Schmierblutung statt Periode: Schwanger oder nicht?


Eigentlich bringt man Blutungen ja nicht mit einer Schwangerschaft in Verbindung. Wenn Du aber eine bräunliche Schmierblutung statt Deiner Periode bekommst, dann bist Du eventuell schwanger. Aber auch für werdende Mütter sind Schmierblutungen erst einmal immer ein Grund, um sich Sorgen zu machen. Mögliche Ursachen sind jedoch meistens harmloser Natur.

Erfahre jetzt, wie es zu einer braunen Schmierblutung anstelle der Menstruation kommen kann und was Du sonst noch über Blutungen wissen musst.

Das Wichtigste zusammengefasst
  • Schmierblutungen sind meistens kein Grund zur Sorge
  • Braune Schmierblutungen können das erste Zeichen einer Schwangerschaft sein
  • Schmierblutungen sollten bei Schwangeren immer vom Arzt abgeklärt werden
  • Blutungen lassen sich normalerweise gut unterscheiden
  • Zwischenblutungen können bei mindestens 20 Prozent aller Schwangeren auftreten

Schmierblutungen als Hinweis auf eine Schwangerschaft

Du wartest eigentlich auf Deine Monatsblutung, hast aber bisher nur eine leichte, braune Schmierblutung?

Schmierblutungen können häufig vorkommen und sind an sich etwas sehr lästiges. Vor allem, wenn Du hormonelle Verhütungsmittel verwendest, musst Du damit rechnen, da diese zu Veränderungen im Hormonhaushalt führen können.

Besteht bei Dir jedoch ein Kinderwunsch, dann darfst Du Dich sogar darüber freuen, denn Du könntest schwanger sein. Wenn Dein Eisprung ein paar Tage her ist und Du in dieser Zeit Geschlechtsverkehr hattest, dann könntest Du schwanger sein. Wenn Du eine braune Schmierblutung statt der Periode hast, lohnt sich also immer ein Schwangerschaftstest. Dieser kann nämlich schon 14 Tage nach der Befruchtung das Schwangerschaftshormon hCG im Urin feststellen.

Es könnte aber auch eine Gelbkörperschwäche vorliegen, die für einen verkürzten Zyklus sorgt. Auch in diesem Fall kann eine Schmierblutung statt Periode auftreten. Eine mögliche Gelbkörperschwäche kann aber durch eine entsprechende Hormongabe gut ausgeglichen werden.

Einnistungsblutung kurz nach dem Eisprung

Nach der Befruchtung wandert das Ei mehrere Tage lang zur Gebärmutter. Etwa fünf Tage bahnt sie sich ihren Weg durch den Eileiter. Wenn sie in Deiner Gebärmutter angelangt ist, nistet sie sich in der gut aufgebauten Schleimhaut der Gebärmutter ein. In der Gebärmutterschleimhaut wächst sie dann in den kommenden Wochen heran. (Du kannst übrigens auch mit diesen Maßnahmen beim Gebärmutterschleimhaut-Aufbau nachhelfen und )

Während die Eizelle in die Schleimhaut der Gebärmutter eindringt, können Blutgefäße ganz leicht verletzt werden, was leichte Blutungen verursachen kann. Das ist dann also der Grund dafür, dass Du eine braune Schmierblutung als Einnistungsblutung bemerkst.

Falls Du mit Zwillingen oder noch mehr Kindern schwanger bist, kann die so genannte Nidationsblutung auch heftiger ausfallen. Solltest Du keine Einnistungsblutung haben, bedeutet dies aber nicht zwangsläufig, dass Du nicht schwanger sein kannst. Viele Frauen haben nämlich keinerlei Blutungen zu Beginn der Schwangerschaft.

Wie unterscheidet sich eine Schmierblutung von der Periode?

Falls Du noch nie Schmierblutungen oder Zwischenblutungen hattest, kannst Du den Unterschied zu einer normalen Regelblutung auf Anhieb vielleicht gar nicht feststellen. Deshalb möchte ich Dir die deutlichen Unterschiede kurz erklären.

