Mein Babytrage Test: Welche Trage ist die beste für Babys und Eltern?


Unser kleiner Tragling ist mittlerweile 3 Jahre alt – und wird trotzdem täglich getragen. Die Babytrage ist für uns die Lösung, egal ob er einfach nicht mehr laufen möchte oder anders nicht zur Ruhe kommen kann. Im Laufe seiner Entwicklung ändern sich die Bedürfnisse eines Tragekindes – nicht zuletzt deshalb haben wir in den letzten 3 Jahren viele verschiedene Tragesysteme mit unserem Sohn getestet. Bei welchem wir letztendlich geblieben sind und welche Babytrage im Test bei uns am besten abgeschnitten hat, erfährst Du jetzt.

Soviel vorab: Alle von uns getesteten Tragen sind hochwertig verarbeitet und erfahrenes Fachpersonal wie Orthopäden wurden bei der Entwicklung mit einbezogen. Alle Tragen sind zum gesunden und richtigen Tragen von Babys und Kleinkindern geeignet, unterscheiden sich allerdings in Punkten wie Handhabbarkeit, Tragekomfort, Altersempfehlung oder Optik.

1. Platz Ergobaby Adapt

Testsieger - Hoher Komfort, Premium Quali, Lange Verwendung

  • ab Geburt verwendbar und somit für Neugeborene geeignet
  • Trage wächst mit dank verstellbarem Steg (passt sich Größe des Babys bzw. Kleinkindes an)
  • sehr hoher Tragekomfort durch breite Hüft- und Schultergurte
  • bis max. 20kg

2. Platz Kokadi Flip

Premium-Babytrage aus Tragetuch-Material

  • Vorteile eines Tragetuch mit dem Komfort einer Babytrage
  • Für größere Kinder geeignet wegen höherem Rückenteil
  • Extrem modische und schicke Muster
  • Bis max. 15kg

3. Platz Manduca

Robust, Praktisch & Zuverlässig

  • Sehr stabiles, robustes Material
  • Einfache Handhabung: schnell an- und abgelegt
  • Auch für größere Kinder geeignet
  • Bis max. 20kg

Vorteile durch das Tragen von Babys für Mutter und Kind

Nach der Geburt hat es bei uns nicht lange gedauert, bis wir gemerkt haben, dass eine Babytrage uns den Alltag mit Baby erleichtern würde, ja manchmal sogar die einzige Lösung ist. Denn unser Baby war sehr anhänglich und wollte sich nie länger als ein paar Augenblicke alleine ablegen lassen – auch nicht im Kinderwagen.

Nicht nur bei sehr anhänglichen Babys haben Babytragen viele Vorteile – jedes Baby profitiert davon, getragen zu werden.

Babytragen sind gut für die Bindung und Entwicklung von Urvertrauen

Vor allem Neugeborene brauchen das Gefühl, dass die Eltern immer in den unmittelbaren Nähe sind. Das fördert nicht nur die Bindung und das Vertrauen zur Bezugsperson, sondern auch das sogenannte Urvertrauen, also die Sicherheit, mit der Dein Kind später durchs Leben gehen wird.

Babys können in den ersten Wochen gerade einmal 30 cm weit sehen, dafür sehr gut riechen. Wenn sie in einer Babytrage sitzen, ist die Entfernung so gering, dass sie ihre Mutter trotzdem sehen können. Vor allem aber können sie sie riechen und ihre Körperwärme spüren. Sie wissen zu jeder Zeit, dass sie nicht alleine sind und können zur Ruhe kommen.

Babys finden Beruhigung und Entspannung in einer Babytrage

Denn viele Babys haben noch nicht die Fähigkeit, sich selbst zu beruhigen und in den Schlaf zu finden. Sie brauchen die Hilfe ihrer Eltern und das Gefühl, keinesfalls allein zu sein. Viele Mütter stillen ihr Baby deshalb in den Schlaf, vor allem für Väter ist das Tragen in der Babytrage eine adäquate Alternative.

Tragen am Körper kann die Entwicklung fördern

Durch die Sicherheit und Nähe, die Dein Baby in der Trage genießt, hat es Zeit, sich auf das Wichtige zu konzentrieren: Wachsen und Lernen. Getragene Babys werden unter anderem in ihrer Sprachentwicklung, ihrer Koordination und ihrem Gleichgewichtssinn gefördert.

Ältere Kinder sehen in der Trage viel mehr und können zufrieden Eindrücke verarbeiten und mit ihren Eltern kommunizieren. Das kann auch die kognitive Entwicklung im Gehirn fördern.

Babytragen sorgen für freie Hände und sind eine praktische Alltagshilfe

Vor allem mit einem Baby wie unserem, das nicht alleine liegen möchte, kommt man im Haushalt ohne Babytrage zu nichts mehr. Aufräumen, Einkaufen, Kochen, Putzen. Alles wird mit einer freien Hand zum absoluten Zeitfresser und sehr anstrengend.

Mit Baby in der Trage dagegen hast Du beide Hände frei, Dein Kind ist entspannt und vor allem sicher an Deinem Körper. Ich persönlich hätte auf anderem Weg meinen Alltag allein mit Baby nicht bewältigen können.

Mit einer Babytrage ist man flexibler als mit einem Kinderwagen

Auch später, als unser Kleinkind im Buggy sitzen konnte, war uns die Babytrage lieber. Denn in der Großstadt, wie auch auf unbefestigten Wegen, konnten wir uns mit einer Babytragehilfe frei bewegen.

Wenn nicht benötigt, braucht eine Babytrage kaum Platz, sie kann zuhause an der Garderobe hängen und unterwegs an der Hüfte baumeln oder in der Handtasche verschwinden. Wir brauchen kein Kinderwagenschloss und keinen geeigneten Platz zum Abstellen. Und günstiger als ein Kinderwagen ist eine Babytrage noch dazu.

Jetzt, mit unserem 3-jährigen, kann er selbst entscheiden, wann er laufen will und wann er getragen werden möchte. Er kann seine Meinung unterwegs jederzeit ändern, denn mittlerweile geht das Einbinden auf dem Rücken ganz schnell und problemlos.

