Gesundheits- Update

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Weil ich nach meinem letzten Eintrag über den Arztbesuch und meiner Krankschreibung doch einige besorgte Nachrichten bekommen habe – danke an dieser Stelle für die lieben Nachrichten – heute ein kurzes Update bezüglich meines Zustandes:

Es gibt keinen Grund zur übertriebenen Sorge, das hat mein Arzt ganz klar gesagt. Ich soll auf mich aufpassen und sofort wiederkommen, wenn etwas ähnliches passiert oder das Druckgefühl im Unterbauch stärker wird, aber alles kann auch ganz normal sein. Bisher war das zum Glück ein einmaliger Vorfall, wenn auch, das gebe ich zu, ganz schön besorgniserregend. Mein Mann und ich hatten große Angst und machen und auch immer noch etwas Sorgen. Deshalb bin ich jetzt auch zu Hause und versuche, mich möglichst viel zu schonen.

Mein Bauch zieht und schmerzt nach wie vor etwas, aber nichts im Vergleich zu der Nacht vom Sonntag. Und Nein, ich gehe nicht zurück an meinen Arbeitsplatz, bevor es mir nicht besser geht. Die Gesundheit von meinem Kleinen steht an erster Stelle!

Ich möchte trotz Komplikationen in der Schwangerschaft arbeiten

Trotzdem möchte ich, wie bereits erläutert, nicht die „kranke Schwangere“ sein, die wegen jedem Zwicken im Bauch zum Arzt rennt und sich krank schreiben lässt. Mir tut es gut, zu arbeiten und unter Leuten zu sein und ich möchte meinen Job so gut erfüllen, wie es geht. Immerhin werde ich dafür auch bezahlt da ist das für mich eine Selbstverständlichkeit. Aber das heißt nicht, dass ich die Signale meines Körpers nicht erkenne oder im Gegenteil sogar ignoriere. Für mich ist es nur ein großer Unterschied, ob ich etwas müde und schlapp bin und deshalb nur mit 75% arbeiten kann, oder ob ich Schmerzen habe oder krank bin.

Neuer Termin bei der Hebamme

Ich stand also heute Morgen auf und war ich fest der Überzeugung, bald wieder arbeiten zu gehen. Nur zur Sicherheit wollte ich noch einmal bei der Hebamme in der Praxis vorbeifahren. Aber weil ja erstens immer alles anders ist und zweitens als man denkt…

Entsprechend des schönen, sonnigen Tages, tauchten meine Hebamme und ich gut gelaunt und zufällig zur gleichen Zeit an der Arztpraxis auf. Schon im Aufzug sprach sie das Thema Arbeiten gehen an und ich erklärte ihr, dass es morgen schon wieder gehen würde. Ihr Blick: skeptisch.

Oben angekommen wurde ich wie immer äußerst freundlich von der Sprechstundenhilfe empfangen und gleich nach hinten gebracht. Wieder ein Tokogramm. Zum Glück wieder ohne Ergebnis. Und dann die erneute Diskussion bezüglich der Arbeitsunfähigkeit. Ich muss ihr zugute halten, dass sie es wirklich lange versucht hat, ohne mir Angst zu machen. Schließlich musste sie aber wohl doch die K.O.-Karte ziehen und mir vor Augen halten, was 2 Tage Arbeit seien im Vergleich zu einem Frühchen in der 24.SSW. Das hat gesessen, ich gab mich geschlagen. Auch mein Arzt und die Sprechstundenhilfe schienen erleichtert und die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung hat keine zwei Minuten gedauert.

Dann ist es wohl so – als Schwangere kommt man einfach schneller an seine Grenzen, auch ohne sich zu überlasten, und man braucht mehr Ruhe. Laut meiner Hebamme – über die ich mittlerweile übrigens mehr als froh bin – ist um die SSW 24 eine sehr kritische Phase, in der man noch mehr auf sich aufpassen muss. D.h. in ca. 1-2 Wochen sollte es wieder besser gehen. Um diesen Prozess zu beschleunigen, hat sich mich noch akupunktiert und ein homöopatisches Mittel aufgeschrieben. Auch beim Abtasten des Bauches gab es keinen Grund zur Sorge, unser Kleiner ist wohl schon gut groß, sie schien ganz überrascht über seine Ausmaße. Auch dass ich die Bewegungen zur Zeit nicht so sehr spüre und anders als sonst, kann ganz normal sein. Je nachdem, wie das Kind liegt, spürt man die mal weiter oben oder unten. Möglicherweise liegt es jetzt mit dem Rücken zu meiner Bauchdecke. Auch dass der Bauch mal größer und mal kleiner ist, je nach Tagesform, ist völlig normal.

Sonne auf den Bauch: Als Schwangere die Natur genießen

Auf Anordnung der Hebamme (zwecks Vitamin-B-Bildung) bin ich dann nach dem Mittagessen gleich raus in die Sonne. Mit einer Decke und der Kamera bewaffnet ging es ab in den Park. Der ist nur ca. 800 Meter entfernt. Nachdem ich nach dieser lächerlichen Strecke tatsächlich ziemlich außer Puste war und den Rückweg im absoluten Schneckentempo (eine Oma mit Rollator wäre schneller gewesen) zurücklegen musste, wusste ich, dass zwei weitere Tage zu Hause mir gut tun werden.
IMG_3804Im Park angekommen wollte ich dem Kleinen mal zeigen, wie hell die Welt ist und habe die warme Frühlingssonne an meinen Bauch gelassen. Das hat ihn aber völlig unbeeindruckt gelassen. In letzter Zeit schläft er tagsüber sehr viel und ist dafür nachts umso aktiver. Also hab ich „alleine“ die warmen Sonnenstrahlen genossen und bin langsam auf den Gedanken klar gekommen, eben nicht so belastbar zu sein, wie es in den ersten 6 Schwangerschaftsmonaten den Anschein hatte. Was unterm Strich zählt, ist natürlich, dass es dem Kleinen gut geht. Sobald es um sein Wohl geht, muss ich eben zurückstecken…

Mir hat der Ausflug jedenfalls sehr gut getan und ich konnte mal wieder unsere neue Kamera ausprobieren – wenn auch nur an meinem dicken Bauch und der umgebenden Natur:

 

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