Unser Monat auf Koh Phangan


Unseren Aufenhalt auf Phuket hatten wir storniert und ich wollte einfach nur irgendwo hin, wo es gutes Essen gibt und normale Leute. Deshalb war es uns auch egal, dass auf Koh Phangan im November Regenzeit ist – Hauptsache weg von Phuket.

Wie es dann tatsächlich war auf der relativ kleinen Insel im Golf von Thailand? Lies selbst.

Was ist an Koh Phangan so besonders?

Koh Phangan ist von Phuket nur eine Flugstunde entfernt. Genauer gesagt ist die viel größere Nachbarinsel Koh Samui nur eine Flugstunde entfernt. Von dort aus dauert es mit der Fähre noch etwa eine halbe Stunde. Wir haben auf Samui keine Zeit verbracht, ich habe aber gehört, dass es viel touristischer und voller ist.

Koh Phangan, so die Theorie, ist ein Ort für Yogis und Spirituelle. So, wie wir es aus Ubud kennen, dachte ich. Tatsächlich ist Phangan aber so viel kleiner und weniger dicht bevölkert als das, was wir bisher aus Bali und Phuket kannten. Was aber definitiv stimmt: Es gibt viele Yogastudios und vegetarische bzw. vegane Restaurants. Für mich der allerwichtigste Faktor für die Wahl der Insel. Denn auf Phuket war es schier unmöglich, irgendwas Gesundes zu essen zu finden. Die Auswahl an Gerichten ohne Fisch und Fleisch beschränkte sich mehr oder weniger auf Pommes und Brot.

Vegetarisch und veganes Essen

Auf Koh Phangan dagegen gibt es veganes und vegetarisches Essen in jeder Variation. Thai, Indisch, Libanesisch, europäisch. Was das Herz begehrt. So habe ich mich nach kurzer Zeit auch das erste Mal seit der akuten Schwangerschaftsübelkeit wieder in ein Restaurant gewagt. Denn das mag sich jetzt krass anhören, aber einen Ort zu betreten, wo Fleisch oder Thai-Food zubereitet wird, war für mich aus Übelkeitsgründen ein Ding der Unmöglichkeit.

Diese Restaurants würde ich jederzeit wieder besuchen: Pure Vegan Heaven, Organic Love Wholefood Kitchen, Chana Mavsala indisches Restaurant, EAT.CO. Es gab noch ein paar weitere, an die sich mein Magen aus verschiedenen Gründen nicht rangetraut hat.

An die Auswahl, die wir in Ubud hatten, kam das kulinarische Angebot in Koh Phangan zwar nicht heran, aber es war trotzdem eine große Erleichterung und hat mir ermöglicht, mich wieder ein wenig ausgewogener zu ernähren.

Landschaft und Strände

Ansonsten ist Koh Phangan wirklich ein schöner Ort. Für mich war es schwer bis unmöglich, diesen zu genießen – einfach, weil ich die meiste Zeit jammernd auf der Couch oder im Bett verbrachte. Aber meine beiden Männer haben dafür das beste daraus gemacht. Wann immer es nicht regnete, haben die beiden mit dem Roller die Insel erkundet und an den schönsten Stränden gebadet, die man sich vorstellen kann.

In Phuket bin ich ehrlich gesagt zu Hause gestorben vor Angst, wenn die beiden alleine mit dem Roller unterwegs waren. Denn der Verkehr dort war schnell und voller Autos. Auf Phangan dagegen sind die Straßen breit und gut ausgebaut und trotzdem fast menschenleer im November. Wenn doch mal ein Auto kommt, hat das genug Platz zum überholen. Das gefährlichste dort, das bestätigte auch der Vermieter unseres Rollers, seien die Hunde, die unberechenbar auf die Straße laufen.

Koh Phangan ist im Prinzip ein riesiger, bewaldeter Berg, der an der Küste flacher wird. Dadurch ergeben sich unterwegs wirklich wunderschöne Ausblicke.

Regenzeit in Koh Phangan

Im November ist Regenzeit auf Koh Phangan. Theoretisch dauert diese noch in den Dezember hinein, trotzdem konnten wir gegen Ende November schon beobachten, dass die Zahl an Touristen zunahm. Am Tag nach unserer Ankunft begann es wie aus Eimern zu regnen und hörte drei Tage nicht auf. Wir bereuten schon unsere Entscheidung, trotz Regenzeit zu kommen. Bis wir mit einem Ortsansässigen sprachen, der uns versicherte, dass das nicht die Regel sei, sondern irgendein Sturmtief.

Und tatsächlich hörte es am nächsten Tag auf und regnete einige Tage gar nicht. So lange regnete es auch kein zweites Mal. Es regnete zwar immer wieder, aber zwischendurch hörte es auch immer wieder auf, sodass man einkaufen fahren oder essen gehen konnte. An vielen Tagen regnete es nur einmal kurz oder gar nicht.