Alle meine getesteten Babytragen im Vergleich

Hier sind also alle meine Babytragen, die sich im Laufe der letzten 3 Jahre bei uns angesammelt haben. Ich habe mir große Müge gegeben, die wichtigsten Infos zu den Babytragesystemen und Tragehilfen für Dich in einer Vergleichstabelle darzustellen.

Unter der Tabelle findest Du weitere Informationen und meine Erfahrungswerte, welche der einzelnen Tragehilfe sich für welche Situationen eignet und welche Pro und Contra-Argumente ich feststellen konnte.

UNSER SIEGER
Ergobaby Adapt
KOKADI Flip XL
manduca - Das Original
Bondolino Komforttrage
BabyBjörn ONE
Modell Ergobaby Adapt* KOKADI Flip XL* manduca - Das Original* Bondolino Komforttrage* BabyBjörn ONE*
Testergebnis
Bewertung1,1Sehr gut
Bewertung1,2Sehr gut
Bewertung1,5Sehr gut
Bewertung1,8Gut
Bewertung2,6Gut
Kundenmeinungen
Kundenbewertungen*

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Kundenbewertungen*

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Gewicht 1024 g ca. 800 g 599 g 798 g 948 g
Abmessung 17 x 17 x 27 cm Stegbreite 52cm / Höhe Rückenteil 43cm 13 x 37 x 50 cm 37 x 27 x 6 cm 33 x 3,5 x 58 cm
Material Premium Baumwolle Bio-Baumwolle 55% Hanf + 45% Bio Baumwolle (Außenstoff), 100% Bio Baumwolle (Innenstoff) Baumwolle, Polyester (Öko-Tex®)
max. Belastung bis 20 kg 15 kg 20 kg 20 kg 15 kg
Vorteile
  • ab der Geburt verwendbar
  • verstellbarer Steg passt sich Größe des Babys bzw. Kleinkindes an
  • verstellbares Rückenteil lässt sich optimal anpassen
  • angenehme, robuste Baumwolle
  • hoher Tragekomfort durch breite Hüft- und Schultergurte
  • langes Rückenteil und breiter Steg macht die Tage auch für Kleinkinder und Kinder geeignet
  • schönes Design
  • als Fullbuckle Trage sehr praktisch, weil schnell an- und abgelegt
  • Für größere Kinder bis 104 cm Körpergröße geeignet
  • aus Tragetuchstoff
  • unterschiedlich dicke (d.h. warme) Stoffwebungen
  • viele verschiedene Muster von modern bis verspielt
  • Stufenlos verstellbarer Steg bis 52 cm
  • verschiedene Trageweisen der Schulterträger möglich
  • Tragen vor dem Bauch und auf dem Rücken
  • Tragen mit und ohne Armfreiheit
  • sehr stabiles, robustes Material
  • hoher Tragekomfort, weil sich Babygewicht optimal über die Gurte verteilt
  • auch für größere Kinder geeignet und damit Babytrage und Kindertrage in einem Produkt
  • optisch ansprechend, viele hübsche Designs
  • sehr praktisch: schnell an- und abgelegt
  • von Trageberatern für Neugeborene empfohlen
  • passt sich durch querelastischer Webung Baby und Träger an
  • einfache Handhabung und Anlegen durch Klett
  • flexible Kopfstütze
  • einfaches Tragen auf dem Rücken
  • flexibel anpassbarer Steg
  • sehr hoher Tragekomfort
  • einfache Handhabung und Anlegen durch Klippverschlüsse
  • optisch ein Hingucker
  • flexible, aber sehr feste Kopfstütze
  • integrierter Neugeborenensitz
Nachteile
  • in der Farbe schwarz zieht der Stoff schnell Fussel an
  • nur bis 15 kg zugelassen
  • für kleinere Babys benötigt man eine Stegverkleinerung
  • Trageberater/innen empfehlen für kleinere Babys andere Tragesysteme
  • relativ hoher Neupreis
  • sitzt nicht auf Anhieb so bequem
  • Keine Anhockung, nur eine Spreizhaltung
  • Rücken unphysiologisch gerade für kleine Babys
  • relativ hoher Preis
Verfügbarkeit Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Versandfertig in 6 - 10 Werktagen Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Versandfertig in 1 - 2 Werktagen
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UNSER SIEGER
Ergobaby Adapt
Gewicht 1024 g
Abmessung 17 x 17 x 27 cm
Material Premium Baumwolle
max. Belastung bis 20 kg
Vorteile
  • ab der Geburt verwendbar
  • verstellbarer Steg passt sich Größe des Babys bzw. Kleinkindes an
  • verstellbares Rückenteil lässt sich optimal anpassen
  • angenehme, robuste Baumwolle
  • hoher Tragekomfort durch breite Hüft- und Schultergurte
  • langes Rückenteil und breiter Steg macht die Tage auch für Kleinkinder und Kinder geeignet
  • schönes Design
  • als Fullbuckle Trage sehr praktisch, weil schnell an- und abgelegt
Nachteile
  • in der Farbe schwarz zieht der Stoff schnell Fussel an
Verfügbarkeit Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
KOKADI Flip XL
Gewicht ca. 800 g
Abmessung Stegbreite 52cm / Höhe Rückenteil 43cm
Material Bio-Baumwolle
max. Belastung bis 15 kg
Vorteile
  • Für größere Kinder bis 104 cm Körpergröße geeignet
  • aus Tragetuchstoff
  • unterschiedlich dicke (d.h. warme) Stoffwebungen
  • viele verschiedene Muster von modern bis verspielt
  • Stufenlos verstellbarer Steg bis 52 cm
  • verschiedene Trageweisen der Schulterträger möglich
  • Tragen vor dem Bauch und auf dem Rücken
  • Tragen mit und ohne Armfreiheit
Nachteile
  • nur bis 15 kg zugelassen
Verfügbarkeit Versandfertig in 6 - 10 Werktagen
manduca - Das Original
Gewicht 599 g
Abmessung 13 x 37 x 50 cm
Material 55% Hanf + 45% Bio Baumwolle (Außenstoff), 100% Bio Baumwolle (Innenstoff)
max. Belastung bis 20 kg
Vorteile
  • sehr stabiles, robustes Material
  • hoher Tragekomfort, weil sich Babygewicht optimal über die Gurte verteilt
  • auch für größere Kinder geeignet und damit Babytrage und Kindertrage in einem Produkt
  • optisch ansprechend, viele hübsche Designs
  • sehr praktisch: schnell an- und abgelegt
Nachteile
  • für kleinere Babys benötigt man eine Stegverkleinerung
  • Trageberater/innen empfehlen für kleinere Babys andere Tragesysteme
Verfügbarkeit Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Bondolino Komforttrage
Gewicht 798 g
Abmessung 37 x 27 x 6 cm
Material Baumwolle,
max. Belastung bis 20 kg
Vorteile
  • von Trageberatern für Neugeborene empfohlen
  • passt sich durch querelastischer Webung Baby und Träger an
  • einfache Handhabung und Anlegen durch Klett
  • flexible Kopfstütze
  • einfaches Tragen auf dem Rücken
Nachteile
  • relativ hoher Neupreis
  • sitzt nicht auf Anhieb so bequem
BabyBjörn ONE
Gewicht 948 g
Abmessung 33 x 3,5 x 58 cm
Material Polyester (Öko-Tex®)
max. Belastung bis 15 kg
Vorteile
  • flexibel anpassbarer Steg
  • sehr hoher Tragekomfort
  • einfache Handhabung und Anlegen durch Klippverschlüsse
  • optisch ein Hingucker
  • flexible, aber sehr feste Kopfstütze
  • integrierter Neugeborenensitz
Nachteile
  • Keine Anhockung, nur eine Spreizhaltung
  • Rücken unphysiologisch gerade für kleine Babys
  • relativ hoher Preis
Verfügbarkeit Versandfertig in 1 - 2 Werktagen
Zuletzt aktualisiert am 22. September 2018 um 13:30 . Die hier angezeigten Preise können sich inzwischen geändert haben. Alle Angaben ohne Gewähr. Wir nutzen Affiliate-Links und markieren diese hier als WERBUNG / ANZEIGE.

