Unser Baby feiert 1. Geburtstag mit Kuchen und Geschenke


Jetzt ist es also rum, sein erstes Lebensjahr und wir feiern schon den 1. Geburtstag unseres Babys. Man sagt ja, das erste Jahr ist das schwerste und bisher kann ich das auf jeden Fall unterschreiben. Denn ein paar Wochen vor seinem 1. Geburtstag wurde die Situation tatsächlich einfacher für mich, für uns.

Aber zurück zum Thema: Unser allererster Kinder-Geburtstag. Am Freitag, 8.7. war es so weit, ein Jahr nach der großen Nacht im Krankenhaus. Weil der Rubbelpapa an Freitagen leider arbeiten muss, konnten wir an diesem Tag nur ein wenig feiern, die richtige Party wurde dann Sonntag nachgeholt.

Freitag: Happy Birthday, Rubbelbatz!

… Und wie sich Einjährige über Kuchen und Geschenke freuen

Zur Feier des Tages sind wir ausnahmsweise beide um 6 Uhr mit dem Kleinen aufgestanden, ich musste leider auf meine 30 Minuten Extra-Schlaf verzichten. Während die Männer im Bad waren, bereitete ich den zuckerfreien Geburtstagskuchen, den ich am Vorabend gebacken hatte vor, die Geschenke, die die Tage vorher per Post eingetrudelt waren, lagen schon auf dem Teppich bereit.

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Allein die Tatsache, dass wir beide da waren, schien ihm schon wirklich gut zu gefallen. Die Kerzen auf seinem Kuchen zum ersten Geburtstag fand er sichtlich faszinierend und nach einem Weilchen Anstarren hat er angefangen, davon zu essen (bevorzugt von den Kerzen, aber ich hab ihn dann doch nur an den Kuchen gelassen).

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Für mich war schon dieser Moment so unglaublich schön. Ihn anzusehen und sich bewusst zu werden, wie groß er geworden ist, wie viel er schon wahrnehmen kann und wie er sich über Dinge bewusst freuen kann, den Kuchen betrachtet und langsam versucht, in die Kerze zu fassen. Nur wenige Momente danach standen mir die Tränen in den Augen. Wie er sich über die Geschenke freute – ich hätte nicht gedacht, dass man einem Einjährigen schon so eine Freude machen kann mit Paketen und Tüten!

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Zudem war ich wirklich gerührt davon, wie viele unserer Verwandten und Freunde ein Geschenk für ihn besorgt hatten, obwohl sie weit weg wohnen oder selbst nicht kommen konnten. Dieser Moment war so perfekt, dass ich wirklich weinen musste vor Glück. Und so emotional bin ich normalerweise gar nicht.

Was schenkt man einem einjährigen Kind zum Geburtstag?

In vielen Paketen waren wahnsinnig tolle Kinderbücher, immerhin liebt der kleine Mann Bücher. Aber auch über Spielzeug, eine Mini-Gießkanne, eine Sonnenbrille, einen Ton-Becher mit seinem Namen oder Seifenblasen hat er sich sehr gefreut. „Die Geste zählt“ trifft es bei ihm wohl noch sehr gut – den Wert von materiellen Dingen versteht er ja ohnehin noch nicht.

Den Rest des Tages habe ich versucht, für ihn möglichst schön zu gestalten; habe versucht, mich seinem Tempo anzupassen und ihm für alles, was er machen möchte, Zeit zu geben. So dauert der 10-Minuten-Weg von der U-Bahn nach Hause schnell mal fast eine Stunde. Mittags waren wir nämlich bei seinem Papa, um gemeinsam mittag zu essen. So haben der Rubbelpapa und ich gleichzeitig „unseren“ Tag zelebriert. Denn irgendwie hatten wir auch das Bedürfnis, uns beide zu feiern. Uns als Eltern, uns als Paar, das dieses anstrengende Jahr gemeistert hat. Abends war der Kleine fix und fertig und musste ziemlich früh ins Bett.

