Frühschwangerschaft: Was passiert jetzt mit mir?


Noch bevor du einen positiven Schwangerschaftstest in der Hand hältst, passiert in deinem Körper sehr viel. Für eine Schwangerschaft gibt es viele Anzeichen. Das trifft auch auf eine Frühschwangerschaft zu. Doch die Anzeichen dafür fallen von Frau zu Frau sehr verschieden aus. Es ist außerdem möglich, dass du schwanger bist und gar keine Zeichen dafür spürst. Das ist ebenfalls denkbar. Was genau eigentlich eine Frühschwangerschaft ist und woran diese sich wirklich erkennen lässt, das erfährst du in diesem Artikel.

Das Wichtigste zusammengefasst
  • Ab der 3. Woche wird von einer Frühschwangerschaft gesprochen. Die endet dann in der 12. Woche der Schwangerschaft.
  • Gerade in der Frühschwangerschaft ist es wichtig, dass du auf eine gesunde Lebensweise achtest.
  • Die Frühschwangerschaft ist die kritischste Zeit der ganzen Schwangerschaft.

Was ist die Frühschwangerschaft?

Von der Frühschwangerschaft spricht man bei Frauen, die in der 3. Woche schwanger sind. Sie endet offiziell in der 12. Schwangerschaftswoche. Damit bildet sie das erste Drittel der ganzen Schwangerschaft. Die Frühschwangerschaft ist auch die kritische Zeit einer Schwangerschaft. Denn in diesem Zeitfenster zeigt sich, ob die Schwangerschaft vom Körper gehalten werden kann oder nicht.

Von der Befruchtung spricht man, sobald die Samenzelle in die Eizelle eingedrungen ist. Dann beginnt dein Körper mit der Zellteilung. Bei einer Teilung verdoppelt sich die Anzahl der Zellen, die in der Eizelle zu finden sind. Rund zehn Tage später beginnt die befruchtete Eizelle damit, den restlichen Weg zurückzulegen. Es geht über den Eileiter bis schließlich in die Gebärmutter. Da findet dann final die Einnistung statt.

Ein eindeutiges Zeichen für eine Schwangerschaft ist natürlich der Schwangerschaftstest. Wenn er denn entsprechend ausfällt. Sofern du schwanger bist, dann hast du einen erhöhten hCG Wert. Das sogenannte Schwangerschaftshormon hat viele wichtige Funktionen.

Frühschwangerschaft: die Symptome in den ersten Wochen

Das sicherste Zeichen dafür, dass du schwanger bist, ist natürlich das Ausbleiben der Regelblutung. Doch die meisten Frauen kennen das Problem,: dass der eigene Zyklus schwankt. Insofern ist das noch kein absolut sicheres Anzeichen für eine Schwangerschaft.

Es gibt noch weitere Symptome, die auf eine Frühschwangerschaft hindeuten könnten:

  • Spannungsgefühl in der Brust
  • schmerzende Brustwarzen
  • Müdigkeit
  • Übelkeit – auch über den ganzen Tag
  • Heißhunger
  • Ekel vor Lebensmitteln
  • Rückenschmerzen
  • Blähungen
  • Verstopfung
  • Durchfall
  • Sodbrennen

Das ist aber lange nicht alles. Gerade in der Frühschwangerschaft können die Symptome sehr verschieden ausfallen. Das liegt daran, dass jeder Körper individuell ist.

Die richtigen Ansprechpartner in der frühen Phase der Schwangerschaft

Fakt ist aber, dass eine Schwangerschaft nicht nur schöne Seiten hat. Gerade in den ersten Wochen haben viele Frauen Sorgen und Nöte, die sie mit sich herumtragen. Der Frauenarzt ist dann definitiv der richtige Ansprechpartner. Nicht nur für die Bestätigung der Schwangerschaft solltest du zu dem Frauenarzt gehen. Dort kannst du auch alle Fragen stellen, die dir durch den Kopf gehen.