Mein Testsieger Ergobaby Adapt - Die beste Babytrage für das gesamte Tragealter

Ergobaby Kleinkind

Vor allem bei Tragetüchern aber auch bei der Auswahl der richtigen Babytrage entsteht schnell der Eindruck, dass das Tragen von Babys super kompliziert ist und man so viele Fehler machen kann. Mit der Ergobaby Adapt kannst Du nichts falsch machen, egal, in welchem Alter!

Gewicht: 1,02 Kg

Abmessung: 17 x 17 x 27 cm

Material: Premium Baumwolle

max. Belastung: 20 Kilogramm

Die Ergobaby Adapt hat in unserem Babytragen-Test am besten abgeschnitten, denn man kann sie wirklich ab Geburt, also vom Neugeborenen bis zum Kleinkind bis 20 kg verwenden.

Sie ist so konzipiert, dass sie sich an die jeweilige Größe und Bedürfnisse Deines Kindes anpassen lässt: Sowohl die Stegbreite kann man verstellen, als auch das Rückenteil. Das heißt, für ein neugeborenes Baby bietet sie eine Art Schale, d.h. sie ermöglicht einem Neugeborenen den typisch runden Rücken. (Erst im Laufe der ersten 9 Lebensmonate entwickelt sich die Rückenmuskulatur, sodass Babys auch aufrecht sitzen können.)

Was uns zusätzlich bei der Ergobaby Adapt Trage überzeugt hat ist, dass all diese Anpassungen und die Verwendung der Trage super einfach vorzunehmen sind. Das heißt, dass mit unserem Testsieger auch unerfahrene Eltern und vor allem Väter ganz einfach ihr Baby tragen können. Denn daran scheitert es oft.

Aus diesen beiden Gründen, also der Anpassungsfähigkeit und der einfachen Verwendung, schneidet die Ergobaby Adapt im Test auch besser ab als zum Beispiel die Manduca Trage oder der Bondolino von Hoppediz.

Vorteile

  • schon ab der Geburt verwendbar
  • verstellbarer Steg passt sich Größe des Babys bzw. Kleinkindes an
  • verstellbares Rückenteil lässt sich optimal anpassen
  • angenehme, robuste Baumwolle
  • hoher Tragekomfort durch breite Hüft- und Schultergurte
  • langes Rückenteil und breiter Steg macht die Tage auch für Kleinkinder und Kinder geeignet
  • schönes Design
  • als Fullbuckle Trage sehr praktisch, weil schnell an- und abgelegt

Nachteile

  • in der Farbe schwarz zieht der Stoff schnell Fussel an

Dass die Ergobaby Adapt zudem noch modisch und optisch ansprechend ist, wirst Du selbst sehen, sobald Du Dir die verschiedenen Farben und Design angesehen hast. Alles in allem empfehlen wir die Ergobaby Adapt allen Freunden, die gerne eine möglichst komplette Babytrage wollen, die man ohne weiteres sehr lange nutzen kann.

Kokadi Flip XL - Die beste Babytrage mit Tragetuch-Faktor

Die Kokadi Flip ist perfekt große Kinder, fühlt sich gut an und ist flexibel.

Flächengewicht: 265 g/m² (ca. 800g)

Abmessung: Stegbreite 52cm / Höhe Rückenteil 43cm

Material: 100% Bio Baumwolle

max. Belastung: bis 15kg (Flip XL)

Die KOKADI Flip liegt in unserem Babytrage Test nur knapp hinter der Ergobaby Adapt. Grund hierfür ist, dass man nicht mit einer Babytrage die komplette Tragezeit abdecken kann. Es gibt drei verschiedene Größen, je nach Alter und Gewicht des Kindes.

