Babytrage im Test: Unser Fazit nach zwei Jahren Tragen

Über zwei Jahre ist unser Tragling nun alt. In dieser Zeit hatten wir Gelegenheit, viele verschiedene Tragesysteme und Babytragen im Alltag zu testen – denn im Kinderwagen sitzt der Zwerg erst zuverlässig, seit er etwa 18 Monate alt ist – Das heißt wir haben viel getragen und tun es übrigens immer noch! 🙂 Hier zunächst ein Überblick über unseren “Babytrage Test”.

Babytrage im Test: Unsere Kandidaten

Das sind die von uns getesteten Babytragen im Vergleich als Übersicht:

TrageAlterAnspruchVerwendungTestberichtFazit
Dauerbrenner
Manduca
10-24 Monatesehr einfachfast täglichHierSehr Gut
Testsieger
Ergobaby Adapt
0-24 Monatesehr einfachhäufigHierSehr Gut
Bondolino3-18 Monateeinfachfast täglichHierSehr Gut
Festes Tragetuch0-24 MonateaufwändighäufigHierGut/Mittel
Elastisches Tragetuch0-3 MonateaufwändighäufigHierGut
Ring Sling0-14 MonateeinfachtäglichHierSehr Gut
ByKay Mei Tai0-24 MonateaufwändigseltenHierGut
Baby Björn ONE10-24 Monatesehr einfachfast täglichHierMittel
BabyBjörn WE10-18 Monatesehr einfachfast täglichHierGut
Glückskäfer Tragesack0-3 Monatesehr einfachtäglichHierGut

Unsere Erfahrungen mit Babytragen im Rückblick

Vor der Geburt unseres Kindes wussten wir nicht viel über das Tragen von Babys und Kleinkindern. Wir dachten, Kinder liegen ja die meiste Zeit im Kinderwagen. Nur, weil mein Onkel früher die Marke “Glückskäfer” besessen hat, hatten wir als Geschenk von meiner Tante einen Glückskäfer Tragesack zu Hause. Ein festes Tragetuch hatten wir von einer Freundin geliehen und beides lag im Schrank. Nach der Geburt kam rasch der Punkt, an dem es ohne Babytrage nicht mehr ging. Mein Mann schnallte sich also den Tragesack um, wir setzten unser Neugeborenes hinein und er lief los. Diesem ersten Versuch sollten in seinem Leben noch viele, viele Runden mit Baby bzw. Kleinkind durch die Straßen folgen. Unser Kind wollte die ersten sechs Lebensmonate fast ausschließlich am Körper getragen werden.

Für mich als Frau war der Tragesack schnell sehr unbequem, da er keinen Hüftgurt hat und das gesamte Gewicht auf die Schultern verteilt sind. Ich fing deshalb an, mit dem festen Tragetuch zu experimentieren. Weil sich das als schwierig entpuppte, kaufte ich ein elastisches Tragetuch von Sonnenschein. Damit funktionierte es viel, viel besser.

Ich beschäftigte mich mehr mit dem Thema Baby tragen und mein Mann auch.

Mein Fazit: Ich brauche ein besseres festes Tragetuch. Ein längeres und weicheres. Denn das meiner Freundin war noch sehr neu und kein sonderlich handhabbares. Also kaufte ich ein gebrauchtes Tragetuch von Didymos.

Sein Fazit: Wir brauchen eine Manduca und einen Hoppediz Bondolino. Weil das die bequemste (Manduca) und beste Trage für Neugeborene (Bondolino) sind. Also besorgte ich eine Manduca. Schnell fanden wir heraus, dass unser Knirps dafür noch etwas klein war. Also kauften wir auch eine Bondolino Babytrage.

Bei einer Freundin sah ich kurz darauf zum ersten Mal ein Ring Sling Tragetuch. Eine geniale Erfindung in meinen Augen. Also zog auch ein Didymos Ring Sling in Elipse rot bei uns ein.