Im Prinzip kannst Du beides gar nicht miteinander verwechseln, wenn Du auf die folgenden Kriterien achtest. Die normale Menstruation kommt oft mit dunkelrotem, frischem Blut daher. Häufig kannst Du darin auch kleinere Klumpen entdecken, wobei es sich um Teile der abgestoßenen Gebärmutterschleimhaut handelt.

Bei einer Schmierblutung ist es hingegen eher bräunlich und etwas schleimig. Eine solche Blutung dauert oft auch höchstens ein bis drei Tage. Deine Menstruation hast Du wahrscheinlich eher fünf bis sieben Tage. Wobei sie leicht beginnt, sich dann steigert und wieder abflaut. Die geringere Stärke von Schmierblutungen ist darin begründet, dass die Gebärmutterschleimhaut sich nicht komplett ablöst.

Einige Frauen behaupten, dass Sie trotz Monatsblutung schwanger waren. In diesem Fall haben sie wahrscheinlich lediglich eine Schmierblutung statt Periode gehabt.

Achte auf weitere typische Schwangerschaftszeichen

Sofern Du eine braune Schmierblutung hast, musst Du also unter Umständen mit einer Schwangerschaft rechnen. Um sicherzugehen, dass in Deinem Unterleib tatsächlich ein Kind heranwächst, solltest Du auf weitere Symptome achten, wenn Du eine Schmierblutung statt Deiner Regel hast.

Während der Einnistungsblutung ist oft auch die Körpertemperatur etwas erhöht (Stichwort Basaltemperatur). Vielleicht verspürst Du auch ziehende Schmerzen im Unterleib (sogenannter Mittelschmerz/Eisprung-Schmerzen), wie Du es von Deiner Periode her gewohnt bist. Manche Frauen müssen in dieser Zeit auch wesentlich häufiger zur Toilette. Einige bemerken auch einen verstärkten Ausfluss, der sich nicht mit einer Scheideninfektion erklären lässt.

Typisch für eine beginnende Schwangerschaft sind oft auch spannende Brüste, sonderbare Gelüste und ein empfindlicher Geruchssinn. Natürlich können diese Anzeichen keine Schwangerschaft bestätigen, weshalb Du schnellstmöglich einen Test machen solltest, falls solche Symptome auftreten. Vielleicht ist ja Dein Kinderwunsch in Erfüllung gegangen.

Eileiterschwangerschaft ist nicht ausgeschlossen

Leider kann sich auch eine Eileiterschwangerschaft in einer Schmierblutung äußern. In seltenen Fällen findet die Eizelle nach der Befruchtung nämlich nicht ihren Weg zur Gebärmutter, sondern bleibt im Eileiter hängen. Du hast ein erhöhtes Risiko für eine Eileiterschwangerschaft, wenn Du bereits Entzündungen hattest, so dass es eventuell Verklebungen in den Eileitern gibt.

Auch bei einer Eileiterschwangerschaft kannst Du die typischen Symptome einer normalen Schwangerschaft haben. Es können Schmerzen in den Brüsten auftreten, Dir kann morgens übel sein, und auch Deine Periode wird vermutlich ausbleiben. In diesem Fall kann eine Schmierblutung sogar darauf hinweisen, dass etwas mit der Schwangerschaft nicht stimmt. Schon alleine das ist ein wichtiger Grund, um bei einer Schmierblutung immer Deinen Frauenarzt zu konsultieren um frühzeitig eine möglicherweise notwendige Behandlung einleiten zu können.

Schmierblutungen immer vom Frauenarzt abklären lassen

Du kannst davon ausgehen, dass die meisten Schmierblutungen nichts schlimmes bedeuten und nicht auf Komplikationen oder Erkrankungen hindeuten. Sie sind auch nicht immer ein Hinweis auf eine Schwangerschaft und müssen nicht sofort von einem Gynäkologen abgeklärt werden. Unter Umständen leidest Du momentan auch unter anhaltendem Stress. Hormonelle Veränderungen können ebenfalls hinter einer solchen Blutung stecken. Das kann zum Beispiel ein Wechsel der Pille sein, oder der schleichende Beginn der Wechseljahre macht sich so langsam bemerkbar.