Größen

Größen

KOKADI Flip – das Original Baby 0 – 1 Jahr
KOKADI Flip – das Original Toddler 1 – 2 Jahre
KOKADI Flip – das Original XL + 2 Jahre

 

Natürlich kann das auch ein Vorteil sein, denn auf diese Weise passt die Trage jeweils noch besser zur Größe des Babys. Manche Eltern haben nach einigen Monaten auch einfach wieder Lust auf eine neue Babytrage bzw. ein neues Design. Ob eine jeweilige Neuanschaffung für Dich in Frage kommt, ist natürlich auch eine Budgetfrage.

Maße

Model Stegbreite Höhe Rückteil
KOKADI Flip Baby 42 cm 34 cm
KOKADI Flip Toddler 47 cm 38 cm
KOKADI Flip XL 52 cm 43 cm

 

Dafür hat die Kokadi Flip aber einen Großen Vorteil gegenüber vielen anderen Babytragen: Sie ist aus Tragetuchstoff genäht! Durch seine querelastische Webung passt sich dieser immer perfekt an den Körper Deines Babys an und gibt guten Halt. Der Stoff ist außerdem dünner und atmungsaktiver als z.B. das Rückenteil der Manduca.

In der Handhabbarkeit und Anpassbarkeit ist die Kokadi Flip ebenso gut wie die Ergobaby Adapt. Man kann die Stegbreite individuell und sogar stufenlos verstellen und ein Anpassen des Rückenteils entfällt durch die verschiedenen Größen und den anpassungsfähigen Tragetuchstoff.

Die Schultergurte sind gut gepolstert und lassen sich wie bei der Ergobaby oder Manduca durch Schnallen ganz einfach in ihrer Länge verstellen.

Vorteile

  • Für größere Kinder bis 104 cm Körpergröße geeignet
  • aus Tragetuchstoff
  • unterschiedlich dicke (d.h. warme) Stoffwebungen
  • viele verschiedene Muster von modern bis verspielt
  • Stufenlos verstellbarer Steg bis 52 cm
  • verschiedene Trageweisen der Schulterträger möglich
  • Tragen vor dem Bauch und auf dem Rücken
  • Tragen mit und ohne Armfreiheit möglich ist

Nachteile

  • nur bis 15 kg zugelassen

Insgesamt ist die Kokadi Flip der bekannten Manduca-Trage sehr ähnlich. Allerdings ist sie durch ihren Stoff sehr viel flexibler und vor allem ist der Steg verstellbar.

Leider hat es nicht ganz zum Testsieger gereicht, denn die Kokadi Flip XL muss in unserem Testbericht Punkte lassen wegen der maximalen Belastungsgrenze. Mit 15 kg – unser Kleinkind hat dieses Höchstgewicht mit 3 Jahren bereits erreicht – ist bei Kokadi Schluss. Die Ergobaby Adapt dagegen kann bis 20 kg verwendet werden.

Manduca - die klassische & robuste Babytrage

Mit der Manduca kann man einfach nichts verkehrt machen. Sie ist der Klassiker unter den Babytragen, hält viel aus und ist super robust.

Gewicht: 599g

Abmessung: 13 x 37 x 50 cm

Material: 55% Hanf + 45% Bio Baumwolle (Außenstoff), 100% Bio Baumwolle (Innenstoff)

max. Belastung: 20kg

Die Manduca Babytrage ist eine der bekanntesten Babytragen. Zu Recht ein Klassiker und Quailtätsprodukt, denn Manduca ist einer der größten Hersteller sogenannter Fullbuckle-Tragen. Darunter versteht man Tragehilfen, die komplett ohne Binden auskommen. Auch die Ergobaby und die Kokadi Trage, die wir getestet haben, sind solche Fullbuckle Babytragen. Das ist für Eltern sehr praktisch, denn man muss das Binden nicht extra üben und die Länge der Gurte lässt sich sehr einfach und schnell an den Tragenden anpassen.

Die Manduca hat außerdem ein verlängerbares Rückenteil, das einfach geöffnet werden kann, wenn das Kind größer wird. So kann man sie bis ins Kleinkindalter gut benutzen, sie ist sogar bis 20 kg belastbar. Ich habe sogar schon Schulkinder gesehen, die für weitere Strecken noch in der Manduca getragen wurden. Wir haben Sie zum Beispiel auch zum Wandern in den Bergen genutzt, weil unser Junge mit freien Händen „mitwandern“ konnte.

Allerdings haben wir im Laufe unseres Langzeit-Tests festgestellt, dass die Manduca gegenüber anderen Tragen einige Schwachpunkte hat, weshalb es nicht zu einem besseren Ergebnis im Babytrage Test gereicht hat.

Vor allem die Stegbreite hat zu Punktabzügen geführt, denn dieser ist bei der Manduca sehr starr und lässt sich nicht in der Breite verstellen.

Zwar hat sie einen Neugeborenen-Einsatz, doch alle Trageberater, die ich kenne, raten von einer Verwendung dieses Einsatzes ab. Besser wäre es, mit dem Stegverkleinerer von Manduca den Steg abzubinden. Allerdings wirft dieser dann starre Falten und ich hatte immer Sorge, dass unser Kleiner darauf nicht so bequem sitzt. Der Size-It Stegverkleinerer muss außerdem genau wie der Ellipsen-Einsatz, mit dem ein runder Rücken ermöglicht wird, extra dazu gekauft werden.

Sobald unser Sohn allerdings groß genug war, haben wir die Manduca sehr gerne und viel genutzt. Denn gegenüber der Bondolino ist sie sehr viel einfacher zu verwenden und saß in unserem Empfinden bequemer auf der Hüfte.

Vorteile

  • sehr stabiles, robustes Material
  • hoher Tragekomfort, weil sich Babygewicht optimal über die Gurte verteilt
  • auch für größere Kinder geeignet und damit Babytrage und Kindertrage in einem Produkt
  • optisch ansprechend, viele hübsche Designs
  • sehr praktisch: schnell an- und abgelegt

Nachteile

  • für kleinere Babys benötigt man eine Stegverkleinerung
  • Trageberater/innen empfehlen für kleinere Babys andere Tragesysteme

Wenn Du also eine stylische, allzwecktaugliche Trage für den Alltag mit Kleinkind suchst, bist Du mit der Manduca gut beraten. Das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt auch, wenn Du sie erst im Sitzalter anschaffst.

