Nomi Evomove im Test: Lohnt sich der Hochstuhl-Testsieger von Stiftung Warentest?


Bis vor kurzem dachte ich, Treppenhochstühle seien das non plus ultra. Bis ich den Stiftung-Warentest-Sieger (05/2018) Nomi von Evomove entdeckte, der kein Treppenhochstuhl ist, aber ebenfalls vielversprechend aussieht. Wir haben es uns also nicht nehmen lassen, auch diesen Hochstuhl genau unter die Lupe zu nehmen und mit den Treppenhochstühlen, die wir kennen, zu vergleichen.

Unsere Erfahrung mit dem Nomi Evomove Hochstuhl

Von einem befreundeten Paar kannten wir ihn bereits und dort passt er in die Wohnung wie die Faust aufs Auge: Er ist super stylisch, leicht, modern und nimmt zudem wenig Platz weg. Der Nomi Hochstuhl hat in der Mitte nur einen einzigen Träger aus Holz, an dem sämtliche Teile befestigt werden. Dieser Holzträger ist so designt, dass er in der Mitte einen Bogen schwingt.

Sieht wirklich toll aus.

Doch kann das auch stabil und praktisch sein?

Unsere Freunde hat er restlos überzeugt. Wir haben es selbst getestet.

Unser Nomi Hochstuhl im Test

Preis

Zunächst einmal wurde eines meiner größten Vorurteile gegenüber dem Nomi Hochstuhl widerlegt: Ich dachte immer, er wäre so viel teurer als zum Beispiel der Stokke Treppenhochstuhl „Tripp Trapp“.

Tatsächlich kostet der Nomi Hochstuhl mit sämtlichem Zubehör, das man kaufen kann, 564,65 €. Im Vergleich kostet der Stokke Hochstuhl mit etwas weniger Zubehör 493€.

Der Evomove Nomi Hochstuhl alleine mit Bügel für Babys, Tray und Gurten – also ohne Newborn-Set und Spielebogen, kostet nur 344,80 €.

Aufbau

Der Aufbau des Hochstuhls ist fast selbsterklärend und dauert wirklich nicht lange. Der Mittelbalken wird fest mit dem Bodenkreuz verschraubt und daran werden, je nach Bedarf, die übrigen Elemente verschraubt. Der dazu nötige Imbus-Schlüssel wird unter dem Sitzbrett angebracht und bleibt dort – so kannst Du ihn nie verlieren. Genial.

Wirklich toll gelöst finde ich auch das Anbringen der zusätzlichen Elemente für das Nomi Mini (Babyset) und das Nomi Tray (Esstablett). Denn das geht per Klick-Mechanismus wirklich kinderleicht – und hält trotzdem richtig fest.

Einzig wenn man das Newborn-Set bzw. Babywippe anbringen möchte, muss man die Imbus-Schrauben lösen. Das ist aber schnell erledigt. Einzig etwas kniffelig war die Montage der Gurte für den Newborn-Sitz. Dazu müssen die Gurtenden durch entsprechende Öffnungen geführt werden. Der Trick, den mir erst mein Mann verraten konnte: Zuerst quer durchfädeln und dann breit ziehen.

Newborn Set

Zum ersten Mal haben wir bei einem Hochstuhl auch das Newborn-Set mit getestet. Dieser extra Aufsatz ist nicht nur in der Neigung verstellbar, sondern lässt sich auch als Wippe nutzen. Die Nomi Wippe ist bis 10 kg belastbar, unser Kleiner wird also noch ein paar Monate darin Platz finden.

Tatsächlich ist er ein sehr ruhiges Kind, der gut auch mal ein Weilchen nur so da liegen kann. Allerdings ist es dazu wichtig, dass er Mama oder Papa sieht und hin und wieder ein paar Berührungen oder Blicke und Worte bekommt. Der Hochstuhl von Nomi mit Newborn Set macht uns das so viel einfacher. Auch ist er ein guter Ort, um ihn vor dem großen Bruder „in Sicherheit“ zu bringen. Denn wenn der Kleine während unserer Mahlzeiten auf der Couch oder auf dem Boden liegt statt im Hochstuhl, nutzt der Große die Zeit, um ungestört mit seinem Brüderchen zu spielen, statt zu essen.

