Wie werde ich schneller fit nach der Geburt?


Das Wochenbett heißt Wochenbett, weil es mehrere Wochen dauert. Klingt logisch. Der wahre Sinn davon leuchtet mir aber erst ein, seit ich es selbst erlebt habe. Eigentlich wollte ich nämlich gerne wirklich wieder schnell fit nach der Geburt sein. Ein Wunsch, den wahrscheinlich jede Schwangere hat…

Mein Wochenbett: Liegen, liegen, liegen

Dass die Geburt unseres Kindes in der Maria Heimsuchung nicht gerade ein Spaziergang für uns war, konntet ihr bereits sowohl aus meiner Sicht, als auch im Geburtsbericht vom Rubbelpapa lesen. Nun hatte ich ja gehofft, dass mit dem schlimmen Tag die Dinge wieder gut laufen würden. Leider folgt aber wohl auf eine schwere Geburt auch ein schweres Wochenbett. Der Traum, schnell fit nach der Geburt zu sein, schien mir nun fast unrealistisch. Der Hebammen-Spruch für’s Wochenbett lautet ja „Eine Woche im Bett, eine am Bett und eine ums Bett.“ Bei mir waren das eher drei Wochen im Bett und eine Woche ums Bett. Vier Wochen ist der Rubbelbatz jetzt alt, und während er wächst und gedeiht, fühle ich mich immer noch wie eine 90-jährige nach einem Marathonlauf. Ich sitze nach wie vor nur auf der Couch oder im Bett, mit Polster im Rücken. Durch diese schräge Haltung tut mir mittlerweile alles weh. Der Rubbelpapa kocht, erledigt die Einkäufe und versucht obendrein, den Haushalt nicht ganz so messihaft aussehen zu lassen.

Und ich bin vor allem eines: ungeduldig. Ich bin jetzt Mama und ich will mich auch endlich so verhalten können! Ich will mein Baby auch mal selbst durch die Wohnung tragen, wenn es schreit und ich möchte für den Rubbelpapa was kochen, wenn er doch mal einen Vormittag zur Arbeit musste und mittags nach Hause kommt. Ich will die Wohnung sauber halten und Regale bauen. Ich möchte mit meinem Sohn und meinem Mann nach draußen und Spaziergänge machen und in Cafés sitzen und Eis essen.

Stattdessen sitze ich auf der Couch. Oder im Bett. Und warte. Warte, dass ich wieder normal werde und mir nicht mehr alles weh tut. Dass ich meinem Mann eine Stütze sein kann und keine zusätzliche Belastung. Dass mein Rücken nicht mehr so schmerzt vom schräg sitzen, liegen und liegend stillen, und die restlichen Schmerzen leichter werden. Dass ich wieder sitzen kann.

Meine Haare stehen in alle Richtungen (also noch schlimmer als sonst), meine Augenbrauen wachsen langsam zu einer zusammen und ich habe vergessen, wann ich das letzte Mal meine Beine rasiert habe. Wenn ich tatsächlich mal das Haus verlasse, dann in Schlabberhose oder Schwangerschaftsjeans. Von meinem alten Hosen passt mir nämlich keine einzige. Genauso wenig wie mein Ehering. Dass ich im Schnitt jede Stunde, teils alle 20 Minuten den Rubbelbatz „säugen“ muss, macht das allgemeine Wohlbefinden und die innere Frage, was aus der Frau von vor einem Jahr geworden ist, nicht gerade besser.

Schneller fit im Wochenbett?

Soweit so gut, man wird ja mal ausgiebig jammern dürfen. Aber jetzt heißt es, nach vorne schauen. Was also kann ich tun, um mich schnellstmöglich wieder nach der Geburt zu erholen und fit zu werden? Ein 3-Punkte-Plan muss her:

1) Yoga & Bewegung

In den letzten Tagen habe ich angefangen, endlich wieder ein paar meiner Yoga-Übungen zu machen, die ich sonst täglich morgens absolviert habe. Zugegeben, das Tempo und die Beweglichkeit ist noch eingeschränkter als in der Schwangerschaft, aber ich merke trotzdem, dass mir das gut tut. Vor allem gegen die Rückenschmerzen hilft es super.