Bondolino - die unkomplizierte Trage für Neugeborene

Die Bondolino wird von Hebammen empfohlen und ist durch das Klettverschluss-System nach kurzer Eingewöhnung sehr einfach an- und abzulegen.

Gewicht: 798 g

Abmessung: 37 x 27 x 6 cm

Material: 100% Baumwolle,

max. Belastung: bis 20 kg

Die Bondolino Komforttrage ist eine Half-Buckle Trage, das heißt, sie wird um die Hüfte mit einem Gurt (starker Klettverschluss) geschlossen, die Schultergurte werden allerdings gebunden. Der Bondolino von Hoppediz ist aus Tragetuchstoff genäht und darum sehr anpassungsfähig.

Viele Trageberater empfehlen ihn für Neugeborene als Alternative zum Tragetuch. Wenn Du also das Gefühl haben möchtest, den Ansprüchen eines Tragetuchs gerecht zu werden, ohne das ganze Binden und Üben, dann ist der Bondolino sicherlich eine gute Wahl.

Mit dem Bondolino ist die perfekte Haltung Deines Babys zu 100% garantiert und Du kannst Dich auch mit Tragetuch-Mamis messen.


INFO
Mit der Bondolino Plus Trage gibt es bald auch eine neue, überarbeitete Version der beliebten Tragehilfe.

Vorteile

  • von Trageberatern für Neugeborene empfohlen
  • passt sich durch querelastischer Webung Baby und Träger an
  • einfache Handhabung und Anlegen durch Klett
  • flexible Kopfstütze
  • einfaches Tragen auf dem Rücken

Nachteile

  • sitzt nicht auf Anhieb so bequem

Bei uns hat der Bondolino wegen des Tragekomforts an Punkten eingebüßt. Sowohl ich, als auch mein Mann haben Anfangs eine ganze Weile gebraucht, bis wir den Bondolino so binden konnten, dass unser Baby mitsamt der Trage nicht immer weiter nach unten rutschte.

Und als wir den Dreh raus hatten, waren andere Komfortragen einfach angenehmer. Vor allem für meine chronischen Nackenschmerzen wäre es besser, wenn die Schulterträger weiter außen und nicht so nah am Nacken verlaufen würden.

BabyBjörn One (Air) - Die beste Babytrage für den Sommer

Die BabyBjörn One ist gut und sehr bequem, aber für das Geld gibt es bessere Tragehilfen.

Gewicht: 948g

Abmessung: 33 x 3,5 x 58 cm

Material: 100% Polyester (Öko-Tex®)

max. Belastung: bis 15kg

Die Babybjörn Tragen sind ja nach wie vor umstritten. Ein guter Grund für uns, die Tragen auf Herz und Nieren zu testen. Mein Fazit: Die Realität ist viel, viel besser als der Ruf. Denn tatsächlich haben die BabyBjörn Tragen der neuen Generation (BabyBjörn WE und BabyBjörn ONE) ein Merkmal, das keine der anderen von uns getesteten Tragen aufweist: Sie setzen das Baby nicht in eine sogannnte Anhock-Spreiz-Haltung, sondern nur in eine Spreiz-Haltung.

Laut International Hip Dysplasia Institute ist die BabyBjörn damit, entgegen anderslautender Gerüchte, eine hüftfreundliche Trage. Denn diese Position gibt den kleinen Beinchen mehr Bewegungsfreiheit. Das führt zu einer besseren Durchblutung der Hüfte und damit zu einer guten Entwicklung.

Achtung
Wenn Dein Baby eine diagnostizierte Hüftdysplasie hat, darfst Du es tatsächlich NICHT in den Tragen von Babybjörn tragen. Und zwar so lange, bis die Hüfte korrekt zusammen gewachsen ist.

Leider gibt dieses schlechte Image den BabyBjörn Tragen immer noch vielen Eltern das Gefühl, eventuell etwas falsch zu machen. In diesem Fall würde ich die Trage nicht empfehlen, denn auch die Eltern sollten sich mit der Wahl der Trage uneingeschränkt wohl fühlen.

Dafür glänzt die Baby Björn ONE wie auch die WE mit einem wirklich tollen Tragekomfort für die Eltern. Mein Mann hat, wenn möglich, immer die BabyBjörn verwendet.

Kein Wunder, denn die Trage verteilt nicht nur das Gewicht toll über den ganzen Körper, sondern ist auch super einfach zu verwenden. Man zieht die Trage an wie einen Pulli und das Baby wird einfach reingesetzt. Dann schließt man die Trage mit kindersicheren Schnallen an vier Stellen.

Toll fanden wir, dass das Tragen auf dem Rücken total einfach und gefahrlos war. Denn das Baby wird zuerst vor dem Bauch in die Trage gesetzt und sicher befestigt und erst dann wird die Trage auf den Rücken gedreht. Rausfallen oder Rausrutschen ausgeschlossen, kein Üben notwendig.

Das Mesh-Gewebe der Baby Björn ONE Air ist außerdem wirklich vorteilhaft für den Sommer, weil es sehr leicht und atmungsaktiv ist. Wenn Du also Wert auf bequemes und einfaches Tragen und gleichzeitig auf sommerlichen Style legst, dann ist die Baby Björn ONE Air genau richtig für Dich.

Wir haben zum Beispiel die Manduca Trage oft genutzt, um unser Kind in den Schlaf zu tragen und ihn dann mitsamt der Trage abgelegt. Jede Positionsveränderung, wie sie bei der BabyBjörn zum Ablegen nötig wäre, führte bei ihm zum Aufwachen.

Außerdem finden wir, dass die Baby Björn dem runden Rücken von Neugeborenen etwas besser gerecht werden könnte, so wie es die Ergobaby Adapt mit ihrer Feinjustierung tut. Nicht zuletzt ist die Baby Björn nicht gerade preiswert, auch das hat zu Punktabzügen geführt.