Fortan trug also der Mann mit dem Bondolino und ich in den Didymos Tragetüchern. Wenn ich mit ihm spazieren ging, nutzte ich lieber das feste Tragetuch. Einmal richtig gebunden, verteilt es das Gewicht eines Säuglings schön auf den gesamten Körper. Zu Hause, wenn ich ihn häufig ins Tuch setzen und wieder herausnehmen wollte, war der Ring Sling das Größte. Denn die Voreinstellungen bleiben, ich muss nichts binden oder festschnallen und wenn er gerade nicht verwendet wird, braucht er kaum Platz am Körper oder unter der Kleidung. Insgesamt habe ich diese Tragehilfe wahrscheinlich am häufigsten verwendet. Das einzige Problem damit ist die einseitige Belastung der Schulter. Denn fast jeder Tragende hat eine “Lieblingsseite”, auf der es sich irgendwie natürlicher anfühlt. Bei mir was das rechts. Gewechselt habe ich so gut wie nie. Unter anderem, weil ich dann das ganze Tuch neu hätte binden müssen.

Ring-Sling Tragetuch
Bisher die beste Variante für uns: das Ring-Sling Tragetuch (von Didymos)

Aus purer Neugier und weil ich die Möglichkeit hatte, sie für einen Produkttest auf einem anderen Portal zu bekommen, hatten wir irgendwann eine Baby Björn ONE in schwarz zu Hause. Die “Gruseltrage” in der neuen Generation, also mit breiterem Steg und noch mehr Komfort für den Tragenden. Zunächst war mein Fazit entsprechend der gängigen Kritik: Der Steg war nun zwar breit genug, aber immer noch war von einer Anhock-Spreiz-Haltung nichts zu sehen. Das war meiner Meinung nach höchst schädlich für die Hüfte und den Rücken unseres Kindes. Und obwohl der Mann sich gleich in die Trage verliebt hatte, verbot ich ihm, sie zu benutzen. Erst in einem Gespräch mit einer beratenden Hebamme machte ich mir gedanklich die Mühe, das gängige Credo zu überdenken. Und bei näherer Lektüre eines Buches zum Thema wurde mir schnell klar: Tatsächlich kann die vielgepriesene Anhockung eine hilfreiche Unterstützung für die gesunde Hüftbildung sein und ist bei längerem Tragen notwendig – vorausgesetzt, es liegt eine Fehlentwicklung vor. Eine Spreizhaltung, die die neue Baby Björn erzeugt, dient erwiesenermaßen ebenfalls einer gesunden Hüftentwicklung. Denn im Gegensatz zur Anhock-Spreiz-Haltung sind die Beine viel freier und die Hüfte wird besser durchblutet.

BabyBjörn neuAlso landete die Bondolino im Schrank und der Papa durfte von nun an mit der Baby Björn ONE oder WE (die daraufhin dazu kam) tragen.

Unsere Mei Tai Trage von ByKay ist ebenfalls aus reinem Interesse dazu gekommen. Da war der Rubbelbatz allerdings schon relativ groß und ich habe langsam aufgehört, das Tragetuch zu verwenden. Denn jetzt wollte er wirklich nur noch zur Fortbewegung getragen werden und wenn möglich immer wieder selbst laufen, im Bus sitzen oder irgendwo spielen. Die Zeit für einbinden, loslaufen und im Tuch bleiben war vorbei. Daher haben wir die Mei Tai auch sehr selten verwendet. Hätte ich sie von Anfang an gehabt, wäre sie wohl viel häufiger zum Einsatz gekommen. Denn man kann sie auf verschiedene Weisen binden, zum Beispiel mit einer doppelten Tuchbahn, sodass Neugeborene besonders gut gestützt sind. Im Gegensatz zum Tragetuch ist sie aber vorgenäht, d.h. viel einfacher zu verwenden.

