Erstes Hochzeitsgeschenk und das Klischee von Hochzeit mit Babybauch


Gestern, an meinem vorletzten Arbeitstag mit meinem alten Namen, habe ich von meinen Arbeitskollegen ein Hochzeitsgeschenk bekommen. Beim gemeinsamen Frühstück – ein sehr seltener Anlass – wurde nicht nur unsere Praktikantin verabschiedet, sondern auch mir ein wunderschön verpacktes Geschenk überreicht. Die Überraschung war groß, die Freude ebenso. Aufmachen darf ich es erst übermorgen, aber die Karte durfte ich schon lesen. Das nette daran: mein Chef hatte sie eigenhändig in seiner bemühtesten Männerschrift und in dem ihm eigenen wortwitzigen, pastoralen Tonfall geschrieben.

Das ist nicht das erste Mal in den letzten Wochen, dass mein Kollege und mein Chef mir zu verstehen geben, dass sie mich wirklich vermissen werden in meiner Elternzeit. Mein Chef bezeichnet mich sogar als unersetzbar und hält es für eine wahnsinnige Leistung, dass ich noch keinen einzigen Tag wegen meiner Schwangerschaft ausgefallen bin. Ich halte das für normal, bin aber auch sehr froh, dass mir das so möglich ist – immerhin gibt es auch Ausnahmen, bei denen es Schwangeren eben nicht so gut geht.

Froh über meine gute Verfassung bin ich natürlich auch im Hinblick auf meine bevorstehende Hochzeit, die ich ganz klischeehaft mit einem Babybauch erleben werde. Zum Glück hat meine Schwägerin in Spee (danke nochmal!!!) mir ein Hochzeitskleid genäht, das auch in dieser Woche (SSW 21) noch meinen Babybauch bei der Hochzeit ganz gut verdeckt.

Warum wir in „diesem Zustand“ noch heiraten und eine Hochzeit mit Babybauch sehr romantisch finden? Früher war es ja sehr wichtig, dass Kinder nicht unehelich zur Welt kommen. Das ist für uns aber nicht der ausschlaggebende Punkt. Wir wissen ja schon lange, dass wir zusammengehören und leben auch gemeinsam (da ist die Frage eher, warum wir erst jetzt heiraten). Jetzt wollen wir einfach, und zwar noch bevor das Würmchen zur Welt kommt, eine „richtige“ Familie sein, auch auf dem Papier. Ich werde ja zur Zeit andauernd gefragt, ob ich nervös bin. Nein, ich bin nicht nervös und habe keine Angst! Aber zwei Tage vor der Trauung freue ich mich einfach unglaublich auf das Gefühl, eine Ehefrau zu sein, seine Ehefrau!

In diesem Sinne machen wir uns jetzt ans Koffer packen und verabschieden uns erst einmal von Berlin. Denn morgen in aller Frühe geht es auf Richtung Süden und dann wird’s ernst mit unserer Hochzeit mit Babybauch…

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Heiraten mit Bauch – gar kein Problem bei dem perfekten Kleid, das meine Schwängerin mir gezaubert hatte!

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