Vorteile

  • flexibel anpassbarer Steg
  • sehr hoher Tragekomfort
  • einfache Handhabung und Anlegen durch Klippverschlüsse
  • optisch ein Hingucker
  • flexible, aber sehr feste Kopfstütze
  • integrierter Neugeborenensitz

Nachteile

  • Keine Anhockung, nur eine Spreizhaltung
  • Rücken unphysiologisch gerade für kleine Babys
  • relativ hoher Preis

Aufgrund verschiedener Punkte hat die Baby Björn bei uns trotzdem nicht besser abgeschnitten. So ist sie nicht wirklich für größere Kinder verwendbar. Mit Kleidergröße 98 und 15 kg war bei unserem Sohn Schluss, denn die Gurte über seinen Schultern wurden einfach zu eng für ihn.

Glückskäfer Tragesack - Der Babytragesack, der nur aus naturfreundlichen Materialien hergestellt wurde

Glückskäfer Tragesack

Der Glückskäfer Tragesack besteht aus einem Innen- und einem Außensack. Kleine Babys sitzen im Innensack, während der äußere warm hält und anfangs den Kopf stützt.

Gewicht: 850g

Abmessung: 35 x 29 x 6 cm

Material: Baumwolle

max. Belastung: bis 12kg

Ganz am Anfang unserer Tragezeit haben wir außerdem den Glückskäfer Tragesack getestet. Wir hatten ihn ohnehin zu Hause und ich muss sagen, für die ersten Versuche mit einer Babytrage war er wirklich spitze. Denn man bindet ihn zuerst um und setzt dann das Baby in die innere Tragetasche.

Mit einem Reißverschluss wird dann zuerst der innere, in dem das Baby sitzt, und dann der äußere Babytragesack, der den Kopf stützt, geschlossen. Weil wir anfangs sehr unsicher im Umgang mit unserem Neugeborenen waren, war das super einfach. Größere Kinder können dann im äußeren Tragesack sitzen.

Allerdings haben wir mit steigendem Körpergewicht unseres Babys und im Test anderer Babytragen schnell festgestellt, dass die Glückskäfer Babytrage im Tragekomfort mit den anderen Babytragen einfach nicht mithalten kann. Kein Wunder, denn die Glückskäfer Trage wurde schon vor langer Zeit konzipiert, als es noch nicht viel Erfahrung mit und Wissen über Babytragen gab.

Eine Überarbeitung und Neuversion des Tragesacks wurde nach einem Verkauf des Unternehmens auf Eis gelegt.

FAQ - Häufig gestellte Fragen zum Thema Babytragen

Ab wann darf ich eine Babytrage verwenden?

Eine Babytrage kannst Du von Geburt an nutzen – vorausgesetzt, Dein Baby ist altersgemäß entwickelt. Auch Frühchen kann man tragen, allerdings gibt es hier einige Dinge zu beachten.

Wie lange kann man eine Babytrage benutzen?

Eine Babytrage kannst Du so lange nutzen, wie sie für alle Beteiligten, d.h. den Träger und den Getragenen, bequem ist. Bei Babys sollte der Steg einer Trage oder eines Tuchs immer von Kniekehle zu Kniekehle reichen. Auch für Kleinkinder ist diese Stegbreite am bequemsten.

Was muss man bei einer Babytrage beachten?

Wenn Du eine neue Trage benutzt, solltest Du damit umgehen können. Wenn es Dir kompliziert erscheint, übe vorher mit einem Stofftier oder einer Puppe. Das Kind darf niemals aus der Trage fallen können. Das bedeutet, dass Du immer alle sicherheitsrelevanten Schnallen geschlossen haben solltest, bevor Du das Baby hineinsetzt. Im Zweifel, übe über der Couch, mit einer Hilfsperson und sieh Dir Videos online an.

Wenn Dir eine Trage sehr unbequem vorkommt, die aber von anderen Trageeltern gerne verwendet wird, kann das an der Bindung liegen. Vielleicht hast Du Dein Baby zu tief eingebunden? Dann ist das Tragen nicht gerade rückenschonend und Das Kind zieht wie ein Stein nach unten. Auch für das Baby selbst ist es unbequem.

Wenn Dein Baby dauerhaft in der Trage weint, sitzt es entweder nicht bequem, hat gesundheitliche Probleme oder ist eines der wenigen Kinder, die einfach nicht gerne getragen werden. Vor allem die ersten beiden Fragen solltest Du klären, bevor Du aufgibst.

Was gibt es für verschiedene Arten Tragesystemen und welche sind gut?

Es gibt mittlerweile sehr viele verschiedene Babytragen und Tragesysteme. Welche für Dich die richtige ist, findest Du entweder in einer Trageberatung in Deiner Nähe heraus oder indem Du Dir meine Beschreibungen und Testberichte genau durchliest. Grundsätzlich gibt es folgende Arten:

Fullbuckle Babytragen

Eine Fullbuckle Trage wird sowohl um die Hüfte, als auch an den Schultergurten mit Schnallen oder Klettverschluss geschlossen. Das heißt, es muss nichts gebunden werden, die Trage funktioniert wie ein Wanderrucksack. Das ist vor allem für unerfahrene Eltern eine große Erleichterung, für viele ist das allerdings nicht flexibel und bequem genug. Die Manduca und die Ergobaby sind Fullbuckle Tragen.

Halfbuckle Babytragen

Eine Halfbuckle Trage hat am Hüftgurt eine Schnalle oder Klettverschluss, wie zum Beispiel der Bondolino von Hoppediz, die Schultergurte dagegen werden gebunden. Vor allem, für große Männer, die abwechselnd mit ihrer Partnerin tragen, ist eine Halfbuckle empfehlenswert. So sparen sich beide Partner das häufige Verstellen der Schultergurte.