Auch die Ergobaby Adapt haben wir erst erhalten, als der Kleine schon etwa 1,5 Jahre alt war. Mit dem Neugeborenen einer Freundin konnten wir sie aber auch für ganz kleine Babys testen. Und im Gegensatz zur Manduca, der sie ansonsten sehr stark ähnelt, passt sie sich auch den kleinsten Traglingen super an. Auch für Kleinkinder wie unseres lässt sie sich noch super als Rückentrage verwenden. Denn seit er etwa 20 Monate alt ist (13 kg) tragen wir kaum mehr vor dem Bauch, sondern fast ausschließlich auf dem Rücken. Mittlerweile klettert er da auch selbst rauf und hält sich fest, während wir die Trage anlegen, das ist ziemlich praktisch.

Testsieger: Welche Tragehilfe ist die Beste?

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Wenn ich nun, rückblickend, aus allen Tragen eine einzige auswählen müsste, die wir von Anfang bis Ende benutzen, so wäre unser Testsieger die Ergobaby Adapt Trage. Denn sie vereint am besten alle Bedürfnisse von Baby, Kleinkind, Mama und Papa. Steg und Rückenteil lassen sich ohne Neugeboreneneinsatz sowohl an Neugeborene, als auch an Kleinkinder anpassen. Sie ist für den Tragenden bequem durch breite Schulterriemen und Hüftgurt und lässt sich als Fullbuckle-Trage recht schnell an verschiedene Körpergrößen anpassen.

Am meisten genutzt

Ich persönlich habe die Ring Sling und die Manduca Trage am meisten genutzt. Mein Mann die Bondolino und Baby Björn.

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Aktuell nutzen wir nur noch die Manduca. Alle anderen Babytragen und Tragetücher sind auf dem Dachboden gelandet oder wir haben sie an Freunde verliehen. Auch unsere Ergobaby. Für ein Kleinkind ist die Manduca tatsächlich die bequemste Trage, die wir kennen.

Manduca

FAQ – Häufig gestellte Fragen zum Thema Baby-Tragen

Ab wann darf ich eine Babytrage benutzen?

Eine Babytrage kannst Du von Geburt an nutzen – vorausgesetzt, Dein Baby ist altersgemäß entwickelt. Auch Frühchen kann man tragen, allerdings gibt es hier einige Dinge zu beachten.

Wie lange kann ich eine Babytrage nutzen?

Eine Babytrage kannst Du so lange nutzen, wie sie für alle Beteiligten, d.h. den Träger und den Getragenen, bequem ist. Bei Babys sollte der Steg einer Trage oder eines Tuchs immer von Kniekehle zu Kniekehle reichen. Auch für Kleinkinder ist diese Stegbreite am bequemsten.

Was muss man bei Babytragen beachten?

Wenn Du eine neue Trage benutzt, solltest Du damit umgehen können. Wenn es Dir kompliziert erscheint, übe vorher mit einem Stofftier oder einer Puppe. Das Kind darf niemals aus der Trage fallen können. Das bedeutet, dass Du immer alle sicherheitsrelevanten Schnallen geschlossen haben solltest, bevor Du das Baby hineinsetzt. Im Zweifel, übe über der Couch, mit einer Hilfsperson und sieh Dir Videos online an.

Wenn Dir eine Trage sehr unbequem vorkommt, die aber von anderen Trageeltern gerne verwendet wird, kann das an der Bindung liegen. Vielleicht hast Du Dein Baby zu tief eingebunden? Dann ist das Tragen nicht gerade rückenschonend und Das Kind zieht wie ein Stein nach unten. Auch für das Baby selbst ist es unbequem.

Wenn Dein Baby dauerhaft in der Trage weint, sitzt es entweder nicht bequem, hat gesundheitliche Probleme oder ist eines der wenigen Kinder, die einfach nicht gerne getragen werden. Vor allem die ersten beiden Fragen solltest Du klären, bevor Du aufgibst.

Was für Babytragen gibt es? Was sind gute Babytragen?

Es gibt mittlerweile sehr viele verschiedene Babytragen und Tragesysteme. Welche für Dich die richtige ist, findest Du entweder in einer Trageberatung in Deiner Nähe heraus oder indem Du Dir die Beschreibungen und Testberichte im Internet genau durchliest. Grundsätzlich gibt es folgende Arten:

Fullbuckle Babytragen

Eine Fullbuckle Trage wird sowohl um die Hüfte, als auch an den Schultergurten mit Schnallen oder Klettverschluss geschlossen. Das heißt, es muss nichts gebunden werden, die Trage funktioniert wie ein Wanderrucksack. Das ist vor allem für unerfahrene Eltern eine große Erleichterung, für viele ist das allerdings nicht flexibel und bequem genug. Die Manduca und die Ergobaby sind Fullbuckle Tragen.