Außerdem gehen wir jetzt jeden Tag mindestens einmal mit dem Rubbelbatz nach draußen – entweder an den nahe gelegenen See oder in den Hinterhof, je nachdem, wie viel ich mir zutraue. Zum einen muss das ja sein, damit der Rubbelbatz genug Tageslicht bekommt und sein Vitamin-D produzieren kann, zum anderen muss ich ja irgendwann wieder anfangen, meinen Kreislauf in Schwung zu bringen und die müden Muskeln zu „trainieren“.

2) Ernährung: Kraftsuppen

Die Hebamme, die vor kurzem das erste Mal hier war (meine eigentliche Hebamme Anja hat Urlaub), ist regelrecht erschrocken darüber, wie matt ich noch bin. Ihre Vorschläge: mehr ausruhen (natürlich…), weniger stillen (kommt nach einem Tag versuchen nicht in Frage) und Kraftsuppen. Also ist der Rubbelpapa am nächsten Tag zum Super-Duper-Neuland-Fleischer hier im Wedding und hat Rindermarkknochen besorgt. Die wurden über 3 Stunden lang ausgekocht und dann die Brühe mit Gemüse & Co. zu einer lecker Suppe verarbeitet. Zwei Tage später gab es dasselbe nochmal mit Suppenhuhn. Es scheint zumindest ein bisschen geholfen zu haben meiner Meinung nach.

3) Nahrungsergänzung, Vitamine & Co.

Zusätzlich zu Kraftsuppen versuche ich natürlich die ganze Zeit schon, wie auch in der Schwangerschaft, mich ausgewogen und gesund zu ernähren. Weil das nicht immer so einfach ist, nehme ich weiterhin zusätzliche Nahrungsergängzungsmittel: Magnesium, Zink, Folsäure und Eisen (Anämie im Wochenbett). Zusätzlich bin ich der Empfehlung meiner Cousine gefolgt. Sie hat mir verraten, dass sie im Wochenbett und auch in der aktuellen Schwangerschaft ein Vitalstoffgetränk namens LaVita zu sich genommen hat. Ich hatte davon noch nie gehört und hab mir das erstmal genauer angesehen. Es wird aus über 70 Lebensmitteln hergestellt, unter anderem Obst, Gemüse, Kräutern und Ölen. Es wird immer ein Esslöffel der Essenz mit Wasser vermischt und je nach Bedarf 1-2 Mal am Tag getrunken. Empfohlen wird vom Hersteller zunächst eine 3-Monats-Kur. Weil ich neugierig bin, das Konzept für mich stimmig klingt und ich, wie gesagt, möglichst schnell wieder fit nach der Geburt werden möchte, werde ich das also in den nächsten 3 Monaten mal ausprobieren. Den Bericht, wie und ob es gewirkt hat, gibt es dann also im November zu lesen…

 Wochenbett LaVita

 

UpDate: Meine 3-Monats-Kur ist nun tatsächlich vorbei. Wenn euch das Ergebnis interessiert und ob es mir geholfen hat, schneller fit nach der Geburt zu werden, lest doch einfach meine Erfahrung mit LaVita hier auf unserem Blog.

1 Kommentar zu „Wie werde ich schneller fit nach der Geburt?“

  1. Hachja…im Bett war ich Gott sei Dank nicht viel, auch wenn es sicher nicht schlecht gewesen wäre. Ich war auch ziemlich auseinander gerissen und hatte 7 Wochen Schmerzen an den Narben überall und konnte wenn nur langsam laufen, aber das habe ich mir nicht nehmen lassen. Ich habe zum Beispiel viele Kamille-Sitzbäder gemacht, fast jeden Abend, das hat an den Narben sehr gut getan und die Schmerzen etwas gelindert. Ich hoffe nur, es wird dieses Mal besser laufen. Ich kann mich allerdings nicht erinnern so total hilflos gewesen zu sein. MeiN mann musste arbeiten und die Familie wollte ich nicht ständig um mich haben, ich habe die Zeit mit dem Kind alleine einfach immer sehr genossen und habe einen kurzen Weg zum See in der Nähe gemacht, mich dort auf eine Bank gesetzt und gelesen, während der Kleine schlief…
    Aber dennoch verlier nicht aus den Augen, dass du fit werden willst und dazu muss man auch zulassen, dass man fit wird…ich kenne das, wenn man eigentlich ganz anders will ^^

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