Mei Tei Trage

Mei Tais sind vorgenähte Tragesysteme aus Tragetuchstoff mit langen Trägern. Sie werden sowohl um die Hüfte, als auch um die Schultern gebunden, das heißt mit Knoten zusammengehalten. Eine Mei Tai Trage ist sehr flexibel und passt sich dem Körper von Eltern und Baby perfekt an. Dadurch wird auch das Gewicht optimal verteilt. Eine der beliebtesten Mei Tai Babytragen ist die Marsupi.

Ring Sling Tragen

Eine Ring Sling Trage ist eine Tragetuchbahn, die auf einer Seite fest mit zwei Ringen vernäht ist. Die andere Seite wird so durch die Ringe gefädelt, dass sich eine Tuchschlauf ergibt, die über die Schulter gehängt wird. Das Baby bzw. Kleinkind wird dann in die Schlaufe gesetzt und die Tuchbahn justiert.

Tragetücher

Es gibt fest gewebte und elastische Tücher aus Jersey-Stoff. Während man das feste Tragetuch die gesamte Tragezeit verwenden kann, sollte man das elastische ab etwa 7-9 kg nicht mehr verwenden, weil es zu sehr nachgibt. Tragetücher muss man jedes Mal neu binden, d.h. es erfordert mehr Technik, Zeitaufwand und Geschick als eine Komforttrage.

Ist eine Babytrage oder ein Tragetuch besser?

Ob eine Babytrage oder Tragetuch besser ist, muss am Ende jeder für sich entscheiden. Das Tragetuch wird häufig als die “beste” Option beim Tragen dargestellt. Richtig gebunden sitzt das Kind darin perfekt und es ist sehr flexibel. Allerdings ist eine gute Babytrage, in der das Kind in der Anhock-Spreiz-Haltung sitzt, in meinen Augen genauso geeignet, um ein Baby zu tragen.

Wenn Du Dir nicht sicher bist, probiere beides in einer Trageberatung aus und triff selbst Deine Entscheidung. Wichtig ist nur, dass Du damit gut klar kommst. Denn vom Tragen profitieren kann ein Baby nur, wenn es auch getragen wird. Wenn Du nun das beste und teuerste Tragetuch zu Hause hast, aber keine Lust zu tragen, weil das Binden so kompliziert ist, hat niemand etwas davon.

Darf man das Baby mit Blick und Gesicht nach vorne tragen?

Die Frage ist meist gar nicht, ab wann, sondern ob man Babys mit dem Blick nach vorne tragen sollte. Die einhellige Meinung eingefleischter Tragemütter lautet hier meist:

„Nein, auf keinen Fall jemals mit Blick nach vorne tragen!“

 

Die Argumente, die gegen diese Haltung vorgebracht werden, sind folgende:

Mit dem Gesicht nach vorne nimmt ein Kind niemals die angebrachte Anhock-Spreiz-Haltung ein, sondern die Beinchen baumeln frei nach unten und zusätzlich wird der Rücken in ein Hohlkreuz gedrückt.

Selbst in der Trage, die dieser Kritik Rechnung trägt – nämlich die Ergobaby 360 – ermöglicht eine Anhock-Spreiz-Haltung auch mit dem Gesicht nach vorne. Allerdings dürfe man das niemals tun, denn das Baby werde dadurch schutzlos den Einflüssen der Umwelt ausgesetzt. Die Folge: Reizüberflutung.

Meine Meinung ist da mittlerweile eine andere. Erst einmal verstehe ich nicht, wie in der Trage, wo das Babys doch die Bezugsperson unmittelbar hinter sich spüren, vor einer Reizüberflutung gewarnt wird, aber im Buggy problemlos mit Blick nach vorne geschoben wird.

Genau, wie im Buggy sollte man auch in der Trage immer darauf achten, ob es dem Baby gut geht. In einer belebten Einkaufsstraße ist es besser, das Baby sieht die Bezugsperson und kann mit ihr kommunizieren. In der gewohnten häuslichen Umgebung oder in freier, ruhiger Natur, ist eine Reizüberflutung sehr unwahrscheinlich.

Trotzdem würde ich ein Baby erst dann mit dem Gesicht nach vorne tragen, wenn es weit genug entwickelt ist, um zu sitzen. Und auch dann eher nur für kürzere Strecken oder Tätigkeiten.

Was ziehe ich meinem Baby in der Trage an?

Ein Baby sollte in der Trage immer eine Schicht weniger tragen, als Du. Denn es ist derselben Temperatur ausgesetzt, aber hat durch den Stoff der Trage noch eine zusätzliche Schicht. Auch Du selbst solltest daran denken, dass Dich das Baby zusätzlich wärmt und dich entsprechend kleiden.

Im Winter

Im Winter sollten Extremitäten, also Arme, Beine und Kopf, zusätzlich geschützt werden. Das Baby bewegt sich in der Trage kaum, dadurch nimmt die Durchblutung der Extremitäten ab und sie könnten auskühlen. Zum Tragen im Winterkannst Du eine winterfeste Tragejacke oder ein Tragecover genauso nutzen wie einen Trageoverall oder einen Jackeneinsatz.

Im Sommer

Im Sommer kann es in der Trage sehr heiß werden, da Kinder und Eltern sich gegenseitig wärmen. Wir haben im Zweifel an sehr heißen Tagen gar nichts oder nur eine Windel zum Tragen angezogen. Natürlich mussten wir dann erst recht an Sonnenschutz in Form eines Hutes und Sonnencreme denken.

Bei Regen und Schnee

Für Regentage gibt empfiehlt sich als Regenschutz entweder ein Schirm oder ein entsprechendes Tragecover, um den Tragling trocken zu halten.

Der Regenschutz von manduca by MaM All-Weather-Cover ist sehr empfehlenswert und kann für jede Jahreszeit benutzt werden.

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Zuletzt aktualisiert am 22. September 2018 um 21:29 . Die hier angezeigten Preise können sich inzwischen geändert haben. Alle Angaben ohne Gewähr. Wir nutzen Affiliate-Links und markieren diese hier als WERBUNG / ANZEIGE.

Ausführliche Testberichte zu unseren Babytragen und Tragehilfen

Falls Du jetzt noch mehr über die einzelnen Babytragen wissen möchtest, lies Dir gerne unsere detaillierten Testberichte zu jeder einzelnen Trage durch.