Halfbuckle Babytragen

Eine Halfbuckle Trage hat am Hüftgurt eine Schnalle oder Klettverschluss, wie zum Beispiel der Bondolino von Hoppediz, die Schultergurte dagegen werden gebunden. Vor allem, für große Männer, die abwechselnd mit ihrer Partnerin tragen, ist eine Halfbuckle empfehlenswert. So sparen sich beide Partner das häufige Verstellen der Schultergurte.

Mei Tai Tragen

Mei Tais sind vorgenähte Tragesysteme aus Tragetuchstoff mit langen Trägern. Sie werden sowohl um die Hüfte, als auch um die Schultern gebunden, das heißt mit Knoten zusammengehalten. Eine Mei Tai Trage ist sehr flexibel und passt sich dem Körper von Eltern und Baby perfekt an. Dadurch wird auch das Gewicht optimal verteilt.

Ring Sling Tragetücher

Eine Ring Sling Trage ist eine Tragetuchbahn, die auf einer Seite fest mit zwei Ringen vernäht ist. Die andere Seite wird so durch die Ringe gefädelt, dass sich eine Tuchschlauf ergibt, die über die Schulter gehängt wird. Das Baby bzw. Kleinkind wird dann in die Schlaufe gesetzt und die Tuchbahn justiert.

Tragetücher

Es gibt fest gewebte und elastische Tücher aus Jersey-Stoff. Während man das feste Tragetuch die gesamte Tragezeit verwenden kann, sollte man das elastische ab etwa 7-9 kg nicht mehr verwenden, weil es zu sehr nachgibt. Tragetücher muss man jedes Mal neu binden, d.h. es erfordert mehr Technik, Zeitaufwand und Geschick als eine Komforttrage.

Was ist besser Babytrage oder Tragetuch?

Ob eine Babytrage oder Tragetuch besser ist, muss am Ende jeder für sich entscheiden. Das Tragetuch wird häufig als die “beste” Option beim Tragen dargestellt. Richtig gebunden sitzt das Kind darin perfekt und es ist sehr flexibel. Allerdings ist eine gute Babytrage, in der das Kind in der Anhock-Spreiz-Haltung sitzt, in meinen Augen genauso geeignet, um ein Baby zu tragen.

Wenn Du Dir nicht sicher bist, probiere beides in einer Trageberatung aus und triff selbst Deine Entscheidung. Wichtig ist nur, dass Du damit gut klar kommst. Denn vom Tragen profitieren kann ein Baby nur, wenn es auch getragen wird. Wenn Du nun das beste und teuerste Tragetuch zu Hause hast, aber keine Lust zu tragen, weil das Binden so kompliziert ist, hat niemand etwas davon.

Ab wann kann man das Baby in der Trage nach vorne richten?

Die Frage ist meist gar nicht, ab wann, sondern ob man Babys mit dem Blick nach vorne tragen sollte. Die einhellige Meinung eingefleischter Tragemütter lautet hier meist:

“Nein, auf keinen Fall jemals mit Blick nach vorne tragen!”

Die Argumente, die gegen diese Haltung vorgebracht werden, sind folgende: Mit dem Gesicht nach vorne nimmt ein Kind niemals die angebrachte Anhock-Spreiz-Haltung ein, sondern die Beinchen baumeln frei nach unten und zusätzlich wird der Rücken in ein Hohlkreuz gedrückt. Selbst in der Trage, die dieser Kritik Rechnung trägt – die Ergobaby 360 ermöglicht eine Anhock-Spreiz-Haltung auch mit dem Gesicht nach vorne – dürfe man das niemals tun, denn das Baby werde dadurch schutzlos den Einflüssen der Umwelt ausgesetzt. Die Folge: Reizüberflutung.