Unser Fazit also: Regenzeit ist wegen dem Regen überhaupt kein Problem.

Aber: Es wimmelte nur so von Mücken. Überall. Zu jeder Tageszeit. Wegen meiner Schwangerschaft war ich mit dem Einsatz von Repellents, die DEET enthalten, enorm sparsam und habe lieber Mittel mit Citronella Öl verwendet. Die sind absolut unschädlich, dafür helfen sie auch nicht ganz annähernd so gut. Heißt, es stechen Dich vielleicht nur noch halb so viele Mücken, aber immer noch genug. Den Kleinen konnten wir mit DEET 50% so weit schützen, dass er nur wenige Stiche hatte. Allerdings zieht der Wirkstoff in die Haut ein und ist nicht gerade gesund.

Koh Phangan für Kinder

Auch für unseren kleinen Aktivling gab es auf der Insel genug zu tun. 2,5 Wochen lang durfte er jeden Vormittag ins „Playhouse Sri Thanu“ gehen. Dort werden Kinder jeden Alters von vier unheimlich liebenswerten Frauen betreut. Für uns der perfekte Ort. Kinder dürfen dort einfach nur sein. Sie dürfen den ganzen Tag miteinander, für sich oder mit den Betreuerinnen spielen und toben. Es wird auch mal gebastelt oder gemalt, aber es gibt keine „Frühförderung“ oder ähnliches. Niemand fühlt sich dazu berufen, mein Kind zu erziehen, stattdessen gab es nur liebevolle Worte und Umarmungen für den Kleinen. Zumindest soweit ich das beurteilen konnte – und er wollte jeden Tag wieder hin, am besten den ganzen Tag.

Vorher waren er und sein Papa fast jeden Tag im Kidsclub eines großen Supermarktes – und eben am Strand. Die sind, genau wie auf Phuket, perfekt für Kinder. Leichte Wellen, sanfte Neigungen.

Unterkünfte auf Koh Phangan

Wir haben zwei unserer Unterkünfte über Airbnb gebucht, eine haben wir über Facebook gefunden. Im Vergleich zu Phuket bekommt man für wenig Geld wirklich tolle Häuser. Unsere erste Unterkunft war ein Holzhaus auf Stelzen mit einem wunderschönen Draußen-Wohnzimmer.

 

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

 

Das ist es, unser vorläufiges neues zu Hause auf Ko Phangan. Wir sind gut angekommen und es ist wunderschön. Ich bin so glücklich! Die Matratzen scheinen in Ordnung und auch sonst ist das Häuschen geruchlich einwandfrei. Ich hab das Gefühl, ich kann wieder atmen. Entspannen. Genießen. Nicht nur durchhalten und aushalten. An der Ecke gibt es einen Organic Fruit&Vegetable Stand und in 2 Minuten Fußweg sind zwei Restaurants mit vegan/vegetarischen Gerichten. Das Wetter ist herrlich und es regnet wohl nur täglich etwa 1 Stunde. Der Strand auf der anderen Straßenseite ist absoluter Mist zum baden (alles voller Algen), aber das ist auch schon alles. Das nehme ich gerne in Kauf. #thailand #kophangan #neueshaus #glücklich #entspannung #travelfamily #reisenmitkind #schwangeraufreisen #kleinkind #mamablog #blogger #blog #digitalnomadlife

Ein Beitrag geteilt von Hanna | Digital Mom & Blogger (@rubbel.batz) am

Das war auf den ersten Blick wirklich toll, aber es dauerte nicht lange, bis wir völlig zerstochen waren von Mücken. Keine so gute Idee also.

Unser nächstes Haus im ‚Utopia Resort‘ hatte darum ein Wohnzimmer drinnen. Allerdings war es hier für unseren Geschmack etwas zu wenig sauber und manche Ecken rochen merkwürdig.

Dafür hatten wir einen Pool mit wirklich wundervoller Aussicht.

Für die verbleibenden zwei Wochen buchten wir eine Wohnung mit zwei Schlafzimmern. Diesmal hatten wir Glück. Alles war sauber und super moderner Standard.

Die Wohnung war wirklich 100%ig mückenfrei – der Garten mit Pool leider weniger. So konnten wir diesen wirklich nur zum kurz baden nutzen und meist hatten uns auf dem Weg schon zwei oder drei Mücken gestochen.

Mein Fazit Koh Phangan

Auch wenn ich durch meine Schwangerschaftsübelkeit eine generelle Abneigung gegen Thailand entwickelt habe und von Koh Phangan wirklich wenig genießen konnte, ist der Ort trotzdem super. Die Strände sind wundervoll und es gibt abwechslungsreiches Essen und ein gutes Angebot für Kinder. Auch wenn ich dorthin nicht zurück will, kann ich gut verstehen, warum es dort sogar jedes Jahr ein Treffen für Reisefamilien gibt und warum es Reisende aller Art dort hin zieht.



Sag uns, was Du dazu denkst

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.