Falls solche Gründe bei Dir plausibel sind, kannst Du auch erst einmal abwarten, ob der braune Ausfluss schnell wieder verschwindet. Du kannst ja zunächst auch einen Test machen, vor allem wenn Du Dir ein Baby wünschst. Fühlst Du Dich jedoch unwohl oder leidest Du unter Schmerzen, lassen lieber den Arzt kurz nachschauen, ob alles in Ordnung ist.

Schmierblutungen in der Frühschwangerschaft

In den ersten Schwangerschaftswochen ist eine geringe Blutung nicht ungewöhnlich. Sie kommen sogar bei mindestens 20 Prozent aller Schwangeren vor. Natürlich bekommt man erst einmal einen gehörigen Schreck. Doch in der Regel sind die Ursachen für die Schmierblutungen nicht ernsthaft.

Normalerweise stellen sie auch keinerlei Bedrohung für die Schwangerschaft dar. Dennoch solltest Du im Fall von Blutungen aller Art immer Deine Hebamme oder den Frauenarzt darüber informieren und Dich untersuchen lassen. Nur so kannst Du ganz sicher gehen, dass es Dir und Deinem Baby tatsächlich gut geht.

Vor allem, wenn es sich um sehr starke oder anhaltende Schmierblutungen handelt, die sogar mit Schmerzen verbunden sind, ist der Gang zum Arzt unerlässlich.

Gründe für Schmierblutungen im Anfangsstadium

Die Hälfte aller Frauen, bei denen in den ersten vier Monaten braune Schmierblutungen auftreten, erlebt danach eine vollkommen normale Schwangerschaft ohne Komplikationen. Manchmal will Dein Körper Dir damit auch nur zeigen, dass Du einen Gang zurückschalten und Dich ein wenig mehr schonen solltest.

Eigentlich sollten Hormone, die normalerweise für die Regulierung des weiblichen Zyklus zuständig sind, während der Schwangerschaft nicht in Deinem Organismus zirkulieren. Schmierblutungen zu Beginn können darauf hinweisen, dass die Hormone immer noch Einfluss ausüben.

Wenn Du schwanger bist, ist Dein Muttermund stark durchblutet und auch wesentlich sensibler. Geschlechtsverkehr, Scheideninfektionen oder eine Untersuchung beim Frauenarzt kann schnell eine leichte Blutung verursachen.

Weitere Ursachen für Schmierblutungen können zu viel Sport, Polypen oder Myome in der Gebärmutterschleimhaut, ein durch die frühere Einnahme der Pille als Verhütungsmittel gestörter Hormonspiegel oder Stress sein.

Ursachen für Schmierblutungen bei fortgeschrittener Schwangerschaft

Wann immer bei Dir Schmierblutungen in der zweiten Hälfte der Schwangerschaft auftreten, sind sie grundsätzlich ernster zu nehmen. Im zweiten und dritten Semester können sie ein erster Hinweis auf eine möglicherweise bedrohliche Situation sein. Aus diesem Grund musst Du immer unverzüglich zum Arzt gehen, gerade wenn Du auch starke Schmerzen im Unterleib hast.

Bei dunkelrotem Blut könnte es sich um eine Plazentaablösung handeln, während hellrotes Blut eher auf eine Plazenta praevia hinweist. In diesem Fall liegt die Plazenta direkt vor Deinem Muttermund.

Auch eine drohende Frühgeburt kann sich auf diese Weise ankündigen. Steht die Geburt kurz davor, kann kurz zuvor auch ein blutiger Schleimpfropf abgehen. Unter Umständen stecken bei fortgeschrittener Schwangerschaft auch gynäkologische Erkrankungen wie Entzündungen der Scheide oder des Gebärmutterhalses sowie Polypen dahinter. Bei Schmierblutungen mit dunklem Blut kannst Du von älterem Blut ausgehen, welches zunächst nicht auf eine akute Gefahr hindeutet.

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.