Die Hebamme ist ebenfalls ein guter Ansprechpartner. Es müssen übrigens nicht zwingend Schwangerschaftsanzeichen auftreten. Es gibt zwar viele Frauen, die beispielsweise unter dem morgendlichen Erbrechen leiden. Schwangeren muss es aber nicht zwingend schlecht werden. Da gibt es durchaus viele unterschiedliche Menschen.

Hier wird noch einmal ausführlich auf die verschiedenen Anzeichen und Symptome eingegangen.

Was passiert mit dem Körper in der Frühschwangerschaft?

In dem ersten Trimester der Schwangerschaft passiert unwahrscheinlich viel in deinem Körper. Zuerst einmal wird die Eizelle befruchtet und dann nistet sie sich in der Gebärmutterhöhle ein. Danach findet dann die Einnistung der Kugel aus Zellen in der Gebärmutterwand statt. Nachdem dieser Vorgang abgeschlossen ist, setzen sich verschiedene Ereignisse gleichzeitig in Gang.

Der Embryo besteht aus drei Keimblättern. Und aus denen entwickeln und spezialisieren sich dann wichtige Zellen. Beispielsweise Blutzellen, Nervenzellen und Nierenzellen.

In dieser Zeit verläuft das Wachstum auch überdurchschnittlich schnell. Es bilden sich vor allen Dingen viele äußere Merkmale des Babys::

  • Gesicht
  • Augen
  • Arme
  • Beine
  • Ohren

Bei den inneren Organen ist es das Herz, das zuerst entsteht. In der Regel schlägt es schon ab dem 22. Tag nach der Befruchtung eigenständig. Sowohl Lunge, Rückenmark als auch Gehirn und Verdauungstrakt entwickeln sich nahezu zeitgleich.

In der zweiten Hälfte des ersten Trimesters bilden sich dann schließlich auch noch das Skelett und die Muskeln.

Ab der zehnten Schwangerschaftswoche spricht man dann auch nicht mehr von Embryo, sondern von Fötus. Denn dann verfügt das Baby über alle Anlagen sowie Organe wie ein Baby, das geboren wird. Mit der Ausnahme, dass die Organe noch nicht ausgereift sind. In diesem Stadium beginnt dann auch ein stärkeres Längenwachstum und auch an Gewicht nimmt der Fötus stark zu.

Das Lebenserhaltungssystem in Form von Nabelschnur und Plazenta entsteht ebenfalls um die zehnte Schwangerschaftswoche herum. Zu Beginn wächst das Baby in der Amnionhöhle heran. Diese ist von der Chorinohhöhle umgeben. Sobald das erste Trimester endet, verschmelzen diese beiden Höhlen zur Fruchtblase.

Wann findet die erste Ultraschalluntersuchung in der Frühschwangerschaft statt?

Im Regelfall findet die erste Untersuchung beim Frauenarzt zwischen der neunten und zwölften Woche der Schwangerschaft statt. Das ist auch wichtig, denn der Arzt wird überprüfen, ob eine Einnistung in der Gebärmutter erfolgreich stattgefunden hat.

Gleichzeitig wird eine Eileiterschwangerschaft ausgeschlossen. Es ist zu Beginn nur eine Fruchthöhle erkennbar. Erst ab der sechsten oder siebten Woche lässt sich der Herzschlag feststellen.

Im ersten Schwangerschaftsdrittel gibt es durchaus einige Untersuchungen, die durchgeführt werden. Neben einer Plazenta-Punktion kann man auch eine Nackentransparenzmessung vornehmen lassen. Das ist jedoch eigenes Ermessen. Darüber hinaus kannst du mit dem Gynäkologen auch alle wichtigen Fragen besprechen.

Risiken kennen und minimieren

Schwangere Frauen machen sich insbesondere in der Frühschwangerschaft viele Sorgen. Niemand möchte etwas Falsches tun und damit womöglich eine Fehlgeburt provozieren. Die ersten zwölf Wochen sind bei einer Schwangerschaft zweifelsohne sehr risikohaft. Es nutzt aber nichts, sich zu viel zu sorgen.