Mit Kleidergröße 68 hat er in der Wippe noch Platz, allerdings stehen seine Füßchen schon über die Kante. Ihn stört das nicht im Geringsten. Mit dem Spielebogen über der Wippe spielt er aktiv, seit er etwa 4 Monate alt ist. Den Bogen muss man zum richtigen Aufbau einmal anders herum drehen, als er geliefert wird. Das ist ganz einfach und es liegt auch ein Zettel bei, der das erklärt. Ich finde den Spielebogen wirklich gelungen, weil er gleichzeitig stabil und doch biegsam ist.

Nomi Mini

Ab wann wir dann zum Nomi Mini, also zum Babysitz, umsteigen, hängt davon ab, wann mein Baby stabil und selbständig sitzen kann. Vorher ist er laut gängiger Beschreibung der Beikost-Reifezeichen ohnehin nicht bereit, zu essen. Der Kleine wird ein Babyled-Weaning-Kind, genau wie sein großer Bruder. Das bedeutet, dass er sein Essen selbst nehmen und in den Mund stecken darf. Dafür wird das Nomi Tray auf jeden Fall Gold wert sein. Damit landet einfach weniger auf dem Boden und er kann sich richtig austoben. Danach wird es einfach per Klick-Mechanismus abgenommen und wir können es abwaschen.

Vorab hat aber der große Bruder schon einmal angetestet und wir haben den Umbau zum Mini-Set vorgenommen. Das ist, wie gesagt, kinderleicht mit ein paar Klicks erledigt. Mit seinen 18 kg und 105 cm Körpergröße passt er immer noch rein.

Nomi Hochstuhl für größere Kinder

Die Gebrauchsdauer des Nomi Hochstuhls endet aber nicht mit der Kleinkindzeit. Auch ohne Mini-Set kann man den Stuhl weiter verweden. Auch das haben wir mit unserem 4-jährigen schon getestet.Er mochte ihn so sehr, dass er mit Umbau zum Hochstuhl mit Babywippe einen regelrechten Wutanfall hatte. Er wollte den Stuhl so gerne für sich nutzen, auch wenn er längst auf normalen Stühlen sitzen kann.

Mit dem Nomi Mini Set ist das Sitzbrett immer in der höchsten Einstellung. Als normalen Stuhl kann man ihn dann genau an die Bedürfnisse des Kindes anpassen. Denn die Füße sollten so auf dem unteren Brett aufstehen, dass die Knie mindestens einen 90°-Winkel bilden. Sonst drückt das Gewicht der Unterschenkel auf die hinteren Oberschenkel. Das ist unbequem und nicht gesund. Den Nomi Hochstuhl richtig einstellen ist ganz einfach und stufenlos möglich. Sowohl das Sitzbrett, als auch das Fußteil lassen sich stufenlos verstellen. Einfach die Schraube aufdrehen, alles nach oben oder unten schieben, wieder festdrehen. So einfach.

Sicherheit

Um mit den Treppenhochstühlen mithalten zu können, muss der Nomi Hochstuhl natürlich ebenso sicher sein. Auf den ersten Blick scheint das irgendwie fragwürdig, denn die Mittelsäule wirkt so schlank und als könnte sie leicht umfallen. Im Alltag ist tatsächlich das Gegenteil der Fall. Nicht nur die langen Standfüße machen den Nomi hochstuhl kippsicher. An den hinteren Enden sind unten kleine Rollen angebracht. Dieses clevere Extra erleichtert nicht nur das zurechtschieben, sondern lässt den Stuhl einfach nach hinten rollen, wenn ein Kind sich z.B. am Tisch abstoßen und mit dem Stuhl kippeln möchte.

Der Stuhl ist außerdem gut verarbeitet und es gibt keine scharfen Ecken oder andere potentielle Verletzungsgefahr.

Ab wann den Nomi Hochstuhl nutzen?

Denn Nomi Hochstuhl kannst Du mit Newborn-Set ab der Geburt nutzen.

Wann Du den Nomi vom Babystuhl zum Kinderstuhl umbauen, also das Mini-Set abnehmen willst, ist Geschmackssache. In jedem Fall sollte Dein Kind fit genug sein, selbständig darauf zu sitzen und hoch und runter zu klettern.

Das Newborn-Set solltest Du erst durch das Mini-Set ersetzen, wenn Dein Kind mit wenig Hilfe aufrecht sitzen kann.

