Maria Heimsuchung in Berlin Pankow – Kreißsaal und Besichtigung


Nachdem wir das seit Wochen, um nicht zu sagen Monaten, vor uns herschieben, haben wir gestern endlich einen Termin in der Maria Heimsuchung Berlin in Pankow zur Kreißsaal-Besichtigung wahrgenommen. Schon im Geburtsvorbereitungskurs haben wir festgestellt, dass wirklich viele Eltern ihr Kind in der Maria Heimsuchung gebären möchten. Und Pankow ist zum Glück auch in unserer Nähe.

Für die Caritas Klinik  in Pankow hatten wir uns aufgrund des guten Rufes und der Empfehlung von Bekannten ohnehin schon entschieden.  Angeblich ist es aber besser, die Räumlichkeiten schon zu kennen und zu wissen, was genau passiert, wenn man dort mit Wehen ankommt. Dafür eignen sich natürlich die angebotenen Informationsabende, die jeden Montag und Donnerstag stattfinden.

 

Eindrücke des Infoabends der Maria Heimsuchung Berlin

Also haben wir uns um 18 Uhr auf den Weg gemacht, um uns mit etwa 30 anderen Schwangeren, Partnern und Angehörigen in einem doch sehr warmen Raum auf doch sehr ungemütlichen Stühlen eine Präsentation einer Hebamme und einer Kinderkrankenschwester anzuhören. Die unangenehme Unterbringung der Veranstaltung im  Kavalierhaus wurde für mich wett gemacht durch die wirklich freundliche Art der beiden Frauen. Auch dass dort versucht wird, auf einen Dammschnitt zu verzichten, hat mich sehr beruhigt und von der Maria Heimsuchung überzeugt. Und dass wir als Eltern bei jedem Vorgang, bei allem was mit unserem Baby passieren soll, gefragt werden, ebenfalls. Wenn genügend Kapazitäten vorhanden sind, versucht die Klinik außerdem, für 65 EUR / Nacht ein Familienzimmer mit Vollverpflegung zur Verfügung zu stellen. Das wäre natürlich ein Traum!

 

Kreißsaal & Räumlichkeiten in der Maria Heimsuchung Caritas Klinik in Berlin

Anschließend wurden uns der Kreißsaal der Maria Heimsuchung und ihre Räumlichkeiten gezeigt:

  • Ein Raum mit Geburtswanne,
  • ein Aufenthaltsraum,
  • ein OP und
  • vier Kreißsäale befinden sich in der Geburtshilfe der Maria Heimsuchung.

Ein Stockwerk tiefer befindet sich die Wochenbettstation, von der wir aufgrund hoher Belegung nur den Wickelraum sehen konnten. Ich hatte ja im Internet schon Bilder von verschiedenen Kreißsäalen gesehen, mein Mann dagegen war sehr überrascht. Er hatte sich – wie ich früher – einen sehr sterileren, größeren und OP-ähnlichen Raum vorgestellt. In Wirklichkeit sind die Räumlichkeiten möglichst angenehm eingerichtet, fast wie ein Hotelzimmer.

 

Unser Fazit zur Maria Heimsuchung in Pankow

Trotzdem ist mir bei der Besichtigung der Maria Heimsuchung vor allem eines aufgefallen: ich mag keine Kliniken! Zum Glück war ich noch nie in meinem Leben in einem richtigen Krankenhaus. Trotzdem mag ich das nicht. Der Geruch, die Stimmung, die Räumlichkeiten. Denn vor allem im Raum mit der Geburtswanne war der Geruch nach Blut wirklich stark. Da stand für mich fest: auf keinen Fall eine Wassergeburt!

Auch wenn wir nur in der Maria Heimsuchung einen Kreißsaal besichtigt haben, kenne ich beruflich bedingt viele Krankenhäuser. Für mich unterscheiden sich diese nicht erheblich voneinander. Darum wollen wir uns den Stress ersparen, noch weitere Veranstaltungen dieser Art wahrzunehmen. Raus muss er so oder so der Randale-Zwerg, egal ob in einem Krankenhaus, in dem es minimal schöner ist, als das andere. Und schön wird es eh nicht – nicht umsonst kommt das Wort „Kreißsaal“ vom mittelhochdeutschen „kreißen“, was so viel wie schreien und stöhnen bedeutet…

Insgesamt war die Erfahrung jetzt zwar nicht durchweg positiv, aber auch nicht schlimm genug, um uns abzuschrecken. Und zurückgeben kann ich ihn ja jetzt eh nicht mehr. Jedenfalls ist es doch auch beruhigend, zu wissen, wohin man kommt und was dann passiert.

 

 

Alle Kommentare (4)

    Es gibt noch Geburtshäuser als Alternative! Ich hatte beim zweiten eine Geburtshausgeburt (ich habe auch eine Klinikphobie) und möchte nie wieder in eine Klinik zum Entbinden, wenn es auch anders geht und keine Indikationen dagegen sprechen.
    Habt ihr schon über eine ambulante Entbindung nachgedacht? Dann könntet ihr 4-5h danach auch wieder nach hause…

    Ja, auch die Möglichkeit ziehen wir in Betracht, je nachdem wie es mir geht und ob wir ein Familienzimmer bekommen. Weil es das erste Kind ist und ich es meiner Mama versprochen habe, gehen wir diesmal in die Klinik. Beim nächsten Kind ist Geburtshaus sicherlich eine gute Option…

    Ich habe 2010 meine Tochter in der Maria-Heimsuchung in Pankow entbunden und wir waren total zufrieden. Wir hatten das Glück eines der Familienzimmer zu bekommen, das war wirklich ein Segen. Mein Mann ist nicht die gesamten drei Tage mit im Krankenhaus geblieben und trotzdem konnten wir das Zimmer behalten. Es wurden uns zwei Betten zusammengestellt, so dass wir wirklich eine riesige Liegwiese hatten und unsere ersten Tage sehr entspannt waren.
    Das einzig irritierende für mich war, dass ich wegen eines Blasensprungs ins KH bin und dann nicht mehr nach Hause durfte und die ersten Stunden mit Wehen auf der Wöchnerinnenstation verbracht habe, zunächst in einem Zwei-Bett-Zimmer mit einer frisch entbundenen Mama. Ich weiß mittlerweile, dass das in vielen Krankenhäusern so gemacht wird. Solltest Du in einer ähnlichen Situation sein, frag gleich nach dem Familienzimmer. Sollte eines frei sein, kannst Du auch gleich das beziehen und hast erstmal unter den Wehen deine Ruhe!
    Alles Liebe für Euch!
    Janny

    Danke Janny für den Tipp – der Gedanke, mit Wehen neben einer fremden Frau zu liegen ist wirklich irritierend. Soweit ich weiß machen die das nur, wenn alle anderen Räume belegt sind.

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