Sollte es zu einer Fehlgeburt kommen, mach Dir bitte keine Schuldzuweisungen und Schuldgefühle. Leider einem als Frau die Hä#nde gebunden und man kann es nicht verhindern. Daher ist es wichtig, dass du so eine schlimme Erfahrung gut verarbeitest und auch wieder dein normales Leben weiterführen kannst.

Der regelmäßige Gang zum Frauenarzt gehört bei der Frühschwangerschaft selbstverständlich dazu. Die Vorsorgeuntersuchungen sind wichtig, weil der Arzt so die Möglichkeit hat, die Entwicklung des Embryos gut zu überwachen.

Sofern du zu Fehlgeburten neigst, gibt es auch Behandlungen, die eventuell Sinn machen. So kann es unter Umständen helfen, Progesteron zu nutzen, um eine Beibehaltung der Schwangerschaft zusätzlich zu unterstützen. Natürlich solltest du gesund leben und auf Dinge wie Alkohol, Drogen sowie Zigaretten verzichten.

Ernährung in der Frühschwangerschaft

Eine Schwangerschaft ist immer die ideale Möglichkeit, verstärkt auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung zu achten. In der Frühschwangerschaft gilt der Grundsatz, dass du möglichst hochwertige Lebensmittel zu dir nimmst. Theoretisch musst du nicht mehr essen. Denn der Energiebedarf steigt nur unwesentlich an. Außerdem relativiert sich das schnell. Denn die Bewegungsfähigkeit nimmt mit der Zeit ab. Schwangere sind dann auch meistens nicht mehr in der Lage anstrengenden Sport zu betreiben. Wobei Sport natürlich kein Problem in der Schwangerschaft darstellt. Du solltest aber darauf achten, dass du dich nicht übernimmst. In den ersten Schwangerschaftswochen ist ganz besonders wichtig, dass du auf eine Ernährung achtest, die deinen Körper bestmöglich mit allem versorgt, was du brauchst. Bis zur Geburt dauert es noch. Und diese Zeit solltest du nutzen. Gerade Vitamine und Mineralstoffe sind wesentlich, damit sich dein Baby gut entwickelt und alles bekommt, was es braucht. Sofern du Tipps und Informationen zur richtigen Ernährung brauchst, kannst du sowohl mit dem Gynäkologen als auch der Hebamme sprechen. Der Gynäkologe kann dann auch einen Blick auf deine Hormone werfen und dir sagen, welche Veränderungen bei der Ernährung sinnvoll sind.

Fehlgeburt in der Frühschwangerschaft

In der Frühschwangerschaft ist das Risiko einer Fehlgeburt besonders hoch. Die meisten Fehlgeburten bleiben von der Frau jedoch unbemerkt. Denn statistisch finden sie noch vor dem Zeitpunkt statt, an dem die Eizelle sich einnisten würde. Rund die Hälfte der befruchteten Eizellen geht durchschnittlich ab. Bei älteren Frauen nimmt diese Häufigkeit sogar noch einmal stark zu.

Ab etwa der fünften Woche ist eine Schwangerschaft feststellbar. Zu diesem Zeitpunkt kommt es durchschnittlich bei rund zehn Prozent der schwangeren Frauen zu einer Fehlgeburt.

Woran erkenne ich einen Abgang?

Das typische Symptom für einen Abgang ist natürlich eine Blutung. Die Blutungen können schwach ausfallen oder ganz ausbleiben, das kommt immer darauf an. Doch insbesondere in der Frühphase einer Schwangerschaft ist es denkbar, dass eine Frühgeburt auftritt, die ohne Blutung oder Wehentätigkeit stattfindet. Das liegt meistens daran, dass der Körper die Produktion der Schwangerschaftshormone einstellt.

Auch die morgendliche Übelkeit nimmt bei den meisten Frauen ab. Abgesehen von den Blutungen sind auch starke Krämpfe ein schlechtes Zeichen. Wenn Schmerzen im Unterbauch auftreten, die stark an Menstruationsbeschwerden erinnern, handelt es sich oft um eine Fehlgeburt. Die Symptome einer frühen Fehlgeburt erinnern auch an eine Eileiterschwangerschaft.

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