Bis wann den Nomi Hochstuhl nutzen?

Danach kannst Du ihn bis ins Jugendnalter nutzen. Weil seine Optik, wenn umgebaut, eher an den ergonimischen Stuhl eines technischen Zeichners erinnert als an einen Kinderhochstuhl, ist das durchaus wahrscheinlich. Theoretisch ist der Stuhl bis über 100 kg belastbar.

Gibt es einen Hochstuhl ähnlich Nomi?

Ich kenne keinen Hochstuhl, der dem Nomi in Sachen Design auch nur annähernd das Wasser reichen kann.

Welches Zubehör brauche ich?

Wenn Du den Stuhl ab Geburt nutzen möchtest, brauchst Du den Mittelsäule, die Kunststoffelemente, die Nomi Baby Wippe und das Mini Set in jedem Fall.

Wenn Du Dein Kind auch nur für kurze Zeit im Hochstuhl alleine lassen möchtest, brauchst Du unbedingt den Gurt für den Nomi Hochstuhl. Denn ein Sturz aus einem Hochstuhl kann böse ausgehen und passiert schneller, als Du denkst.

Ob Du zusätzliche Elemente wie ein Kissen, Spielbogen, oder Tisch für den Nomi Hochstuhl haben möchtest, hängt von Deinem Budget und Geschmack ab.

Wie nutze ich den Nomi Hochstuhl mit Babyschale?

Die Nomi Baby Wippe kannst Du ab der Geburt bis ca. 9 kg nutzen. Aus Erfahrung kann ich sagen, länger macht es auch keinen Sinn, denn dann ist das Baby einfach zu groß dafür. Die meisten Babys können dann aber ohnehin sitzen und Du kannst den Nomi Hochstuhl mit Mini Set nutzen.

Wichtig ist, dass Du immer den Sicherheitsgurt benutzt, damit Dein Baby nicht herausrutschen oder sich herausdrehen kann. In den ersten Monaten sollte Dein Baby außerdem nur liegen, erst später kannst Du die Wippe etwas aufrechter einstellen.

Ist der Nomi Hochstuhl kippsicher?

Der Nomi Hochstuhl ist ebenso kippsicher wie andere Hochstühle – Sicherheit ist eines der Kriterien, auf das die Ökotest die Hochstühle untersucht hat.

Durch die extra langen Standfüße ist der Nomi Hochstuhl so kippsicher, obwohl er mit nur einer geschwungenen Mittsäule irgendwie „wackelig“ aussieht.

Ein weiteres durchdachtes Feature in Sachen Kippsicherheit: Der Nomi Hochstuhl hat hinten zwei Rollen, sodass er einfach wegrollt, wenn das Kind sich nach hinten abstößt.

Gibt es außerdem Kritik am Nomi Hochstuhl?

Das einzige, was man abgesehen vom Preis am Nomi Hochstuhl beanstanden könnte, sind die Plastikelemente. Allerdings sorgen diese dafür, dass der Stuhl so schön leicht ist.

Mein Fazit zum Nomi Hochstuhl

Aktuell ist der Nomi bei uns täglich im Einsatz. Wir legen den Kleinen hinein, wenn wir uns alle zusammen zum Essen setzen. Ob ihn ab dem Sitzalter der große Bruder weiter nutzen wird, da ist das letzte Wort noch nicht gesprochen. Denn der findet ihn auf jeden Fall besser als seinen Stokke, den er aktuell nutzt – aber bei Kleinkindern ist ja neu bekanntlich immer besser. Für mich jedenfalls ist der Nomi Hochstuhl ein wirklich gelungenes Produkt, das perfekt für den Haushalt meiner Eltern im Haus gegenüber passt. Denn dort sind wir täglich zum essen, wenn der Hochstuhl nicht benötigt wird, stellen wir ihn in eine Ecke. Weil der Nomi so leicht und platzsparend ist, geht das ganz einfach.

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Zuletzt aktualisiert am 6. November 2019 um 15:08 . Ich weise darauf hin, dass die Links zu externen Online-Shops weiterleiten, damit Du den aktuellen Preis und Verfügbarkeit erfährst. Ich nutze dafür Affiliate-Links und markiere diese hier als WERBUNG / ANZEIGE.