Meine Meinung ist da mittlerweile eine andere. Erst einmal verstehe ich nicht, wie in der Trage, wo das Babys doch die Bezugsperson unmittelbar hinter sich spüren, vor einer Reizüberflutung gewarnt wird, aber im Buggy problemlos mit Blick nach vorne geschoben wird. Genau, wie im Buggy sollte man auch in der Trage immer darauf achten, ob es dem Baby gut geht. In einer belebten Einkaufsstraße ist es besser, das Baby sieht die Bezugsperson und kann mit ihr kommunizieren. In der gewohnten häuslichen Umgebung oder in freier, ruhiger Natur, ist eine Reizüberflutung sehr unwahrscheinlich.

Trotzdem würde ich ein Baby erst in dieser Haltung tragen, wenn es weit genug entwickelt ist, um zu sitzen. Und auch dann eher für kürzere Strecken oder Tätigkeiten.

Wie muss man das Baby für die Babytrage anziehen?

Ein Baby sollte in der Trage immer eine Schicht weniger tragen, als Du. Denn es ist derselben Temperatur ausgesetzt, aber hat durch den Stoff der Trage noch eine zusätzliche Schicht.

Im Winter sollten Extremitäten, also Arme, Beine und Kopf, zusätzlich geschützt werden. Das Baby bewegt sich in der Trage kaum, dadurch nimmt die Durchblutung der Extremitäten ab und sie könnten auskühlen. Zum Tragen im Winter kannst Du eine Tragejacke oder ein Tragecover genauso nutzen wie einen Trageoverall oder einen Jackeneinsatz.

Für Regentage gibt empfiehlt sich als Regenschutz entweder ein Schirm oder ein entsprechendes Tragecover, um den Tragling trocken zu halten.

Im Sommer kann es in der Trage sehr heiß werden, da Kinder und Eltern sich gegenseitig wärmen. Wir haben im Zweifel an sehr heißen Tagen gar nichts oder nur eine Windel zum Tragen angezogen. Natürlich mussten wir dann erst recht an Sonnenschutz in Form eines Hutes und Sonnencreme denken.

Auch Du selbst solltest daran denken, dass das Baby zusätzlich wärmt und dich entsprechend kleiden.

Immer noch gut und günstig: Babytrage gebraucht kaufen

Ein Tipp am Rande: Eine Babytrage muss nicht immer neu sein. Vor allem bei Tragen und Tragetüchern aus Baumwolle sind auch gebrauchte Tragesysteme oft wie neu. Allerdings haben sie den Vorteil, dass sie bereits “eingetragen”, das heißt anschmiegsamer sind. Vielleicht wurden sie auch einige Male gewaschen und sind dadurch noch schadstoffärmer.


Noch mehr zum Thema Tragen findest Du auf meiner neuen Seite Tragewelt.

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Babytrage
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Alle Kommentare (7)

    Toller Bericht. Ich war auch mindestens das erste Jahr eine Tragemama, es war einfach so praktisch. Vor allem wenn man in größeren Städten mit viel Straßenbahnen etc. wohnt, kommt man mit der Trage überall gut hin.
    Als unser Kleiner noch ganz frisch war, hatte ich den Bondolino von meiner Schwester, den sowohl mein Freund als auch ich sehr häufig genutzt haben, bestimmt für mind. ein halbes Jahr. Danach hatte ich mir eine gebrauchte Ergobaby Trage besorgt, welche wir ebenfalls viel genutzt haben. Vor allem da nach einem halben Jahr der Sommer da war, fand ich den Bondolino irgendwie zu warm für Baby und mich, und fand die “stoffärmere” Ergobaby Trage besser. Heute läuft der kleine Mann (fast 2 Jahre) viel selbst oder wir haben ein “Schiebe Bobbycar” war er liebt ? Nur wenn wir längere Touren oder kleine Wanderungen machen, haben wir die Trage dabei, um den kleinen Mann auf unseren Rücken zu packen, wenn es doch mal wieder zu viel wird ? Eine Trage ist auf jeden Fall eine lohnende Investition!