Neben unseren Babytragen haben wir auch Tragetücher ausprobiert und darüber berichtet. Ich empfehle Dir dafür unseren Tragetuch-Testbericht zu lesen.

Summary
Review Date
Reviewed Item
Babytragen
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Alle Kommentare (8)

    Toller Bericht. Ich war auch mindestens das erste Jahr eine Tragemama, es war einfach so praktisch. Vor allem wenn man in größeren Städten mit viel Straßenbahnen etc. wohnt, kommt man mit der Trage überall gut hin.
    Als unser Kleiner noch ganz frisch war, hatte ich den Bondolino von meiner Schwester, den sowohl mein Freund als auch ich sehr häufig genutzt haben, bestimmt für mind. ein halbes Jahr. Danach hatte ich mir eine gebrauchte Ergobaby Trage besorgt, welche wir ebenfalls viel genutzt haben. Vor allem da nach einem halben Jahr der Sommer da war, fand ich den Bondolino irgendwie zu warm für Baby und mich, und fand die “stoffärmere” Ergobaby Trage besser. Heute läuft der kleine Mann (fast 2 Jahre) viel selbst oder wir haben ein “Schiebe Bobbycar” war er liebt ? Nur wenn wir längere Touren oder kleine Wanderungen machen, haben wir die Trage dabei, um den kleinen Mann auf unseren Rücken zu packen, wenn es doch mal wieder zu viel wird ? Eine Trage ist auf jeden Fall eine lohnende Investition!

    Hallo liebe Miriam,

    dann hast du ja ähnliche Favoriten wie wir: Bondolino und Ergobaby (die ja der Manduca, die wir jetzt noch nutzen, in der Handhabung sehr ähnlich ist).

    Derzeit haben wir die altbekannten Einschlaf-Probleme mittags auch wieder mit der Trage gelöst, allerdings etwas unkonventionell: Mein Mann schnallt ihn auf den Rücken und fährt dann Fahrrad (auf einem Kiesweg). Da ist er innerhalb von Minuten eingeschlafen…mal sehen, wie lange diese Phase anhält.

    liebe Grüße,
    Hanna

    Wir tragen auch so gerne 🙂 Beim ersten Kind haben wir eine mysol aus Tragetuchstoff gekauft. Dazu habe ich noch einen Ringsling, aber den nutze ich nie, weil ich mit dem Binden nicht klar komme. Fürs zweite Baby haben wir jetzt noch eine Kokadi Fullbuckle aus Tragetuchstoff, die liebe ich sehr! Aber ich muss sie oft waschen, weil mein Baby sie vollspuckt und dann bin ich froh noch eine reserve zu haben 😀
    Eine Rückentrage haben wir auch noch, mit der üben wir noch.

    Wir gebrauchen schon länger eine Manduca und ich muss sagen, dass wir sehr zufrieden sind. Man kann sie leicht benutzen und und auch waschen. Aber auch eine Babytrage ist super, wenn das Baby schon größer wird, dann plane ich eine Babytrage zu bersogen…

    Super, toller Artike, vielen Dank für die ausführliche ehrliche Meinung. Wir haben die Kokadi Wrapstar. Aber für unterwegs möchte ich gern eine Fullbuckle damit die Träger nicht im Dreck schleifen. Auch das Anlegen ist manchmal etwas mühsam. Ich kann mich nur nicht entscheiden, liebäugel aber mit der Ergobaby adapt. Mich würde interessieren, warum bei euch statt der Ergobaby die Manduca im Einsatz ist? Ist diese tatsächlich so viel bequemer für ein Kleinkind?

    Liebe Ines,

    dass bei uns die Manduca statt der Ergobaby im Einsatz ist hat hauptsächlich einen Grund: Freunde von uns haben ein Baby bekommen, kurz nachdem wir die Ergobaby Adapt bekommen haben. Und weil gute Tragen immer im Einsatz sein sollten 😉 und für unser Kleinkind beide Tragen etwa gleich gut sind, haben wir kurzerhand unsere Ergobaby verliehen. Allerdings muss ich persönlich sagen, dass ich den Hüftgurt der Ergobaby etwas unbequemer fand als den der Manduca. Das kann aber eine sehr persönliche Wahrnehmung oder gar Gewöhnungssache sein.
    Aktuell testen wir auch noch die Kokadi Flip XL. Sie hat den großen Vorteil, dass Steg und Rückenteil groß genug für unser Fast-100-cm-Kind sind. Wir sind von Stoff, Muster und Handhabung bisher begeistert. Allerdings ist sie nur bis 15 kg zugelassen. Manduca und Ergobaby sind beide bis 20 kg. Weil sich die Ergobaby Adapt so gut an Babys wie auch an Kleinkinder anpassen lässt, würde ich letztendlich die empfehlen.
    Viele Grüße,
    Hanna

    Liebe Hanna,

    vielen Dank für deine schnelle und ausführliche Antwort. Die Manduca habe ich bisher nicht getestet wegen des nicht verstellbaren Steges kam sie eigentlich nicht in Frage. Inzwischen lese ich das viele diese Trage sehr lange nutzen. Bei meiner Kokadi finde ich den Hüftgurt nicht sehr bequem, bin aber auch nicht das Standartmass. Mir drückt der unter den Rippenbogen ein, ansonsten sind wir mit dieser Trage zufrieden für Zuhause. Der Stoff und die Muster sind sehr schön und anschmiegsam.

    Ganz liebe Grüsse
    Ines

    Für die Manduca gibt es einen Stegverkleinerer, kostet glaube ich ca. 15€. Man kann den Steg aber, wenn nötig, auch einfach mit einer starken Schnur oder einem Gürtel abbinden. Das haben wir eine Weile gemacht, aber ideal ist es trotzdem nicht. Bei uns ist die Manduca deshalb im Schrank gelandet, bis er groß genug war. Ich denke, die Ergobaby Adapt lässt sich ähnlich lange verwenden, wie die Manduca.

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