Entwicklung vom Kind mit 18 Monate – Mein Baby ist jetzt ein Großer


18 Monate – 1,5 Jahre sind vergangen, seit der Rubbelbatz geboren wurde. 1,5 Jahre, in denen sich unser Leben so komplett verändert hat. Für mich fühlt es sich ein wenig an, als wäre der Platz in unserem Leben schon immer da gewesen und jetzt ist er endlich gefüllt. Und auch, wenn es oft anstrengend war und ist, auch wenn ich gerne mehr Schlaf hätte und mehr Zeit für mich – ein Leben ohne ihn kann ich mir nicht mehr vorstellen.

Aber nun zum Thema. Was kann eigentlich ein 18-Monats-Kind so? Wie bei allem rund um’s Kind kann man das natürlich pauschal nicht sagen. Daher formuliere ich es mal so: Was kann unser 18-Monats-Kind denn so?

Körperliche Entwicklung mit 18 Monate

Nun ist er also schon etwas über 80 cm groß und hat ein Gewicht von 12,5 kg. Meist kommt mir das gar nicht so groß vor – erst, wenn ich ein kleines Baby sehe oder wie neulich seine Babykleidung sortiere, fällt mir auf, wie wahnsinnig viel er gewachsen ist. In den letzten Monaten sind außerdem endlich die Haare etwas mehr geworden.

Motorische Entwicklung beim 18 Monate alten Kleinkind

Weil er ja läuft, seit er 10 Monate alt ist, kann er mittlerweile dementsprechend gut Rennen, Klettern und Toben. In diesen Dingen macht ihm so schnell kein Gleichaltriger etwas vor. Auch Fallen und Stoßen hat er ausgiebig geübt: er verletzt sich so gut wie nie bei seinen waghalsigen Unternehmungen.

Auf die Feinmotorik hat er schon immer weniger Aufmerksamkeit verwendet. Dazu fehlt ihm einfach die Geduld und Ruhe. Vor allem zu den gemeinsamen Essenszeiten in der Kita merkt man, wie die anderen Kinder langsam Interesse an der Verwendung von Löffel und Gabel zeigen. Er nutzt da lieber weiterhin die Hände.

Kognitive Entwicklung – 18 Monate

Ich spreche schon immer ganz normal mit meinem Kind, so als würde er mich verstehen. Und habe akzeptiert, dass er eben noch zu klein ist, um mich wirklich zu verstehen. Deshalb dauerte es auch lang, bis in meinem Kopf ankam, dass er das mittlerweile doch größtenteils tut. Er weiß, wo seine Nase, Mund und Ohren sind, er wiederholt Wörter, wenn ich ihn dazu auffordere und unterlässt Dinge, wenn ich sie ihm streng genug verbiete. Er versteht auch, wenn ich ihm sage, wohin wir fahren – und merkt sich das auch. So habe ich ihm zum Beispiel heute Morgen erklärt, dass wir in die Kita gehen und dass James (11 Monate) heute auch wieder da ist. Auf dem Weg in der Bahn hat er mehrmals „Dita, Bebi“ (Kita, Baby) wiederholt.

Insgesamt merke ich täglich, wie er immer mehr Zusammenhänge versteht und sich bewusst äußern kann. Wenn er will, dass sein Papa etwas mit ihm macht, dann zeigt er auf ihn und sagt „Papa“. Gestern wollte er, dass zuerst eine Freundin und dann ich mich auf sein Mini-Dreirad setzen (sieht richtig witzig aus). Er kann abends ganz bewusst deutlich machen, dass er jetzt schlafen gehen möchte. Er zieht mich dann zum Schlafzimmer oder signalisiert, dass er an die Brust will. Oder er legt sich schon mal auf die Couch und deckt sich zu und macht immer wieder die Augen zu.

Das Wutkind hatte jetzt eine Weile Pause, er hatte sich relativ schnell wieder beruhigt. In den ersten Tagen nach unserem Urlaub bei meinen Eltern zeigte sich der eigene Wille dafür wieder umso lauter. Dass er nicht mehr jederzeit alles und sofort bekommt, hat er meist mit wütendem Schreien kommentiert. Er weiß ganz genau, was er möchte und wie er es einfordern kann. Ablenkung funktioniert immer weniger.

Was in den letzten Wochen immer besser funktioniert hat, ist die Kommunkation bezüglich seiner Windel. Wenn er mit mir zu Hause ist, sagt er immer, wenn er groß muss. Und macht dann ins Töpfchen. Danach lasse ich immer öfter die Windel weg und ziehe ihm einfach so die Hose an. Wenn die nass ist, beschwert er sich so lange, bis wir sie umziehen. Letzte Woche hat er erstmals auch in der Kita während des Mittagessens  von mir vehement die Toilette eingefordert – mit Erfolg.

Ganz fasziniert war ich auch die letzten Tage, dass er langsam anfängt, sich Sachen auszudenken. Er füttert mich jetzt immer mal wieder mit Dingen, die es nicht gibt. Er „zupft“ vom Kissen etwas ab oder von anderen Gegenständen und sagt „Mmmmh“ und hält mir seine Hand an den Mund.

Wie funktioniert Sprechen mit 18 Monate?

Wenn mich jemand fragt, würde ich sagen, er spricht schon viel. Von außen betrachtet sagt er wahrscheinlich die Worte „Mama“, „Papa“ , „Baby“ und „mehr“. Vieles, was er sagt, sind einfach nicht die echten Worte. Tiere zum Beispiel werden klassisch nur mit Lauten bezeichnet. Davon kann er ziemlich viele: Henne, Hahn, Küken, Vögel, Pferd, Schaf, Ziege, Hund, Katze, Bär, Delfin, (Wild)schwein, Wolf, Affe, Esel, Frosch, Tiger, Eule, und viele mehr. „Mehr“ ist sein absolutes Lieblingswort. Langsam versteht er auch, was es bedeutet – anfangs wurde es inflationär gebraucht für alle Situationen, in denen irgendwas passieren sollte.

Außerdem benennt er zielsicher seine Nase („Nena“), Milch („Müch“), Banane („(da)Mane“), die Sirene von Polizei oder Feuerwehr („Tadu“), und wie gesagt die Kita („Dita“). Auch „heiß“ hat er vor kurzem gelernt und Opa („Popa“). Aua, Hatschi und Nein ebenso.



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