf!
    Lg Johnny

    hihi, wer weiß an wie vielen ich vorbei gerannt bin, mit denen ich sonst immer online quatsche und vor Ort einfach nicht erkannt hatte. Ich wusste ja auch, dass du hinte rmir saßt, aber hab mal wieder den Mund am Anfang nicht aufbekommen *lach*

    Liebe Hanna,
    wir haben uns auch sehr gefreut, dich (wieder)zutreffen, auch wenn es leider nur kurz war. Ich hätte mich sehr gerne länger mit dir unterhalten, und es tut mir sehr leid, dass ich gerade so viel um die Ohren hatte, als du da warst!
    Ganz liebe Grüße und alles Gute für die kommende Zeit
    Ina von BabyBjörn

    Das erste Bloggerevent meines Lebens fand ich grässlich, weil ich mich nicht getraut habe, irgendjemanden anzusprechen. Und noch immer mag ich die meisten Events nicht sonderlich. An Blogfamilia musste ich mich auch erst gewöhnen, aber da fand ich es letztes Jahr schon toll und dieses Jahr einfach mega. Schade, dass immer so wenig Zeit ist, um mit allen zu quatschen. <3 Katja/Snowqueen

    Hallo liebe Katja,

    ja, ich weiß, man gewöhnt sich daran. Wegen Menschen wie dir würde ich vielleicht auch noch ein zweites Mal hingehen, aber dann bin ich ja eh nicht mehr im Lande 😉

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