    Hallo liebe Miriam,

    dann hast du ja ähnliche Favoriten wie wir: Bondolino und Ergobaby (die ja der Manduca, die wir jetzt noch nutzen, in der Handhabung sehr ähnlich ist).

    Derzeit haben wir die altbekannten Einschlaf-Probleme mittags auch wieder mit der Trage gelöst, allerdings etwas unkonventionell: Mein Mann schnallt ihn auf den Rücken und fährt dann Fahrrad (auf einem Kiesweg). Da ist er innerhalb von Minuten eingeschlafen…mal sehen, wie lange diese Phase anhält.

    liebe Grüße,
    Hanna

    Wir tragen auch so gerne 🙂 Beim ersten Kind haben wir eine mysol aus Tragetuchstoff gekauft. Dazu habe ich noch einen Ringsling, aber den nutze ich nie, weil ich mit dem Binden nicht klar komme. Fürs zweite Baby haben wir jetzt noch eine Kokadi Fullbuckle aus Tragetuchstoff, die liebe ich sehr! Aber ich muss sie oft waschen, weil mein Baby sie vollspuckt und dann bin ich froh noch eine reserve zu haben 😀
    Eine Rückentrage haben wir auch noch, mit der üben wir noch.

    Wir gebrauchen schon länger eine Manduca und ich muss sagen, dass wir sehr zufrieden sind. Man kann sie leicht benutzen und und auch waschen. Aber auch eine Babytrage ist super, wenn das Baby schon größer wird, dann plane ich eine Babytrage zu bersogen…

    Super, toller Artike, vielen Dank für die ausführliche ehrliche Meinung. Wir haben die Kokadi Wrapstar. Aber für unterwegs möchte ich gern eine Fullbuckle damit die Träger nicht im Dreck schleifen. Auch das Anlegen ist manchmal etwas mühsam. Ich kann mich nur nicht entscheiden, liebäugel aber mit der Ergobaby adapt. Mich würde interessieren, warum bei euch statt der Ergobaby die Manduca im Einsatz ist? Ist diese tatsächlich so viel bequemer für ein Kleinkind?

    Liebe Ines,

    dass bei uns die Manduca statt der Ergobaby im Einsatz ist hat hauptsächlich einen Grund: Freunde von uns haben ein Baby bekommen, kurz nachdem wir die Ergobaby Adapt bekommen haben. Und weil gute Tragen immer im Einsatz sein sollten 😉 und für unser Kleinkind beide Tragen etwa gleich gut sind, haben wir kurzerhand unsere Ergobaby verliehen. Allerdings muss ich persönlich sagen, dass ich den Hüftgurt der Ergobaby etwas unbequemer fand als den der Manduca. Das kann aber eine sehr persönliche Wahrnehmung oder gar Gewöhnungssache sein.
    Aktuell testen wir auch noch die Kokadi Flip XL. Sie hat den großen Vorteil, dass Steg und Rückenteil groß genug für unser Fast-100-cm-Kind sind. Wir sind von Stoff, Muster und Handhabung bisher begeistert. Allerdings ist sie nur bis 15 kg zugelassen. Manduca und Ergobaby sind beide bis 20 kg. Weil sich die Ergobaby Adapt so gut an Babys wie auch an Kleinkinder anpassen lässt, würde ich letztendlich die empfehlen.
    Viele Grüße,
    Hanna

    Liebe Hanna,

    vielen Dank für deine schnelle und ausführliche Antwort. Die Manduca habe ich bisher nicht getestet wegen des nicht verstellbaren Steges kam sie eigentlich nicht in Frage. Inzwischen lese ich das viele diese Trage sehr lange nutzen. Bei meiner Kokadi finde ich den Hüftgurt nicht sehr bequem, bin aber auch nicht das Standartmass. Mir drückt der unter den Rippenbogen ein, ansonsten sind wir mit dieser Trage zufrieden für Zuhause. Der Stoff und die Muster sind sehr schön und anschmiegsam.

    Ganz liebe Grüsse
    Ines

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