Der Nomi Hochstuhl im Vergleich

Nomi oder Stokke Hochstuhl?

Vor kurzem haben wir ja auch den Stokke Tripp Trapp getestet, den Klassiker unter den Treppenhochstühlen. Beide Hochstühle haben beim Hochstuhl Test der Ökotest mit Bestnote abgeschnitten, sind also in Sachen Sicherheit und Schadstoffreiheit nicht zu überbieten. Kein Wunder, denn beide Hochstühle gehen auf denselben Entwickler zurück.

Doch welcher Hochstuhl ist nun der bessere, der Nomi oder Tripp Trapp?

In unserem Vergleich zwischen Nomi und Tripp Trapp haben wir zu allererst eines festgestellt: Der Nomi Hochstuhl ist viel, viel leichter. Wenn er nicht fest an einem Ort bleiben, sondern wie bei meinen Eltern im Haus in ungenutzten Momenten in der Ecke und dann wieder am Tisch stehen soll, ist das ein großer Vorteil.

Auch das umbauen und verstellen der Sitzhöhe geht so viel schneller. Beim Tripp Trapp benötigt man einen Imbus-Schlüssel und muss damit Schrauben auf- und zuziehen. Den Nomi Hochstuhl kann man im Handumdrehen verstellen, ganz ohne Werkzeug. Wenn verschiedene Kinder den Stuhl nutzen sollen, macht es das viel einfacher.

Ansonsten sind die Unterschiede zwischen den Hochstühlen vor allem optischer Natur. Das Design des Nomi Hochstuhls ist leicht und modern. Er wirkt nicht wie ein klobiges Kindermöbel, sondern wie ein bewusst ausgewählter Einrichtungsgegenstand – egal, ob mit Babywippe oder als Jugendstuhl.

Ich würde sagen, der Nomi Hochstuhl ist der Richtige, wenn Du Wert auf Optik, viele Funktionen und wenig Gewicht legst. Der Tripp Trapp dagegen eignet sich besser, wenn Du einen Hochstuhl aus Massivholz möchtest, den auch Deine Enkelkinder noch nutzen können, weil er so langlebig ist.

Nomi oder Hauck Hochstuhl?

Bei der Entscheidung zwischen Nomi oder Hauck Hochstühlen wird vor allem der Preis ausschlaggebend sein. Denn da liegt ein himmelweiter Unterschied. Das Hauck Alpha Plus Komplettset mit Babywippe, Kinderstuhl und Tablett kostet in etwa 170€, die vergleichbare Ausstattung von Evomove etwa 410€.

Den Hauck Alpha könnte man dabei als günstige Variante des Stokke Tripp Trapp sehen – mit dem Nomi Hochstuhl kann er vor allem in Sachen Optik nicht mithalten. Vermutlich macht auch die Qualität einen Unterschied. Wir hatten den Hauck Alpha Plus vor vier Jahren bei unserem ersten Kind im Einsatz und mittlerweile nutzt ihn mein Neffe. Nach kurzer Zeit war bei uns ein Schraubengewinde bei der Verbindungsstange kaputt und es fiel manchmal aus heiterem Himmel das Fußbrett ab, wenn unser Sohn hochklettern wollte. Mitterweile, der Stuhl hat insgesamt drei Umzüge mitgemacht und mein Papa hat die Stange repariert, sind die Ecken abgestoßen, was man bei der dunklen Farbe auch deutlich sieht.

Für wenig Budget ist ein Hauck Hochstuhl aber natürlich eine Alternative. Wir hatten anfangs wenig zu beanstanden. Einzig dass unser Kleinkind darin, wenn nicht angeschnallt, alleine und ziemlich schnell aufstehen konnte, fanden wir etwas ungeschickt. Gleichzeitig kann man diese Möglichkeit aber auch positiv sehen, denn das Kleinkind erfährt dadurch viel Selbstbestimmung und es kann nie passieren, dass es zu lange im Hochstuhl sitzen muss, obwohl es eigentlich heraus möchte. Und wenn man das verhindern will, muss man eben den im Lieferumfang enthaltenen Gurt nutzen.

Der Hauck Alpha Plus oder ein vergleichbares Modell eignet sich für Dich, wenn Du einfach nur einen sicheren, funktionalen Hochstuhl möchtest und weniger Wert auf aufgefeilte Details und besonderes Design legst.


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