Sonntag, 10.7.: Wir feiern den ersten Kindergeburtstag

Am Wochenende war dann nicht nur sein Onkel bzw. Patenonkel, mein jüngerer Bruder, zu Besuch, am Sonntag haben wir eine richtige „Party“ geplant. Ab 14 Uhr sind Freunde mit und ohne Kinder eingetrudelt und wir haben den heißen (über 30°) Nachmittag in unserem grünen Innenhof verbracht. Für die Kleinen haben wir ein Planschbecken aufgebaut und Bälle und Luftballons mit nach draußen genommen. Im Innenhof gibt es außerdem einen Sandkasten, Wippen, Schaukel und ein Kletterhaus. Für uns gab es ein Picknick, zu dem jeder etwas mitgebracht hat. Am Ende standen so Nudelsalat, Hummus, Baguette, Obstsalat, Schokokuchen und selbstgemachtes zuckerfreies Bananeneis auf dem Tisch. Im Gegensatz zum Rubbelbatz haben die anderen Kinder das Baby-Eis regelrecht verschlungen, einer hat sogar noch das Schüsselchen ausgeleckt.

Natürlich gab es auch nochmal Geschenke. Das absolute Highlight für ihn war glaube ich das Spiel-Bügeleisen. Mit so einem spielt er nämlich jedes Mal in der Krabbelgruppe. Naja, spielen ist vielleicht nicht der richtige Ausdruck – er nimmt es jedes Mal an sich und lässt es bis zum Ende nicht mehr los. Aber auch die anderen Geschenke waren total süß und sowohl er als auch wir haben uns riesig darüber gefreut.

Unser Kleiner war an diesem Tag unheimlich gut gelaunt, als wüsste er, dass wir ihn feiern. Schon als wir drinnen das Planschbecken aufgeblasen haben und ihm sein „Schwimm“-Outfit angezogen haben, war er kaum mehr zu bremsen vor Freude und Energie.

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Draußen angekommen hat er sich dann reingeworfen und war lange nicht mehr herauszubekommen.

IMG_1309Im Laufe des Nachmittags hat er wieder und wieder und wieder darin gespielt. Dann natürlich mit Bügeleisen. Aber auch der Wasserball hatte es ihm angetan und auch über die Gäste freute er sich sichtlich.

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Am Ende des Tages waren wir alle erschöpft, aber überglücklich. Denn auch für uns als Eltern war der Tag einfach herrlich. Weil der Kleine in letzter Zeit immer besser schläft, fühle ich mich langsam auch wieder gesellschaftsfähig und nicht mehr dauernd wie so ein Mutter-Zombie im Döszustand. So konnte auch ich den Tag genießen und Zeit mit lieben Menschen verbringen. Unser Rubbelbatz hatte Spaß und hat ausnahmsweise mal nicht ständig versucht, auch das hinterste Eck des Hofes zu erkunden sondern ist in unserer Nähe geblieben. So konnten wir auch mal entspannt mit Freunden plaudern oder einfach auf der Wiese liegen.

Ein rundum perfekter Tag.



Alle Kommentare (3)

    Da wird einem ganz seltsam zu Mute. Ich weiß noch, wie mein Mann damals sagte „Endlich ist er 1“. Ich habe dem damals gar nicht so viel beigemessen, bis er mir abends im Bett erklärte, dass er sich jetzt weniger Sorgen mache wegen Kindstot usw… schon überraschend, was Männer dann doch manchmal für Sorgen haben, die sie so vorher gar nicht gezeigt haben.

    Wir waren mit dem Minihelden damals in einem Kinder-Cafe und die haben ihm dann dort einen Keksteller gemacht mit Kerze usw… total süß. Er durfte im Bällebad spielen und Spaß haben und am Nchmittag kam dann die Familie.

    Mal sehen, wie das dieses Jahr mit dem Kleinen wird. Immerhin hat der im Winter…da sind die Möglichkeiten ja doch etwas anders.

    Alles Liebe dem Großen Kleinen Rubbelbatz!

    Bei uns steht auch der erste Geburtstag vor der Tür. Ich bin gespannt, ob unser Sohn sich auch schon so sehr über seine Geschenke freut – oder auch einfach über die Verpackung 😉

    Auf jeden Fall werden wir als Eltern uns natürlich am meisten feiern, denn das haben wir uns wohl nach diesem aufregenden ersten Jahr verdient!!

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